Pakt der Wölfe, wenn Bestien und Werwölfe realer sind als uns lieb ist – Part I

Im Film Pakt der Wölfe, sucht eine unheimliche Bestie ein französisches Dorf heim. Frauen und Kinder werden von ihr getötet. Der schuldige ist schnell gefunden, es muss ein (Wer)Wolf sein …

Da sich der Film stark an den wahren Begebenheiten orientiert kennen nun viele die Geschehnisse rund um die Bestie von Gevaudan … doch woher sie nun wirklich kam und die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt … Fakt ist, eine Bestie gab es, sie forderte über 100 Opfer …

Ab 1764 gibt es die ersten Berichte über ein Tier das in Gevaudan vorerst nur Vieh angriff. Noch im selben Jahr, am 30. Juni wurde die 14-jährige Jeanne Boulet, in der Nachbargemeinde offenbar das erste menschliche Opfer der Bestie. Grausam entstellt wurde ihr lebloser Körper gefunden …

Das Morden hielt an, weitere Frauen und Kinder wurden tot aufgefunden, oftmals mit herausgerissenen Organen oder abgerissenen Köpfen. Mehrmals schien die Bestie zu wandern, die Schauplätze ihrer Taten verlagerten sich nach Langogne nicht unweit Gevaudans. Die Opfer blieben ausschließlich Frauen und Kinder, wobei die Bestie auch nicht davor zurückschreckte 3 Menschen auf einmal anzugreifen, so tötete die Bestie im September 1764 ein 36-jährige Frau, sowie deren halbwüchsigen Sohn und die kleine Tochter …

Schnell hatte die Kirche, genauer der Bischof von Mende, eine Erklärung für die Verängstigten Menschen parat. Der Zorn Gottes war über sie gekommen, um die Bürger für ihre Sünden zu bestrafen … So zitierte er: „Den Zahn der Raubtiere lasse ich auf sie los“ …

Da der Hugenottenkrieg im vollen Gang war, hatte die Französische Krone alle Waffen einziehen lassen. Den Bauern blieben nur Taschenmesser auf Stöcken befestigt um sich, gegen einen möglichen Angriff der Bestie, erwehren zu können.

Nachdem auch der Königshof von der Bestie erfahren hatte, wurden Jäger gesandt um die Bestie zu erlegen … Natürlich passte ihm das gut in den Kram, hatten sich die Hugenotten in bergiges Gelände zurückgezogen, so konnte man nun die Jesuiten in den Dörfern „unauffällig“ unterstützen …

Ungünstig war, dass die Bestie oftmals über einen beachtlich langen Zeitraum untätig blieb, was auch dazu führte, dass immer wieder verdächtige Personen die inhaftiert waren beschuldigt wurden Werwölfe oder gar „Herrscher“ über die Bestie zu sein …

Bei einer Treibjagd im Februar 1765 waren über 20.000 Personen beteiligt, unzählige Wölfe mussten ihr Leben lassen. Die Bestie mordete anderorts während dieses Zeitraums weiter. Giftköder ließ die Bestie ebenfalls links liegen, jedoch starben so einige Hirtenhunde was zur weiteren Verzweiflung der Dorfbewohner führte … Weitere Mythen entstanden, so wollten einige Jäger die gewaltige Bestie zu Gesicht bekommen haben, überaus große Sprünge würde sie vollführen und jedes Mal schüttelte sie ihre Verfolger in sumpfigen Gebieten ab … Ein Kopfgeld auf die Bestie folgte

Im September 1765 wurde ein überaus großer, stattlicher Wolf erlegt, man wartete einige Zeit ab. Die Bestie mordete nicht und so präsentierte man, der Öffentlichkeit, dieses Tier als Übeltäter … Das Kopfgeld wurde ausbezahlt …

Zweit Monate später, im Dezember 1765 wurden erneut zwei Kinder Opfer der Bestie, da das Kopfgeld ausbezahlt war und die Jäger nicht mehr vor Ort waren, leugnete man die Vorfälle. Dies führte auch dazu, dass die weiteren Geschehnisse um die Bestie nicht mehr ordnungsgemäß dokumentiert wurden …

Erzählungen über weitere Morde führten dazu, dass Unruhen bei den Dorfbewohnern an der Tagesordnung standen, so veranstalteten die Marquis (=Landbesitzer) regelmäßig weitere Treibjagden mit ihren Bauern und der restlichen Bevölkerung … Erst im Juni 1767 erlegte Jean Chastel ein riesiges Tier, eine Woche später soll ein weibliches Tier, derselben Art, ebenfalls getötet worden sein.

Es folgte ein Bericht an den Königshof:

„Monsieur le Marquis ließ uns dieses Tier vorführen. Es schien ein Wolf zu sein, doch ein sehr außergewöhnlicher und sehr verschieden von den anderen Wölfen dieser Gegend. Das haben uns mehr als 300 Personen aus der Umgegend bezeugt. Einige Jäger und viele Fachleute haben ausgesagt, dass dieses Tier nur durch den Schwanz und das Hinterteil dem Wolf ähnelt. Sein Kopf ist ungeheuerlich. Sein Hals ist bedeckt von einem sehr dichten Fell von einem rötlichen Grau, durchzogen von einigen schwarzen Streifen; es hat auf der Brust einen großen weißen Fleck in Form eines Herzens. Die Pfoten sind bestückt mit vier Krallen, die viel mächtiger sind als die anderer Wölfe; besonders die Vorderbeine sind sehr dick und haben die Farbe des Rehbocks, eine Farbe, die Fachleute noch nie bei einem Wolf sehen konnten.“

26 Personen die einen Angriff der Bestie überlebt hatten, bezeugten das es sich bei dem erlegten Tier tatsächlich um die Bestie handelte … Welches Tier die Bestie nun wahr steht bis heute nicht fest …

Der Kadaver war bei Begutachtung zu weit verwest um ihn zu präparieren, die Beschreibung lässt vermuten das es sich um eine Tüpfelhyäne handelt … zu dieser passt allerdings das beschriebene Gebiss nicht … Stutzig macht ebenfalls der Umstand das die Bestie durchaus Intelligenz zeigte, so schluckte sie keine vergifteten Köder und schien Jägern durchaus gezielt aus dem Weg zu gehen, aber von Jean Chastel von vorne erlegt werden konnte (Todesschuss durch die Brust). Was heutige Biologen und Kryptozoologen vermuten lässt, dass die Tiere Jean Chastel tatsächlich gekannt hatten und ihm vertrauten …

Ähnliche Berichte gibt es übrigens aus Amerika während der Kolonialzeit, da ich aber den Artikel nicht mehr finden kann, schweige ich hierzu weitgehend. Ich erinnere mich nur noch, dass verschreckte Siedler von einer Bestie berichteten, welche um ihre Blockhäuser schlich und auch in der Nacht in die Fenster lugte, Tote bzw. Opfer gab es soweit ich weiß keine … Was mich allerdings daran erinnerte: Im Skiurlaub, in Kitzbühel, schlief ich im unteren Stockwerk einer Einsiedelei (am Berg, im näheren Umkreis kein Nachbar) wo in der Nacht ein Wildschwein an der Hausmauer „kratzte“, mich weckte und durchs Fenster rein sah, der Schreck war groß und im ersten Moment glaubte ich damals auch, jetzt kommt mich der (Wer)Wolf holen. Zumal das Wildschwein vom Mond beschienen war und sich auch von der schneebedeckten Landschaft deutlich abhob… Ja, ich hab geschrien wie am Spieß … und der Betreiber der Einsiedelei, der mir zur Hilfe eilte, hat mich herzhaft ausgelacht, dass Wildschwein kam wohl öfter um nach Fressbaren im Abfall zu suchen …

Aber auch von anderen Orten gibt es Sichtungen von „Werwölfen“ … eine gar nicht so weit weg von uns: dazu morgen mehr …

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