Hitzewelle vorbei – Aggressivität vorbei?

Als Liebhaber des Winters (und nein ich meckere im Winter nicht, dass es endlich wieder warm werden soll), werden die Sommer jedes Jahr anstrengender für mich.

Während der letzten Hitzewelle hatte ich frei und ich muss fast gestehen, dass ich arbeiten als eine reine Qual empfunden hätte. Wie in vielen Büros, bleibt auch bei uns die Klimaanlage meist aus, weil sie so toll gebaut ist, dass sie einem Kollegen entweder die ganze Zeit in den Nacken zieht und dem anderen Kollegen genau am Rücken. Juhu.

Also war ich froh in meiner Bleibe die meiste Zeit im Bikini rumhüpfen zu können und verabscheute jede Form von mehr Stoff, wie es für das Büro nötig gewesen wäre.

Am Nachmittag hätte ich dann in einen Backofen von über 50° einsteigen müssen und dann vielleicht noch in der sengenden Hitze heimstauen müssen.

Aber auch eine Klimaanlage ist nicht immer die Lösung, so erinnere ich mich noch an einen Arbeitsplatz der im Sommer so vortrefflich gekühlt war, dass man einen Pulli oder eine Weste am Arbeitsplatz benötigte. Ging man dann aus dem Büro heraus, bekamen nicht wenige Nasenbluten oder klappten wie ich (mit meinem niedrigen Blutdruck) mal kurz zusammen.

Und immer wieder frage ich mich: Was wurde aus Hitzefrei? Gibt es nicht wenn das Büro klimatisiert ist. Was bringt mir ein Klimatisiertes Büro? Viele Menschen haben bis zu einer Stunde Anfahrt ins Büro, öffentliche Verkehrsmittel sind überfüllt und kaum Klimatisiert, was da an Gerüchen zusammenkommt – Juhu…

Zudem sind Werte an die 37° für den Körper eine ziemliche Belastung, er arbeitet hart um uns zu kühlen, denn nun befinden wir uns an der Schwelle zu Fieberwerten. Dadurch sinkt die Leistungsfähigkeit auf anderen Gebieten.

Schlaf wird erschwert, da sich aufgeheizte Wohnungen einfach nicht abkühlen (auch bei mir war an ein Zu-Bett-Gehen vor 1 bis 2 in der Früh nicht zu denken, vor allem wenn ein Lüftchen fehlte und das aufreißen aller Fenster gegen 21 Uhr sich kaum was brachte).

Schlafmangel und Dauerstress im Körper, natürlich werden wir aggressiver. Gefühle zu kontrollieren wird schwerer. Man fühlt sich matt und gereizt kommt jetzt noch unangenehme Körpernähe in Bus oder Bahn hinzu, nimmt die Toleranzschwelle nochmals deutlich ab. (Ja auch davon kann mein Liebster ein Lied singen, in der letzten Woche könnte ich Körperkontakt und sei es nur Händchenhalten vor 20 Uhr kaum aushalten).

An mein geliebtes Laufen war auch kaum zu denken, nur sehr zeitig in der Früh oder spät abends nach Sonnenuntergang.

Also haben Hitze und Aggressivität durchaus einen Zusammenhang, da erfreut man sich wenn Forscher vorhersagen, dass wir uns an solche Hitzewellen gewöhnen müssen, da diese häufiger und stärker auftreten werden.

Ewig lange Baustellen weil, verständlicher Weise, die Arbeiter nach 12 Uhr einfach nicht mehr arbeiten können. Noch mehr Aggressivität.

Es wäre wünschenswert wenn über ein Hitzefrei trotz Klimaanlagen im Büro wieder nachgedacht werden würde. In den Büros in denen ich bisher arbeitete lief die Klimaanlage ohnehin nur bei einem Arbeitgeber, weil sie sonst immer bei mind. 2 Teammitgliedern Probleme verursachte. Es bleibt dann eben noch ein Anfahrtsweg in der sengenden Hitze zu beachten.

Kürzere Arbeitszeiten an Hitzetagen oder eine Home-Office Lösung, würden neben dem Menschen sicher auch dem Klimawandel und der Natur etwas bringen. (Weniger Autos in Staus z.B.)

Ich freu mich in jedem Fall, dass die extreme Hitze vorbei ist und auf den Winter.

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