Ein wahres „Nipplegate“-Wirr Warr #FreetheNipple vs #FreeallBodies

Während Mann seinen Oberkörper, samt Nippel in sozialen Netzwerken zeigen darf. Ist dies für Frau noch (?) verpönt, es sei denn sie zeigt ihre Brust nach einer Mastektomie (Brustamputation) oder beim Stillen ihres Kindes.

Offen muss ich gestehen, dass ich mich mit der daraus resultierenden #FreetheNipple-Bewegung, welche eine Menge prominente Unterstützer (wie Cara Delevigne oder Miley Cyrus, warum wundere ich mich bei der zweiten Dame nicht ?…), nicht identifizieren kann aber akzeptiere … Vielleicht sitze ich ja noch in der Steinzeit … zumindest fühle ich mich nicht eingeschränkt und würde aber auch meine blanke Brust nur ungern öffentlich zeigen …

Courtney Demone, ein 24-jähriges Transgender Model, bringt die Diskussion mit dem Hashtag #FreeallBodies in eine neue Richtung. Für sie resultiert diese Doppelmoral in der Diskriminierung von Trangsgender-Menschen.

Wer habe das Recht zu Entscheiden welches Geschlecht sie habe? Noch werden Bilder, welche ihren nackten Oberkörper zeigen, nicht zensiert. Obwohl sie offen ihre Geschlechtsumwandlung via Instagram dokumentiert. Mit dem weiteren Hashtag #DoIHaveBoobsNow? Fragt sie quasi mehrmals wöchentlich nach ob sie den Betreibern nun weiblich genug ist um zensiert zu werden …

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Sie rechnet damit, dass die Zensierung ihrer Bilder um Tag 200 ihrer Hormontherapie starten wird. Zu bedenken gibt sie: „Ich möchte mit meinen Bildern zeigen, dass meine Geschlechtsumwandlung nicht nur medizinische und persönliche Aspekte mit sich bringt, sondern vor allem auch einen Verlust von Privilegien.“

Warum auch immer, verstehe ich mit dieser Aussage eine #FreetheNipple-Bewegung etwas leichter, identifizieren kann ich mich aber noch immer nicht damit … ich hab in der Öffentlichkeit in diesem Bereich trotzdem gerne weiterhin Stoff und keinen Wunsch danach diese Körperstelle blank zur Schau zu stellen ….

… In jedem Fall gefällt es mir aber ein Stück weit, dass Menschen sich Gedanken machen und durchaus zum Denken anregen … Womit auch die eigene Sichtweise wieder verändert werden kann …

Ein Kommentar

  1. Mal abgesehen, das der Aspekt hier durchaus interessant aufgezeigt wird, halte ich diese #freethenipple-Thema für eine rein amerikanisches, das im Facebook-Umfeld beheimatet ist. Ich denke, hier wird ein Stellvertreterkrieg durchgeführt, weil der Zwiespalt zwischen einer florierenden Pornoindustrie, und einem sehr christlich geprägten Weltbild im Alltag einfach auf Dauer schwer zu leben ist. Einen Anlass für einen hiesigen Protest sehe ich eher nicht. Daher wundert mich auch der Einsatz von Miley und Cara nicht. Im Gegenteil, an Stelle von Miley Cyrus ist der Einsatz vielleicht sogar gerechtfertigt, weil sie a.) sich abgrenzt von dem ehemaligen sauberen Image, b.) sich im Gespräch hält (Madonna hat Lady Gaga und Miley und alle möglichen anderen Frauen geholfen die Medien als Instrument zu betrachten, das man einfach spielen können muss) und c.) gleichzeitig die Schizophrenie aufzeigt, die Inkonsequenz in diesem Bereich, fördert.

    Insofern,und weil Miley dafür aller Mist entgegen schlägt, der einem nur entgegen schlagen kann, wenn man Grenzen auslotet, frage ich mich nur, wie lange man sowas eigentlich aushält.

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