Wenn eine rote Ampel nur noch für Autos gilt.

Ein toller Einfall von Ulrich Leth, wirklich, Radler und Fußgänger sollen sich künftig nicht mehr an rote Ampeln halten müssen und können, wenn sie meinen das es gefahrlos möglich ist in Kreuzungen einfahren bzw. diese überqueren … Es kann ja nicht sein das sich Radfahrer und Fußgänger am Autoverkehr orientieren müssen.

Zu allererst wir sind alle Menschen! Egal ob wir im Auto oder auf dem Rad sitzen bzw. zu Fuß unterwegs sind! Somit haben wir mal alle Rechte und dadurch haben wir uns an Spielregeln zu halten damit ein Miteinander funktioniert!

Eine weitere Argumentation von Hrn. Lech: „Anstatt das allgemeine Geschwindigkeitsniveau am schwächsten Glied – dem Fußgänger – zu orientieren, wird dieser „Störfaktor“ einfach an den Rand des öffentlichen Raums gedrängt, zu seiner Sicherheit. Er darf die Fahrbahn nur noch an dafür ausgewiesenen Stellen überqueren, meist ohne den versprochenen Schutz am Schutzweg zu erfahren.“

Ähm…. Frage … sind Gehaltsniveaus am schwächsten Glied orientiert? NEIN! Wird sich in der Wohnungsfrage ums schwächste Glied geschert? NEIN! Bei der Preisbildung? NEIN!
Wäre das mal ein besserer Ansatz? JA!

Abgesehen davon … darf man mit einem Auto über den Gehweg fahren wenn es zu einer Kollision gekommen ist und dies die einfachste Ausweichmöglichkeit wäre? NEIN!

Dann schauen wir uns doch mal mit offenen Augen die Menschen an: Ein nicht unbeachtlicher Anteil an Fußgängern ist dank MP3-Player und/oder Handy audiovisuell nicht im geringsten in der Lage, herannahende Gefahrenquellen wahrzunehmen (z.B. sieht man oft, wie Fußgänger selenruhig über eine Kreuzung gehen wenn der Notarztwagen mit Tatütata andonnert). Und sobald sie sich der Gefahr bewusst werden, springen sie nicht selten in Panik in eine Richtung, aus der weitere Gefahrenquellen lauern. Ich sehe regelmäßig völlig überforderte Fußgänger, die mit Radfahrern kollidieren, weil sie bar erstaunt darüber sind, dass sie sich gerade auf einer Straße befinden! Die Folgen sind nicht selten, dass der Radfahrer in abgestellte Fahrzeuge oder Randsteine donnert.

Ich selbst hatte schon das Vergnügen das mir im 10.Bezirk vom Verteilerkreis kommend – Richtung Triester Straße ein Radfahrer beim Kika einfach bei Rot um die Kurve gefahren ist. Folge scharfes Abbremsen und die 2 hinter mir sind zusammengefahren. Der Radler keine Kennung am Rad, aber Schuld an einem Auffahrunfall!

Ebenso riss ein Radkurier dem Auto vor mir im 17.Bezrik einen Außenspiegel beim Vorbeifahren ab, der Radler schlingerte kurz und war dann ums Eck schon weg, wegen fehlender Kennzeichnung des Rades, sitzt jetzt ein armer Mensch auf ca. 200 – 500 Euro Reparaturkosten …

Und ein solches Verkehrs und Menschengefährdentes Verhalten wollen wir jetzt auch noch legalisieren?

Und wie sieht es dann mit dieser Argumentation für den Autofahrer aus? Zitat: Aus den genannten Argumenten ergibt sich die Forderung nach einer Flexibilisierung der StVO für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer. Konkret sollte es Radfahrern möglich sein, Stopptafeln wie Nachrangtafeln zu behandeln und diese, ohne stehenbleiben zu müssen, zu überfahren. Ebenso sollen Fußgänger und Radfahrer rote Ampeln überqueren dürfen, solange sie nicht sich oder die bevorrangten Verkehrsteilnehmer gefährden oder behindern.

Warum sollte ich als Mensch, der in einem Auto sitzt, dann z.B. in der Nacht, wenn für mich anhand eines fehlenden Lichtkegels ersichtlich ist das niemand kommt noch bei einer Stopptafel halten müssen? Oder bei den toll geschalteten Ampeln die einfach Rot werden ohne das ein Fußgänger quert, oder ein Querverkehr kommt?

Ich glaube das Problem ist eher, dass der Mensch für ein miteinander einfach nicht mehr geschaffen ist. Auch ich lasse das Auto im Sommer gerne mal stehen und Radle meine 50 – 70 km ins Büro. Gerne lasse ich es auch für Minieinkäufe stehen und bin zu Fuß unterwegs aber auf solche Ideen wie Ulrich Leth wär ich dabei noch nie gekommen. Ich weiß was mich an anderen Verkehrsteilnehmern ärgert wenn ich mit Auto, mit Rad oder zu Fuß unterwegs bin und deshalb verhalte ich mich

Ich bin die erste, die ihr Fahrrad zur Zulassungsstelle bringt wenn es endlich eine Kennzeichnung für selbige gibt!!! Und bevor über einen solchen Blödsinn nachgedacht wird, sollte man endlich über eine Kennzeichnung am Fahrrad nachdenken! Wie kommen Personen (Fußgänger, Autofahrer oder andere Radfahrer) dazu einen Unfall zu erleiden, teilweise mit Verletzungen oder (hohen) Behandlungs- bzw. Reperaturkosten verbunden und weil der Verursacher keine Kennzeichnung und nichts zu befürchten hat, kann er einfach abhauen??? Wo ist hier der Schutz für das schwächste Glied?

Und hat sich diese Intelligenzbestie eigentlich schon überlegt, wie er eine Gefahrenquelle hören möchte, wenn vielleicht mal ein Elektroauto ankommt?

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