„Wall-E“ Roboter im Einsatz gegen Atommüll

Falls ihr „Wall-E, der letzte räumt die Erde auf“, nicht gesehen habt: Die Erde ist vermüllt und unbewohnbar geworden. Die Menschen verliesen die Erde und leben nun auf einer Raumstation, während die Müllroboter die Erde wieder säubern sollen. Geplant waren 5 Jahre doch nach 700 Jahren, ist der kleine Wall-E der letzte funktionsfähige Roboter der weiter aufräumt und nebenbei ein eigenes Bewusstsein entwickelt …“

Weit hergeholt? Nein, Schauplatz ist nicht Fukushima oder Tschernobyl, es ist Großbritannien, genauer Sellafield. Teilweise Bekannt durch den verheerenden Brand 1957 wobei große Mengen Radioaktive Stoffe freigesetzt wurden, leiteten die Betreiber im hastigen Versuch eine Bombe herzustellen Radioaktiven Abfall bereits während der Betriebszeit in die irische See.

2005 entwickelte sich ca. 83.000 Liter hochradioaktive Flüssigkeit und seit 2014 darf das Personal die Anlage überhaupt nicht mehr betreten. Nun schritt die EU ein, die Anlage soll stillgelegt werden, inklusive der Beseitigung der radioaktiven Überbleibsel.

Hier kommt „Wall-E“ ins Spiel, immerhin gibt es Teile der Anlage die Ohnehin seit Jahrzenten nicht mehr betreten werden konnten, da es zu gefährlich ist.

Ferngesteuerte Mini-U-Boote sehen in den Abklingbecken nach dem Zustand, Drohnen untersuchen den kontaminierten Schornstein vom Brand 1957 und die restlichen gefährlichen Teile der Anlage. Zur Beseitigung des Atommülles kommen Roboter aus der Automobilindustrie zum Einsatz. Im Wasserbecken wird es ca. Waschmaschinengroße Roboter geben die den kontaminierten Schlamm entfernen.

Mindestens 100 Jahre sind dafür berechnet. Die Roboter müssen hierbei extrem Zuverlässig (eine Wartung eines kontaminierten Roboters, wäre wieder eine Gefahr für den Menschen) und Robust sein, da diese saure Wasser natürlich ihre Hülle angreifen kann/wird.

Doch auch damit ist die Thematik nicht erledigt. Die Roboter packen den Müll quasi nur um, da die Container, in welchen der Müll nun lagert undicht wurden. Die Roboter der Automobilindustrie packen diesen „einfach“ in neue Container um. Was bedeutet dieses Problem und die Belastung der Umwelt wird viele weitere Generationen beschäftigen und eines Tages, wird eine neue Generation diesen Müll erneut umpacken müssen.

Selbe bzw. ähnliche Techniken kamen natürlich in Fukushima zum Einsatz, aber da die Säuberung des Werkes in Großbritannien nun aktuell ist, wählte ich dieses für diesen Bericht.

Diese Roboter erfahren (Gott sei Dank) noch keine eigene Evolution, aber britische und schweizer Forscher haben bereits einen simplen Roboter entwickelt der als Mutter fungiert und sich aus Plastik und Motoren Kinder baut. Nach der Bauphase analysiert „sie“ ihre Kinder und baut anhand des besten Typs den nächsten besten Typ bzw. Roboter und immer so weiter….

… bleibt nur zu hoffen, dass diese Roboter nicht zu groß werden und bei all ihrer Evolution nicht eines Tages, wie oft im Film, den Mensch als größte Gefahr für sich selbst erkennen.

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