Einst Obdachlos, heute „Reich und Schön“

Vor kurzem erst schrieb ich über Mark Reay, das ehemals obdachlose, New Yorker Male-Model. Einerseits eine interessante Gesichte, andererseits natürlich um mit einigen Stigmata, mit denen Obdachlose leben müssen aufzuräumen (Alle Obdachlose sind Dreckig, Unhygienisch, Alkoholiker, etc…)

Wie sich zeigt sind Obdachlose durchaus in guter Gesellschaft:

Kurt Cobain, eigentlich wäre er ja ein Vorzeigeobdachloser und er war es tatsächlich. Er brach die High-School ab, woraufhin seine Mutter meinte, Job oder Ausziehen. Durch und durch Rebell, dachte Kurt Cobain nicht daran arbeiten zu gehen, so schlief er unter der Brücke, bei Freunden oder schlich sich hier und da in den Keller seines Elternhauses.

Ähnliches bei (viel zu jung verstorbenen) Jim Morrison, bis zu seinem Tod mit 27, verfügte er über keinen festen Wohnsitz, lebte wie Mark Reay einige Zeit auf Hausdächern oder kurz bei Freunden.

Auch Jennifer Lopez gesellt sich hier dazu, nachdem sie die Schule schmieß um zu Tanzen, stritten ihre Mutter und sie derart heftig, dass sie auf die Couch ihrer Tanzschule zog.

Kein leichtes Leben hatte auch Lil Kim (Rapperin/Sängerin), nachdem sie bereits im Alter von 8 Jahren von ihrer Mutter vor häuslicher Gewalt gerettet wurde, musste das Gespann aus dem Kofferraum ihres Autos Leben und auf der Rückbank von selbigen schlafen. Später wurde sie von ihrem Vater, als Teenager vor die Tür gesetzt. Sie lebte dann auf der Straße.

Eine weitere Sängerin, Kelly Clarkson, lebte einige Zeit in ihrem Auto, nachdem ihr Apartment abgebrannt war.

Ed Sheeran (auch Sänger, erkenne hier langsam ein Muster), gab erst kürzlich bekannt, dass er ebenfalls in England Obdachlos war. 2 ½ Jahre übernachtete er auf den Straßen Englands, U-Bahn oder dem Bogengewölbe des Buckingham-Palace, da dort eine Heizleitung entlang lief.

Daniel Craig, wählte anstatt dem Hausdach Londoner Parkbänke.

Nachdem Jim Carreys Vater seinen Job verlor und die Mutter als chronisch Erkrankte nicht arbeiten konnte, verbrachte er einen Teil seiner Kindheit in einer Fabrik und schließlich in einem VW-Bus. Mit 15 Jahren arbeite er als Hausmeister um die Familie zu unterstützen, dafür musste er die Schule schmeißen.

Wie ich (witziger Weise) festgestellt habe, weiß kaum jemand das „Italion-Stalion“ deshalb Sylvester Stallone’s Spitzname ist, weil er nachdem er mit 24 Jahren aus seinem Apartment geworfen wurde eine Rolle in einem Porno-Film übernahm: „Ich musst diese Rolle annehmen. Oder jemanden ausrauben. Ich war ganz unten angelangt“, erklärte er diese Passage seines Lebens in einem Play-Boy Interview.

Halle Berry und ihre Mutter bekamen sich ebenfalls in die Wolle, weshalb die schöne Schauspielerin (und erste schwarze Oscar-Gewinnerin), einige Zeit in ein Obdachlosenheim ziehen musste, danach folgte für einige Zeit ein Hostel.

Nur mit einem Paar Versage Heels, lebte Carmen Electra eine Zeitlang auf Parkbänken im Valley (L.A.), ihr damaliger Freund hatte sie abgezogen.

Und noch einige andere Stars aber auch normale Menschen reihen sich in das Stigma: Obdachlos ein. Ähnlich wie bei Carmen Electra ist der Hauptgrund für Obdachlosigkeit Schulden, einerseits selbstverschuldet (ja) aber andererseits auch weil man abgezogen wurde.

Nicht wenige werden vor die Tür gesetzt (von Eltern oder dem Vermieter), aus den unterschiedlichsten Gründen (nicht jeder ist gleich asozial und arbeitsscheu) und in unseren Breitengraden passiert es nun einmal nicht so häufig, dass man als Künstler, Sänger, Schauspieler eine Chance hätte.

Auch traurige Gründe führen zu Obdachlosigkeit (Trauma, wie der Verlust eines geliebten Menschen)…

… Wenn nach etlichen Versuchen sich noch immer keine Chance auf Obdach oder Arbeit einstellt, man stigmatisiert und in eine Ecke gestellt wird. Ist es dann so schwer zu verstehen, dass diese Menschen zur Flasche greifen ?

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