Wenn ich bzw. die Freundin bzw. das Frauerl „krank“ ist

Irgendwie ist ja gar nichts einfach … aber irgendwie dann doch … oder auch nicht … Ansichtssache.

Die ganze Woche rotzten und husteten meine Kollegen um mich rum, eine Kollegin blieb auch nur zwei Tage daheim und als sie wieder da war, war schnell klar, gesund ist sie noch nicht.

Für mich normalerweise kein Problem, laufen mit den Hunden bei Wind und Wetter härtet schon recht gut ab, gegen alles was da an Viren und Bakterien angreifen möchte …

Doch dieses Wochenende war mit meiner Abwehr Schluss und natürlich zu einem überaus ungünstigen Zeitpunkt. Freitagnachmittags „verlies“ mich mein Liebster um mit einem Freund eine Literatur Veranstaltung vorzubereiten. Samstagnacht sollte er wieder kommen, bzw. eventuell würde ich am Samstag nachkommen.
Das letzte Mal das er etwas von mir hörte bzw. las war Freitag gegen 20 Uhr, was hier noch nicht Schlimm ist, da er es bereits gewohnt ist, dass ich unter der Woche um diese Zeit vorm Flimmerkasten einschlafe … Und ich bin mit einem „Steinschlaf“ gesegnet, wahrlich die Welt könnte untergehen, ich würde nicht aufwachen …

Bin ich nun krank oder habe ein schlimmeres Aua, zieht sich dieser gesegnete Steinschlaf durchaus über einen ganzen Tag hin … für mich ein Segen, für meinen Freund und unsere Hunde ein wenig Höllenqualen … Besonders gestern.

Gegen 9 Uhr morgens schlug ich die Augen auf, bemerkte das ich über Nacht ziemlich geschwitzt hatte, nach einer Katzenwäsche, beschloss ich mich wieder auf die Couch zu legen. Natürlich meldete ich mich nicht bei meinem Liebsten, was insofern nicht nett ist, da er mir eine „Gute Nacht-SMS“ hinterlassen hatte … Zudem war ich mir doch sicher gegen Mittags wieder aufzuwachen, solange könne er doch noch warten, dann kann ich ihm auch was schönes schreiben und kein „Kopfweh-Schlafdämmer-Gebrabbel“ …

Wie in meinem Beitragsbild, schwebte ich auf einer griechisch angehauchten Parkbank durch das Traumland … Als ich das nächste Mal erwachte war es bereits 17:30, ich bin Nass geschwitzt, die Literatur-Veranstaltung würde in ca. 1 Stunde beginnen. Mein Kopf dröhnte, langsam bewegte ich mich von der Couch in die Küche in der mein Handy lag … 5 Anrufe in Abwesenheit und 3 SMS …

10:30, keine Nachricht, vermutlich schläft sie noch, ich werde noch etwas warten …
13:00, noch immer keine Nachricht, ist sie laufen? Hat sie Probleme mit ihrem niedrigen Blutdruck? Ist sie einkaufen?
14:00 Oh Mann, was ist mit der? Jetzt reicht’s ich schick ihr mal ein: Alles ok?
15:30 Das gibt’s ja nicht noch immer keine Reaktion, ist sie sauer? Ist das so ein „Strafweiberding“??? Ich ruf sie an … Nichts …
16:00 Vielleicht Netzprobleme? Ich ruf sie vom Handy meines Freundes an … Nichts …
16:30 4 vergebliche Anrufe, klar denken fällt mir schwer, ist sie die Treppen runtergefallen? Ist was beim Laufen passiert? Denn selbst wenn sie sauer wäre, spätestens auf ein: Alles ok? Schreibt sie zurück … Beklommen gehe ich zu meinem Auto …

Mit wahnsinnig schlechtem Gewissen aber ohne klaren Gedanken schreibe ich ihm eine holprige SMS: Gerade munter geworden, fühl mich nicht gut, aber alles ok …

17:30 mein Telefon meldet sich, ENDLICH, sie schreibt. Sie lebt, hat nur geschlafen. Die Sorge lässt nach. Oh Mann hätte sie nicht eine Stunde früher aufwachen können? Ich antworte: Bin gleich da

Husten beutelt mich, die Nase rinnt, eine SMS hab ich jetzt geschickt, den Wassernapf der Hunde kontrollieren, Katzenwäsche und wieder ab unter die Decke, mir ist so kalt … Kurz bevor ich wieder einschlafe springen die Hunde auf, ich höre die Gartentüre. Dann betritt mein Freund mit sorgenvoller Miene unser Domizil…

Nur mit Protest seinerseits bekomme ich ihn dazu, wieder zu der Veranstaltung zu Fahren. Er will jetzt dableiben, ich erkläre ihm dass es keinen Sinn hat, da ich sowieso gleich wieder schlafen werde … Er fährt wieder und verspricht alsbald wieder zu kommen.

Tatsächlich hielt mich mein unsagbar schlechtes Gewissen dann doch etwas wach … Wann ich wieder einschlief? Das nächste was ich weiß ist, das ich kurz nach Hundefütterungszeit aufwachte. Aber nicht weil mich die zwei geweckt hätten … Ja und so sind auch die Mädels furchtbar arm, wenn ich krank bin. Am Freitag habe ich sie in weißer Voraussicht noch gefüttert und das Wasser nachgefüllt gegen 19:30. Da lies ich sie auch nochmal raus, aufs Klo.

Auch um neun, am nächsten Morgen,als ich aufwachte füllte ich ihr Wasser nochmal nach … Aber wecken würden sie mich nie, dass weiß ich aus der Zeit als wir drei Mädels noch alleine waren (und ich sie nicht fütterte, weil ich verschlief und sie auch nicht mehr am Klo waren)

… Und so waren sie dann auch gestern 15 ½ Stunden nicht am Klo … Ich wollte sie nachdem füttern wieder rauslassen, schlief aber davor schon wieder ein … Erst als „Meiniger“ wieder zu Hause war, kamen sie endlich aufs Klo … Und er musste bis halb 3 „kämpfen“ mich wach zu bekommen, damit ich von der Couch ins Bett wandere …

Heute schlief ich wieder bis halb zehn, jetzt können wir darüber lachen, dass ich eigentlich irgendwas zwischen 30 und 36 Stunden durchgeschlafen habe … Mit den Hunden waren wir nun auch über 1 Stunde draußen …

Ja, mein Schlaf ist für mich ein Segen, aber für alle anderen die Hölle … aber wieder Segen für mich, ein Segen das meine Hunde derart empathisch sind, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse komplett unterdrücken, wenn es mir nicht gut geht und nicht einmal in die Wohnung machen, man stelle sich vor man selber dürfe 15 ½ Stunden nicht aufs Klo … Jetzt muss ich ihnen nur noch beibringen, dass sie an solchen Tagen das Telefon abheben und Herrl Bescheid geben können, dass Frauerl noch lebt aber schläft …

Wenigstens konnte „Meiniger“ gestern den ersten Preis mit seinem Beitrag ergattern … den gibt’s dann morgen zum lesen … Und sobald werde ich ihm sicher keine Vorwürfe mehr machen, wenn er sich mal ein paar Stunden nicht meldet … Hmmm .. na ja … abwarten …

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