Ein Blick hinter die Fassade, unter Tags gut angezogen und Mitglied des New Yorker Modelebens, doch abends, nach den Veranstaltungen Obdachlos.

Mit seiner, am 7. August, vorgestellten Doku „Hommeless“ begleitet Österreicher Thomas Wirthenson, das Schicksal des Models und Fotografen Mark Reay.

Gut angezogen verlässt Mark Reay, eine öffentliche Toilette in New York. Nein, er hat sich nicht erleichtert oder kurz frisch gemacht, wir befinden uns tatsächlich in seinem Badezimmer …

1132348

Von 2008 bis 2014 konnte sich das Männermodel und Fotograf keine Wohnung in New York leisten, er schlief auf dem Dach eines Hochhauses unter einer Plastikplane.

homme_main_inset1a

Wie es dazu kam?
Es begann 1984 als der 1,90 große Mann während seines Urlaubes in Südfrankreich entdeckt wird. Erfolgreich läuft er danach für Versace und andere Labels. Schließlich gönnt er sich eine Auszeit, kehrt nach Frankreich als Fotograf zurück, doch die Jobs bleiben aus, er wird nicht gebucht. Mit seinem letzten Geld kehrt er zurück in die USA, hier rollt der Rubel (besser gesagt der Dollar) zwar wieder, aber das Einkommen reicht nicht für eine Wohnung.

Trotz einer wöchentlichen Gage als Fotograf von $700,-.
Freunde fragt er nicht nach einer Übernachtungsmöglichkeit, da er zu Stolz ist. Also verdient er sich etwas mit Gastauftritten hinzu (z.B. in „Sex and the City“) und spielt im Winter den Weihnachtsmann in amerikanischen Kaufhäusern. Damit finanziert er sich seine gutaussehende Kleidung und eine Mitgliedschat in einem Fitnessclub, welche es ihm neben körperlicher Betätigung ermöglich zu Duschen und seine Kleidung zu waschen.

Jeden Morgen startete er, stillvoll, rasiert und gepflegt in seinen Tag (für ein Leben in der Modewelt auch Unabkömmlich), von seinem Leben in Armut weiß niemand.

Nicht einmal seine Mutter, kennt dieses Kapitel seines Lebens, mittlerweile wohnt Mark mit seiner Mutter zusammen in New Jersey. Nüchtern sieht er auf sein Leben zurück und sagt: „Ich habe viel erlebt, aber nicht viel erreicht“

Leider steht ein deutscher Filmstart, trotz Premiere in New York, noch nicht fest …sicher interessant zu sehen, wie das gängige Klischee, des (drogensüchtigen) abgesandelten Obdachlosen wiederlegt wird und aufgezeigt wird, das sich hinter jeder Fassade ein unerwartetes Schicksal befinden kann …

Der Trailer zur Dokumentation:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s