Til Schweiger – ein (kollerischer) Mann der seinen (harschen) Worten Taten folgen lässt

Ende Juli sprach sich Til Schweiger via Facebook positiv für Flüchtlinge aus und erhielt dafür einen regelrechten „Shitstorm“ (wie das heutzutage genannt wird).

Auf negative Kommentare antwortete er unter anderem recht unhöflich mit einem „…. Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack!“

Ich gestehe auch ich dachte mir damals auch: Ja Ja Hr. Schweiger, Mund für PR-Zwecke aufmachen. Aber jetzt ziehe ich diesen Gedanken (kleinlaut) zurück und meinen Hut vor diesem Mann.

Til Schweiger gründet heute (wenn ich es richtig verstanden habe) eine Stiftung unterstützt, unter anderem, von Sänger Thomas D und Jogi Löw: „Ziel ist es Menschen, die nach der Flucht vor Terror und Krieg schwerste Schicksalsschläge und Gefahren durchleben mussten, in Deutschland eine Atmosphäre des Willkommenseins zu schaffen“

Da es in der geplanten Einrichtung in einer Kaserne in Osterode, da die Verhandlungen mit dem Innenministerium und dem Eigentümer der Kaserne noch nicht abgeschlossen sind. Wird er sich vorerst in Osnabrück einer Erstaufnahmeeinrichtung annehmen. Darunter ein WLAN Netz, Fahrradwerkstatt und Sport-Freizeitangebot für Familien.

Zudem möchte er zusätzliches Personal für die Sprachförderung finanzieren.

Auch rudert er ein wenig zurück, was seine harschen Posts betrifft: … einige kritische Bemerkungen zu der steigenden Zahl von Flüchtlingen könne er nachvollziehen. „Ich verstehe die Leute, die sagen: ‚Mir geht es auch nicht gut. Warum kommen jetzt alle her?‘ Das kann ich ein Stück weit verstehen. Aber nicht in dem Ton und nicht so menschenverachtend“

Auch in Hamburg möchte er eine Stiftung für traumatisierte Kinder gründen: „Nicht nur für Flüchtlingskinder, auch für deutsche traumatisierte Kinder. Da gibt es ja auch genug.“

Das nenn ich mal Vorbild. Die Umsetzung, zeugt für mich auch davon, dass er sich bereits bei seinen harschen Posts Ende Juli, offensichtlich bereits Gedanken gemacht hat, denn mit Bürokratie und Papierkram, Kontakte knüpfen etc… so etwas binnen 1 Monat aufzustellen ist schon eine Leistung. Auch für einen Promi. (Edit 13:57 bezogen auch darauf das Urlaubszeit ist)

Auch ich verstehe kritische Stimmen bezüglich der Flüchtlinge, von Anfang an. Aber viele Posts in Online-Medien bereiten auch mir nur ein Kopfschütteln.
Wo kümmern sich z.B. die ganzen Leute die Posten: „Kümmert euch mal um unsere Obdachlose“, sich selbst um Obdachlose? Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Wenn dem so wäre, gäbe es wohl weniger auf den Straßen … „Egal“

Ich verstehe teilweise die Sorge, aber ich werde niemanden verwehren seine Kinder zu retten (weil ich heute z.B. erst las, dass sich einige über einen 17-jährigen männlichen Flüchtling mukierten). Es ist Krieg die Leute haben kein Geld um den Transport für alle Familienmitglieder zu zahlen! Und wenn ich einmal Kinder habe und Krieg ausbricht, werde ich ebenfalls schauen (unabhängig von ihrem Geschlecht und Alter), dass meine Kinder das Kriegsland verlassen können.

4 Kommentare

  1. Es tut mir leid aber dem kann ich nicht ganz folgen. Herr Schweiger möchte dies und jenes und vor allem viel Pöbeln und Rumreden. Sie finden es einen besondere Leistung, dass ein „Promi“ es in einem Monat schafft irgendetwas umzusetzen? Was hat er umgesetzt? Sein Pläne sind bisher an dubiosen Firmen gescheitert, waren nie örtlich abgesprochen und sind gelinde gesagt vielfach Blödsinn. Übrigens haben es hier vor Ort „Nichtpromis“ geschafft eine komplette ehrenamtliche Hilfsstruktur für Flüchtlinge aufzubauen inkl. Fahrradvermittlung, -werkstatt, Behörden- Arztbetreuung, Fahrthilfe, Sprachförderung etc etc ohne dies groß an die öfffentlich Glocke zu hängen und vor allem ohne den Blick für die Probleme die solche eine Migrations- und Fluchtbewegung auch hervorruft zu verlieren. Letztlich – und das zeigt auch seine Pöbelei – hat Herr Schweiger mal wieder wenig Ahnung und viel Dünnpfiff im Kopf, den mit dem er nun die Menschen zwangsbeglückt.
    https://querschuss2015.wordpress.com/2015/08/20/wenn-er-doch-nur-seinem-nachnamen-folgen-wuerde/

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    • Hallo Querschuß 2015, Schweigers Stiftung startet heute – das scheint Fakt, inwiefern wann und wie er Unterstützungen dann tatsächlich umsetzt, weiß ich nicht und dazu äußere ich mich auch nicht.
      Als selbst ehrenamtliche Mitarbeiterin eines großen Sozialvereins und Mitorganisatorin von Events für Obdachlose und unbetreute Asylkinder seit 2012, ist es meiner Meinung nach eine Leistung binnen 1 Monat, Sponsoren und sämtlichen Papierkram für Spendengelder inkl. Konto sowie Vereinseintragung vonstatten zu bringen. Unsere halbjährlichen Events brauchen jedesmal an die 3 Monate Vorbereitungszeit. Dazu zählt ferner auch einen Ort für die Veranstaltung zu finden und Genehmigungen einzuholen.
      Inwieweit Hr. Schweiger während eines Interviews betrunken ist oder war, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, ich kenne Hrn. Schweiger und seine Mimik privat nicht. Aber seine seltsame „lallende“ Sprechweise hat er in Interviews eigentlich immer, daraus zu schließen, dass er Betrunken ist?
      Das er proletenhaft Pöbelt, habe ich nie bestritten oder gut geheißen, so bezeichne ich ihn selber als kollerisch und harsch. (Aber zumindest entschuldigt er sich, wenn er von seinem kollerischen Anfall runterkommt.)
      Warum er unter anderem nicht in andere Städte geht schneidet er im Interview auch kurz an, er geht nach Osnabrück weil dort die Stimmung nicht so schlecht ist, die Bewohner dort dafür sind und es sich dadurch am ehesten umsetzen lässt. Ihm daraus einen Strick zu drehen?
      In jedem Fall wurde Hrn. Schweiger Ende Juli mehrfach „angelastet“, dass er leicht reden hätte und selber nichts tut mit „seiner fetten Kohle“, jetzt unternimmt er etwas und es passt wieder niemandem?
      Das Hr. Schweiger ebenso zugibt das es sehr wohl Wirtschaftsflüchtlinge dabei sind sollte auch nicht das Thema sein.
      Das Thema ist: Eine Flut von Flüchtlingen, die nicht adäquat aufgenommen und deren Asylanträge dadurch nicht abgearbeitet werden können. Desto länger dauert dann auch eine Abschiebung (und wie es sogern genannt wird) „ungerechtfertigte“ Verköstigung von nicht Asylberechtigten Personen.
      Ich denke das ist kein adäquates Diskussionsthema und jeder sollte dem anderem seine Meinung lassen. Hr. Schweiger ist kein Held und als das wollte ich ihn auch nicht darstellen (das werde ich wohl editieren), was seine Filme oder Schauspielleistung angeht mag ich ihn auch nicht … Ich finde es einfach anerkennenswert das einer von tausend schwafelnden Promis wirklich etwas tut …

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      • …jedenfalls ist er derjenige, der daraus eine riesen PR Show macht, zumal eine Stiftung sicherlich dazu führen wird, dass er seinen „Spenden“ gut von der Steuer absetzen kann. Bigott wird es dann zum einen, wenn er auf der einen Seite gegen rechtsextreme Äußerungen schimpft auf der anderen Seite sich selbst der vereinfachten Stammtischrederei bedient und eben teils sogar die selben Begrifflichkeiten benutzt. Fraglich ist auch, ob jemand, der seine Töchter auf Eliteinternate schickt und abgeschirmt in einer Villa lebt überhaupt eine Ahnung vom Thema und den Problematiken hat wenn er sich anschickt Kommunen mit seiner Gutmenschelei zu beglücken. Er könnte es sich ganz einfach machen und sein Vermögen an die Kommunen zweckgebunden spenden und gut (ohne Presse und sonstwas) aber dass wäre wohl zu wenig PR denke ich mal nicht Zweck der Sache.

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  2. Hallo querschuß2015

    wie gesagt das könnte man ewig diskutieren.

    Sachlich und wirklich nicht pro Schweiger gesehen.
    Wie jemand lebt und wohin er seine Kinder in die Schule schickt ist seine Sache. Wenn er sich leisten kann und will.

    Spenden kann jeder absetzen.

    Und an einem PR- bzw. Medienhype hatt meist die Presse mehr zu tun als der betroffene selber

    aber werte das bitte nicht als Angriff.

    Ich bin auch nicht „betroffen“ und auch in einer Villa wohne ich nicht, in meiner Nähe ist schlicht weg kein Flüchtlingslager, aber wenn ich Bilder sehe bzw. die 1 Stunde Fahrt zum Flüchtlingslager auf mich nehme und sehe das Anrainer; volgekotete Einfahrten haben oder deren Zäune als Wäscheständer benutzt werden, die Straßen komplett vermühlt und als Urinale benutzt werden, VERSTEHE ich sehr wohl eine skeptische Haltung und sage selbst, dass ist kein Zustand für die Menschen die in diesem Ort leben.

    Darum finde ich es eben gut, wenn Private Dinge in die Hand nehmen, welche die Politik anscheinend nicht bewältigen kann. Ethnische und Religiöse Konflikte, verdreckte Straßen etc. können sehr wohl eingedämmt werden. Wenn eine adäquate Unterbringung schnell gewährleistet wird.

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