Make Love, Not Scars

Während hierzulande das größte Problem der Feministinnen ist, nicht überall Fotos ihrer Menstruation zeigen zu können, kämpfen Inderinnen gegen ein tatsächliches Problem:

Der YouTube Kanal: „Beauty Tips by Reshma”, zeigt eine junge Frau, die offenbar ganz normale Schminktipps zeigen möchte. Doch kaum ist sie mit Auftragen Fertig erklärt sie, wie viel das Make-Up Produkt kostet und fügt noch hinzu:

„…weißt du, dass du konzentrierte Säure schon für 30 indische Rupien bekommst?“

https://www.youtube.com/results?q=beauty+tips+by+reshma

Reshma wurde Opfer weil sie Bildung wollte. Die häufigsten Motive für diese Taten sind: Streitigkeiten, Geld und Eigentum. Genauer: Eifersucht, Bestrafung der Frau wegen zu geringer Mitgift, Bestrafung nach sexueller Zurückweisung und Streitigkeiten innerhalb der Familie.

Über 80% der Opfer sind Frauen:

Die 12-jährige Dolly, wurde von ihrem 25-jährigen Nachbarn mit Säure übergossen, nachdem ihr dieser sexuelle Avancen machte und Dolly’s Mutter ihn zur Rede stellte.
Wobei neben die Hälfte ihres Gesichtes, auch die Nasenschleimhäute zerstört wurden, nur mühsam kann sie atmen. Oft wacht sie auf und glaubt, dass sie ersticken müsse…

Gitta’s Ehemann, kam betrunken nach Hause, er war wütend weil Gitta ihm keinen Sohn geschenkt hatte und übergoss so seine schlafende Frau und ihre beiden Töchter. Eine Tochter starb dabei, die andere ist erblindet. Nach 2 Monaten war der Ehemann wieder aus dem Gefängnis draußen.

Nach einem Streit mit der Nachbarin, heuerte diese 2 Männer an um Sonia (Kosmetikerin) mit Säure zu übergießen.

Rupa’s Geschichte, ist die des indischen Aschenputtels – ohne Happy End:
mit 15 Jahren wurde sie von ihrer Stiefmutter, in der Nacht, mit Säure überschüttet. Die Stiefmutter hasste Rupa, schlug sie und lies sie alle Hausarbeiten verrichten. Als Rupa’s Onkel die 15-jährige verheiraten wollte, damit sie dieser Qual entkommt. Hatte die Stiefmutter Angst ihre kostenfreie Arbeitskraft zu verlieren und wollte auch keine Mitgift zahlen …

Während Rupa‘s Stiefmutter bereits nach 1 Jahr wieder frei herumspazierte, musste sie selbst noch mehr als 1 Jahr im Krankenhaus verbringen und 12 Operationen über sich ergehen lassen.

Die klare Message hinter der Organisation „Stop Acid Attacks“: „Säure ist zu leicht zugänglich. Die Täter haben keine wirklichen Strafen zu erwarten …“

Da sich die betroffenen oft zurückziehen und aufgrund der Lebensumstände keine Anzeige möglich ist, gibt es eine große Dunkelziffer. Eine Selbsthilfegruppe der Säureopfer geht von 100 bis 500 Fällen jährlich aus …

… die Strafenlosigkeit wird in der Zusammenfassung deutlich:

3x vorsetzliche schwere Körperverletzung mit 1x Todesfolge = 2 Monate Gefängnis (Täter Mann)
1x vorsetzliche schwere Körperverltzung = 1 Jahr Gefängnis (Täter Frau)

Nicht nur in Indien auch in Pakistan, werden Säureangriffe aus denselben Motiven verübt. Da die Tochter als Ehre der Familie gilt bzw. das schwächste Glied darstellt, ist sie ein beliebtes Ziel. Aber auch Männer und kleine Kinder werden immer wieder zu Opfern nach Streitigkeiten …

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