(Manchmal) ist das Leben das was passiert, während man andere Pläne dafür hat …

… Grundsätzlich bin ich spontan, vermutlich auch deshalb weil mich das Leben gelehrt hat, dass John Lennon’s Zitat leider öfter zutrifft als einem selbst lieb ist. Zur langersehnten „Girlsnight“ ist der Hund verletzt oder man selber krank … Hach ich brauch jetzt nichts aufzuzählen, denn für diesen Fall gibt es ja ein weiteres Zitat: Irgendwas ist einfach immer …

… verlief der Anfang des letzten Wochenendes, ob meiner „Krankheit“ und der Abwesenheit meines Partners (Freitag und Samstag) schon nicht sonderlich gut … Wollten es die Zufälle, oder eben das Leben auch, dass wir im ganzen letzten Monat nicht so recht Zeit für uns hatten … Lange Dienste, Stress, Fußballturniere, Schulungen, elterliche Besuche und natürlich die Hunde, die sich am Wochenende immer eine extra Portion Aufmerksamkeit verdient haben … und diese auch ohne Wenn und Aber einfordern …

Doch gab es die ganze Zeit einen Lichtstreif am Horizont, mein Partner hat eine Arbeitsurlaubswoche und auch wenn er während seinem Urlaub einiges zu tun hat, heißt es doch … das er im Gegensatz dazu wenn er „wirklich“ arbeiten ist…. Zuhause ist wenn ich von der Arbeit komme.

Ungeduldig wie ich sein kann, freue ich mich schon die ganze Zeit wahnsinnig auf diese Woche und ob des schlechten Wochenendes, denn eigentlich hätten wir ja zumindest einen Teil vom Samstag gemeinsam verbracht, wäre mir mein „Kranktag“ nicht dazwischen gekommen, hatte ich natürlich gleich für Montag geplant früher heim zu gehen und einen „Extremkuschelabend“ nachzuholen …

So beeilte ich mich in der Früh, denn Montags ist leider immer viel zu tun um … Gott lob die Gleitzeit … gegen 17 Uhr den Heimweg anzutreten. Da auf meinem Arbeitsweg kein Stau ist, wäre ich auch um 17:30 bei meinen Lieben zu Hause gewesen …. Genug Zeit also um eben auch den Hunden ihre Portion Aufmerksamkeit vom Frauerl zu schenken, bevor ich mich ungestört der menschlichen Beziehung widmen kann ….

Gegen Mittag flogen auch kurz die „Liebes-SMS“ hin und her. Endlich war es 16 Uhr nur noch eine Stunde, eine kleine Stunde …

… Ha ha, dachte sich wohl das Schicksal und so wurde um 16:30 eine ungeplante Besprechung einberufen, was generell nie etwas Gutes bedeutet. Ungeplante Besprechungen dauern immer ewig, weil irgendwas passiert ist, auf das man reagieren muss. Und an einem Montag gilt generell nix Gutes hoch 2 …

So zog sich die Besprechung auch noch bis 18 Uhr, was für mich aber noch immer nicht das Arbeitsende bedeutete, einige Dokumente musste ich noch adaptieren und versenden, damit sie morgen früh jeder am Tisch hat …. 18:30, fertig angezogen zieh ich mein Handy aus der Tasche: Mach mich am Heimweg – bis gleich … Lösche das Bürolicht und gehe zu meinem Auto…

Der Regen hat seit Mittag noch etwas zugelegt, ich lasse mich schnell hinters Lenkrad plumpsen. Den Schlüssel ins Zündschloss … und … ? …. Ja was, keine Ahnung …. Kein Klicken, kein Startversuch nichts … Vorwurfsvoll blicke ich gegen Himmel … Die Ursache ist schnell gefunden, mit meinem Kopf in den Wolken hatte ich, nach dem morgendlichen Einparkvorgang, den Blinkerhebel oben gelassen, wodurch mein rechtes Begrenzungslicht gute 11 Stunden leuchtete …

Im strömenden Regen husche ich zur Rückseite des Gebäudes, gibt’s ja nicht alle Kollegen schon weg … Am Nachbargrundstück (auch eine Firma) ist noch Licht, der einzige der noch da ist, ist ein LKW Fahrer, der kein privates Auto da hat …

… Der ÖAMTC (das österreichische Pendant des ADAC) will mir nicht helfen, weil ich zwar Mitglied bin aber meine Clubkarte nicht finden kann … Es ist mir zu mühsam, mit der netten Dame drüber zu diskutieren, dass sie meine Mitgliedschaft ja wohl auch mit Vor- Nachnamen und Geburtsdatum finden wird und so lege ich auf, bevor ich unhöflich werde …

Meine letzte Rettung? Natürlich mein Partner, der 35 Minuten nach meinem Anruf mit seinem Auto und Starterkabeln parat stand …. Nein so hab ich mir das nicht vorgestellt, denke ich bei mir als er mich zur Begrüßung küsst …

Daheim bemerke ich erst, das Schicksal ist heut richtig gemein. Einerseits überrascht mich mein Partner mit einem Pyjama, denn ich mir gewunschen hab (na ja, eigentlich wollt ich ihm ja seinen klauen …) Und andererseits, hatte er ähnliche Gedanken und Pläne wie ich und da er „sein Mädel“ kennt, wollte er mich mit einem leckeren Abendessen überraschen … Welches, wäre dies alles nicht passiert, fertig gewesen wenn ich heimgekommen wäre … Sollte ich nun nämlich noch erwähnen, dass ich in meiner gesamten Autofahrkarriere noch nie vergessen habe ein Licht abzuschalten? Warum ausgerechnet heute?

Aber nun lachen wir über das Schicksal … kaum aus meinen durchnässten Klamotten geschält, huschte ich in den neuen warmen gemütlichen Pyjama … 30 Minuten später gab es Abendessen… und jetzt? Jetzt wird trotzdem gekuschelt! Das einzige Manko, mich nerven meine Haare, welche sich, dank des feuchten Wetters und der Regendusche dafür entschieden sich zu „Löckchen“ einzudrehen, ich hasse das … Aber er … mein Partner … findets super …

… Nun denke ich, morgen, ja morgen geh ich früher …

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