Umweltschutz und Fair Trade, nur etwas für Reiche?

Förderung hin oder her, möchte man sein Warmwasser oder gar Strom für sein Zuhause selber produzieren betragen die Kosten von € 500,- (Warmwasser) bis € 12.000,- (Strom). Allerdings sind in diesen Preisen, noch nicht die Kosten für Akkus mitgerechnet. Ist die Dachfläche (Schrägdach) ungünstig, steigen diese Kosten nochmals, im Schnitt dauert es 8 Jahre bis sich eine derartige Anlage dann auch amortisiert hat.

Wie kann es anders sein, die liebe EU hat sich jetzt natürlich auch noch was überlegt, damit uns der eigene Öko-Strom gleich nochmals vermiest wird, Sonnensteuer. Ja, wir sollen eine EEG Abgabe für den von uns selbst produzierten und benützten Strom bezahlen …

Woran es liegt? Na ja, zuerst will die liebe EU umweltbewusster werden, Leute leisten sich Solar- und Photovoltaik-Anlagen und dann kommt man drauf, das der Staatskasse weniger im Börserl bleibt. Auch die Stromproduzenten beschwerten sich und so wird wieder gegengesteuert, sch… auf die Umwelt, Hauptsache der Rubel rollt.

Die andere Folge, die (ohnehin geringe) Anfrage nach Solar- und Photovoltaikanlagen fiel wieder in den Keller….

Die Unternehmerin Ulrike S.-S., schrieb einen offenen Brief an 3 Schauspielerinnen die nun für Zalando werben. Es wäre verwerflich, Zalando gefährde Arbeitsplätze, zahle keine Steuern. Und ganz nebenbei könnten sie doch nicht die heimische Modewelt als Altmodisch hinstellen.

Nun ja, mit Verlaub, viele Teile der heimischen Hersteller sind nun mal nicht hübsch, dass muss ich jetzt mal so böse sagen. Obwohl ich selbst noch nie bei Zalando bestellt habe.
Offen gestanden interessiere ich mich für Bio-Kleidung, nur ab € 100,- aufwärts für eine Jeans, € 80,- aufwärts für „seltsame“ Kleidchen und € 50,- aufwärts für teilweise (für mich) altmodische Shirts?

Wie z.B. in diesem heimischen Bio-Kleidungsstore, sind dann schon happig:
http://www.greenground.at/marken.html

Auf der anderen Seite, haben wir Billig-Kleidung, modisch und hübsch „mit Blut“ produziert in China oder Osteuropa. Mode reist um die ganze Welt, manchmal dauert es von der Skizze bis in den Laden ein ganzes Jahr. Der Rauhlederschuh kostet , dem zum Trotz, dennoch nur € 30,-.

Abgesehen von den Dumping-Löhnen und Arbeitsbedingungen der chinesischen Arbeiter, muss man dazu noch in Kauf nehmen das, der billige Lederschuh, der billige Handschuh oder die billige Lederjacke dafür aus Hund oder Katze gefertigt ist, deren Haltungsbedingungen bestialisch sind. Angorapulli’s aus Kaninchen die bei lebendigen Leib (blutig) gerupft werden, nur damit der schöne Angorapulli auch ja nicht mehr als € 20,- kostet.

Doch nicht nur, dass die neue Lederware eventuell von unserem Haustier daheim stammt, kommt weiters hinzu, der Zusatz von Chemie zum Bleichen etc., so manches Packerl riecht wie eine ganze Chemiefabrik, es ist fraglich wie schnell sich diese Zusätze in der Waschmaschine rauswaschen lassen und wie sehr sie dann nicht wieder die Umwelt belasten und so mancher reagiert dann auch Körperlich mit Atemnot oder Juckreiz darauf …

Wer hat hier nun die Verantwortung? Alle, Politik, Produzent und Einkäufer. Aber ist es einer Firma zu verdenken, dass sie ihre Produktions- und Lohnkosten senken muss, um zu überleben? Ist es einem arbeitenden Menschen zu verdenken das er Anstatt € 100,- für eine Fair-Trade-Okö Jeans, lieber ein gesamtes Outfit kauft?

Auch ein Bewusstsein dafür, dass man selbst nicht unter Wert bezahlt werden möchte, bringt sich nichts, wenn nach dem Kleidungskauf (z.B. mit Kindern, die jährlich ein neues Ensemble benötigen, wegen Wachstum), kein Essen mehr am Tisch steht …

Ja, man kann ein wenig für Bio-Mode wegsparen (mach ich auch), aber wenn es hart auf hart kommt (Hausbrand z.B.), dann bleibt einem normalen Menschen wohl nicht viel übrig, als sich wieder Billigst einzukleiden …

Irgendwie scheint Umweltschutz und Fair Trade eben doch nur was für Reiche zu sein …

3 Kommentare

  1. […] Offen gestanden würde ich es begrüßen, wenn es mit den IPS-Zellen möglich wäre, das schwer kranke Kind oder Mensch, davor zu bewahren, weit vor seiner Zeit zu gehen. Aber eine Welt „voller“ Unsterblicher möchte ich nicht mehr erleben, meiner Meinung nach wäre eine solche Welt „wiedermal“ nur etwas für Reiche. (wie Fair Trade und Umweltschutz: https://criticalpixie.wordpress.com/2015/09/10/umweltschutz-und-fair-trade-nur-etwas-fuer-reiche/) […]

    Gefällt mir

  2. Nur etwas für Reiche? Naja, beim Öko-Strom vielleicht. Aber Kleidung? Ich gebe zu, Fair Trade ist da meistens eher teuer. Aber was ist mit Secondhand? Man muss ja nichts nehmen, wo die Marke draufsteht, dann macht man nicht mal Werbung. Natürlich tut man ein gutes Werk, wenn man Fair Trade Fashion kauft und wohl ein schlechtes, wenn man konventionelle Billigklamotten kauft, aber Secondhand kann man da doch in der positiveren Mitte einordnen. Man untertützt die „Bösen“ nicht und recyclet gleichzeitig noch. Natürlich geht das alles nicht, wenn man immer den neuesten Modetrends hinterherrennt, aber das Opfer muss man halt bringen, finde ich.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s