Der Traum von selbstfahrenden Fahrzeugen

In Deutschland hat Daimler, letztes Wochenende, den ersten selbstfahrenden LKW auf die Straße geschickt. Am Steuer saß Daimler Manager Wolfgang Bernhard, noch muss der Fahrer seine Hände am Steuer haben … „Der Highway Pilot bringt mehr Sicherheit, weil er immer zu hundert Prozent da ist, er wird nie abgelenkt, er wird nie müde, er lässt in der Konzentration nicht nach – das heißt: mehr Sicherheit.“

Vielleicht sollten wir nun kurz mit dem Mythos „Superman-Autopilot“ aufräumen? Der Autopilot im Flieger z.B. ist kein Alleskönner. Er kann nicht starten, aber teilweise hält er dann den Flieger in der Luft, aber dazu hat er weitere Gehilfen wie z.B. einen Schubregler. Weiterhin müssen die Piloten kontrollieren, ob die Route korrekt abgeflogen wird und der Autopilot Änderungen der Route richtig übernimmt. Geht es dann um die Landung wird es wieder kniffliger. Grundsätzlich kann er landen der Autopilot, aber der dahinterliegende Aufwand für Cockpit und Bodenpersonal ist sehr hoch.
Mit Regen, Schnee oder starken Wind ist der Autopilot wieder überfordert, da muss der erfahrene Pilot eingreifen … Computerchips können eben doch nicht alles und das obwohl bereits vor 35 Jahren von Pilotlosen Flügen geträumt wurde …
Quelle mit vielen weiteren Artikeln: Fragen aus dem Cockpit

Zurück zu den Fahrzeugen am Boden. Vorsprung durch Technik (Audi). Freude am Fahren (BMW). Das Beste oder nichts (Mercedes). Trucks you can Trust (Mercedes). Halten dann doch nicht immer ganz was sie versprechen. Audi hat gern mal Probleme mit dem Zündschloss, obwohl der Fehler dann auch noch bekannt ist beim A4 Bj. 2008 (entweder er lässt sich nicht mehr starten oder im schlimmeren Fall nicht mehr „abschalten“), darf man dann tief ins Börserl greifen um den Schaden zu beheben. Mit Luftmassenmesser (ein Problem das den gesamten Porsche Konzern, seit Jahren, betrifft), Zylinderkopfdichtungen, Probleme mit der Diebstahlsicherung (elektronischen Wegfahrsperre) nach ca. 6 Jahren und den fast unzumutbaren 2,5 TDi V6 Motor fang ich jetzt gar nicht an …

Ha, BMW hält seinen Slogan doch, immerhin kann man mit dem Schlüssel seines BMW, auch den Nachbar BMW aufschließen und losfahren … Freude am Fahren also …

Aber jetzt mein „Wunder-Punkt“ mit Mercedes kenn ich mich dann nicht mehr so aus, bzw. befasse ich mich nicht damit. Ich weiß nur das man bei älteren Automatik-Modellen nie so ganz sicher sein kann, dass wenn der Hebel auf D (Drive= nach vorne fahren) steht, der Merc auch wirklich nach vorne fährt … Manchmal fährt er dann nämlich gern nach hinten los, wenn man an der Ampel angehalten hat … Und das E-Gas spinnt gern in älteren Sportwagen …

Apropos E-Gas, wer erinnert sich noch an die durchgeknallten Toyota? Deren E-Gas gerne hängen blieb (also der Sensor) und die dann mit vollem Karacho irgendwo reingerast sind?

„Egal“, etwas verzettle ich mich gerade. Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass wir supertolle Fahrzeuge verkauft bekommen, die dann wenn sie in die Jahre kommen gar nicht mehr so toll sind, vor allem, was die kleinen Helferleins betrifft.

Einige Jahre hatte ich das „Vergnügen“, aus beruflichen Gründen, immer mal wieder Testfahrzeuge zu fahren. Die Bilanz, Müdigkeitserkennungen die mich (und meine Kollegen) dauernd mit der Pausenempfehlung anpiepsten wenn wir hellwach waren. Waren wir aber wirklich müde stumm blieben. Spurhalteassistenten die Gegensteuern wenn man Überholen möchte, obwohl z.B. der Blinker gesetzt ist. Brems- bzw. Abstandsassistenten die Bremsen obwohl weit und breit nichts ist (gern tun sie das übrigens in der Nacht oder bei unbeleuchteten Tunneleinfahrten). Einparkassistenten die an andere Fahrzeuge anfuhren. Reifendruckmesser die Probleme anzeigten wo sie nicht waren (Gerne bei kalten Temperaturen). Hilfssysteme die Eingreifen obwohl ausgeschalten (was ziemlich doof ist, wenn man so fährt als würde ein Rutscher beim BMW nicht geregelt werden und dann wird er‘s mitten in der Kurve doch…) usw. usf.

Die Autos von mir und meinem Partner sind schon etwas in die Jahre gekommen, seine Diebstahlwarnanlage hupt gern mal einfach so unmotiviert drauf los (wenn man mit dem Fahrzeugschlüssel aufsperrt) und meine Parkdistance piept gern mal wegen Luft. Beide kennen wir auch das Diskutieren mit der elektronischen Wegfahrsperre, obwohl man „natürlich“ denselben Fahrzeugschlüssel wie jeden Tag benützt, keine Ahnung was da immer über Nacht passiert, dass das Fahrzeug plötzlich seinen Schlüssel nicht mehr erkennt …

Meine Erfahrung ist einfach die, dass Assistenzsysteme vielleicht am Anfang ganz gut funktionieren, aber nach den ersten stärkeren Temperaturschwankungen oder 5 Jahren, dann doch gern ins Spinnen anfangen.

Der Traum der Firmen geht sicher dahin, sich Geld zu sparen, mit Autopilot Trucks z.B., die Frage ist nur, wenn es bei Flugzeugen schon seit 35 Jahren ein Traum ist, wie lang wird er es noch auf der Straße bleiben?

Haftungsfragen bei einem Unfall sind derzeit noch eine komplette Grauzone. Zulieferer? Autohersteller? Zulassungsbesitzer? Die Erhebung kann dann schon mal lang dauern (Bei Toyota E-Gas seinerzeit, obwohl in Amerika, immerhin ganze 2 Jahre …)

Und was für einen Sinn hat es überhaupt den Lastwagenfahrer abschaffen zu wollen? Mehr arbeitslose? Eine weitere „ausgerottete“ Berufsgruppe?

Was für einen Sinn hat ein autonomer Lastwagen überhaupt, angesichts von Fahrverboten für LKW über einige Tages- und Nachtstunden?

Wie wird ein autonomer LKW mit Überholverboten umgehen? Manche werden ja dann doch erst kurzfristig und vorübergehend für Strecken bestimmt ebenso Fahrverbote…

Also mir persönlich gefällt die Idee von autonomen Fahrzeugen recht wenig, ist der Sensor am A.sch ist man selbst am A.sch … Obwohl es gibt ja dann doch recht viele die einfach nicht Autofahren können, ihr Gehirn beim Einsteigen in das Fahrzeug mal kurzzeitig komplett abgeben …. Hmmm….???? Nein mir gefällt die Idee trotzdem nicht

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