Future Zone – Roboter als „Lebenspartner“

Das Bedürfnis nach Zweisamkeit und körperlicher Nähe, verspürt wohl fast jeder Mensch. Für so manchen fällt die Partnersuche jedoch nicht (nie) positiv aus. Vor allem wenn sie optischen Ansprüchen nicht gerecht werden, oder eine Behinderung haben.

So mancher sucht ein Freudenhaus auf, in etlichen Reportagen und Interviews erzählen die dort arbeiteten Frauen, dass ihre Stammkundschaft aber gar nicht wegen „dem einem“ kommt. Die Männer erzählen den Frauen, von ihrem Tag oder ihrer Woche, besprechen Alltagssituationen, oft kommt es bei diesen „Treffen“ gar nicht „dazu“.

Als Weiterentwicklung der Gummipuppe, kam es zu „Real Dolls“, seinen „Partner“ kann man sich zusammenstellen, Körpergröße, Augenfarbe, Haarfarbe und Länge, etc …
Viele der Real Doll „Besitzer“, zeigen in Reportagen, dass sie zu diesen Puppen eine „echte Beziehung“ aufbauen oder zumindest spielen. Sie bürsten ihrer Puppe die Haare, Reinigen ihre Zähne, machen ihr die Nägel, ziehen sie Hübsch an und decken sogar den Tisch für ihre Puppe mit.

So mancher nimmt sie auch auf Ausflüge in die Natur, den Besuch bei Eltern und Freunden oder die Urlaubsreise mit …
Manche haben gleich mehrere Real Dolls und leben mit diesen „in quasi“ „Polygamen“ Verhältnissen, selbst mit Eifersucht unterhalb der Real Dolls.

„Natürlich“ gibt es auch die, wo man in der Reportage sieht, das die Real Doll „ungepflegt“ den ganzen Tag nur im Slip auf der Couch oder dem Bett sitzt …

Wie dem auch sei, nun kommt eine Neuerung, der Puppe wird Leben eingehaucht. „True Companion“ arbeitet seit gut 10 Jahren an einem „Sex-Roboter“, um € 7.000.- kann man sich seinen „Partner“ vorbestellen, die ersten Auslieferungen werden noch in diesem Jahr erfolgen.

Auch hier ist das Aussehen wieder individuell gestaltbar. Künstliche Intelligenz kommt hinzu, was das genau bedeutet finde ich leider nicht so recht heraus, da sich alle an dem „Liebesdienst“ des Roboters aufhängen …

Eine ganze Kampagne gibt es nun gegen diese Roboter, sie degradieren Frauen und lt. Kathleen Richardson – Robtoerethikern (?) Kinder zu Sexobjekten, gefährden menschliche Beziehungen …

Es zähle nur der Wunsch des Käufers, eine Subjektivität erhielte der Sexualpartner nicht und natürlich wird angeschnitten, dass es auch männliche „Liebesroboter“ gibt, aber das Produkt sei hauptsächlich auf den Mann zugeschnitten (wie verwerflich, wie kann man ein Produkt nur für Kundenbedürfnisse eines bestimmten Geschlechts herstellen …)

Einen etwaigen positiven Effekt und der Vorbeugung von Nötigung und Prostitution wollen die Gegner nicht akzeptieren.
Prostitution folge der Wahrnehmung das Frauen und Kinder minderwertig seien und daher als Sexobjekte dienen sollen.

Dass die Roboter nebenbei auch noch aus Virenresistenten Material bestehen und so die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten gegenwirken könnten, wollen die Gegner ebenfalls nicht hören/wissen …

Es ist ein zweischneidiges Schwert, wie so vieles wenn es um Menschen geht. Es ist Fakt das es etliche Frauen in die Prostitution gezwungen werden (das dies abscheulich, grausam und unmenschlich ist, darüber braucht man nicht zu diskutieren), ebenso ist es aber auch Fakt, dass etliche Frauen, dieser Art der Arbeit freiwillig nachgehen.

Inwieweit Liebesdienste eines Roboters der erzwungenen Prostitution entgegenwirken könnten, kann ich nicht beantworten, dass kann niemand. Jedoch denke ich, dass dies durchaus ein Interessanter Ansatz ist, der erzwungenen Prostitution entgegenzuwirken.

Wir benützen tagtäglich unzählige Maschinen (eigentlich Roboter), die uns das Leben leichter machen uns unterstützen und uns arbeiten abnehmen. Ist dies für uns nicht verwerflich weil sie nicht menschlich aussehen?

Ich frage mich, vor was die Gegner wirklich Angst haben, zumal ich an dem Vorgestellten „Sex-Roboter“ namens „Roxxxy“ keine Kindlichkeit im Aussehen feststellen kann … auch keine wirkliche Menschlichkeit …

Wie die Käufer, dann mit ihrem Roboter zusammenleben werden, kann keiner Voraussagen und ich persönlich finde, dass dies auch niemanden etwas angeht.
Klar wäre es auch für mich seltsam, wenn im Kaffee neben mir ein Mann mit seiner Roboterfrau sitzt, aber ich finde vieles an anderen Menschen seltsam, ohne dass sie ihren Roboterpartner dabei haben.

So wie einige Menschen sich diesen Roboter zulegen werden, werden dennoch genug in einer normalen Partnerschaft leben.

Inwieweit ein solcher Roboter z.B. bei Schicksalsschlägen unterstützen kann oder einen tatsächlichen Partner ersetzen kann, bleibt für mich ohnehin fraglich, künstliche Intelligenz hin oder her.

Sexuelle Herabsetzung aufgrund von Klischees gab es schon immer und wird es auch immer wieder geben, man braucht sich nur mal Aufmerksam Kommentare in Online-Medien durchzulesen, egal um welches Thema es geht, irgendwas sexistisches findet immer Platz … Das wir ein solcher Roboter weder ändern noch signifikant verschlimmern …

In meiner Existenz als Mensch oder geliebte und respektierte Person in meiner Partnerschaft fühle ich mich jedenfalls, von diesen Robotern nicht bedroht …

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