Paranormal Activity, wenn Geister keine Ruhe finden

Was wäre eine Halloween Serie ohne Geister? Deshalb geht es heute um „Paranormal Activity“, auch wenn in der Filmreihe eigentlich ein Dämon an den Vorkommnissen Schuld trägt:

Regisseur Oren Peli, wurde durch seltsame Vorkommnisse, in seinen eigenen 4 Wänden auf die Idee zu Paranormal Activity gebracht. Besonders die Schutzlosigkeit beim Schlafen hatte es ihm angetan:
„Wenn etwas in deinem Zuhause herumschleicht, dann gibt es nicht viel, was man tun kann.“, ein Zitat von ihm.

Spuk- und Gruselorte gibt es überall, auch in der näheren Umgebung. Allerdings leidet dann oft die Bevölkerung, der betreffenden Dörfer an einer Geisterjägerinvasion, weshalb ich mich für eine wahre Geschichte aus Übersee und eine persönliche entscheide.

In der Karibik, zwischen Venezuela und Trinidad/Tobago, liegt eine hufeisenförmige Insel „Chacachacare“. Die Geschichte der Insel beginnt noch friedlich. Spanier, welche die umliegenden Karibikinseln erobert hatten, nutzten die Insel zum Anbau von Baumwolle und Zimtäpfeln …

Kurz darauf brach Lepra, eine Krankheit, wobei durch Entzündungen verschiedene Körperteile absterben können. Aussätzige, meist vielen ein Begriff, waren Leprakranke … Isolation, war die Antwort auf die Frage, wie man die Ausbreitung verhindern könnte. Unterkünfte wurden gebaut, Krankenhaus, Kapelle und sogar ein eigenes Kraftwerk. Die Leprakranken auf die Insel verschifft …

1984 wurde die isolierte Leprakolonie aufgegeben, die Insel dem Verfall überlassen. Tagebucheinträge des Krankenhauses enden Abrupt, ohne Verweis auf ein Verlassen der Insel, durch Angestellte oder Kranke … Heute ist sie beliebtes Ausflugsziel. Klar eine „mystische“ Karibikinsel, auch ich würde das Flair vor Ort spüren wollen, gebe ich zu.

Doch über Nacht bleibt kaum jemand, in Reiseportalen finden sich unzählige Einträge wie dieser:
„Man hört komische Geräusche in der Nacht, die man dort in der Fauna nicht erwarten würde. Einer meiner Gruppenmitglieder hat sogar behauptet, Schritte gehört zu haben, als alle geschlafen haben.“ ….: „Du kannst die starke Präsenz fühlen, wenn du dort bist.“

Aber auch eine Nonne, welche Selbstmord beging soll durch die alten Gebäude mit einer Laterne wandern … Ein Bootsführer einer Nachbarinsel (auf der Insel selbst lebt niemand), will auch schon eine Gestalt gesehen haben. Als er sich näherte war sie plötzlich weg …

Es gibt eine Wissenschaft, keine Paranormale, die sich mit solchen Phänomenen auf anderem Zugangsweg befasst. Tatsächlich soll es möglich sein das sich einerseits bestimmte Gesteine mit Energien aufladen und diese wieder an ihre Umgebung zurückgeben … So würde aus negativer Energie Spuk werden … Relativ jung ist die Forschung bezüglich vererbter Gedanken, nach heutigen Wissenstand können unerklärliche Phobien, von Menschen, durchaus auf Vererbung zurückgeführt werden … Dann gibt es noch die These der „Neutrinos“, elektrische Elementarteilchen die einfach überall sind, im All, auf der Erde und auf uns. Sie bewegen sich, es wäre möglich, dass auch sie Energien aufnehmen und „herumtransportieren“ …

Persönlich kann ich nur von einer „Spukbegebenheit“ berichten, welche zwar sehr gut zu „Paranormal Activity „ passt aber ziemlich unspektakulär endete …

Ich hatte das Vergnügen, ca. ein dreiviertel Jahr in einem sehr alten und großem Gebäude (eine alte umgebaute Mühle) zur Untermiete zu wohnen … Wie es dazu kam? Die Miete war billig, weil der Hausherr nur jemanden brauchte der da war, wenn er auf Dienstreisen war und ich hatte zu dem Zeitpunkt noch zu wenig Geld, um mir was Ordentliches zu leisten …

Wie erwähnt war das Gebäude, sehr alt, die erste Erwähnung die ich finden kann ist aus 1835 und mehrfach umgebaut worden, so befand sich der Großteil des unteren Stockwerkes eigentlich im „Rohbau“ als ich in selbigen einzog. Natürlich war meine Wohnung „fertig“, das Bad war … etwas rustikal …

Es gab 2 große Scheunen und ein „Nebenhaus“ mit 60m², in welchem offenbar mal Bedienstete der Mühle wohnten … Mit einem von außen zu begehenden Dachboden … darüber …

In jedem Fall, wurde es dort sehr bald unheimlich … Mein Vermieter und ich parkten beide „neben“ meiner Wohnung. Das heißt auf einen Blick konnte ich aus dem „Vorzimmerfenster“ sehen ob er da war oder nicht. Oftmals war ein Klopfen oder etwas wie Schritte zu vernehmen wenn er NICHT da war … Umgekehrt dasselbe, zweimal rief er mich an, was ich denn da unten treiben würde … NICHTS, ich war ja nicht da …

Meine Hunde knurren, verständlicherweise, nach einem Umzug immer ein paar Tage, bis sie sich an Nachbarn und nächtliches Viehzeug gewöhnt haben … Dort hörte das Knurren nie auf, wirklich nie … Im jetzigen Haus, das wir seit etwas mehr als 3 Jahren bewohnen, kann ich ihr knurren an einer Hand abzählen …

Als wir „entrümpelten“, denn dies wahr auch Teil der billigen Miete, mithilfe bei Arbeiten am „Gelände“, schließlich hätte ich auch was davon … Bekamen wir beide diese Dachbodentüre nicht auf, dass war im Sommer … Im Winter stand diese verdammte Türe sperrangelweit offen … keine Spuren im Schnee …

Offen gestanden wurde es mir irgendwann zu bunt, teilweise glaubte ich; vielleicht veräppelt mich der Vermieter und sobald das Gehalt stimmte, zog ich in mein jetziges Domizil …

Doch kurz nach meinem Auszug war der absolut unspektakuläre Grund gefunden … Wie erwähnt war es ein altes Gebäude, mit Umbauten. Das Haus selbst und die Steinmauer die es umgibt bestehen einfach aus verdammt alten Ziegeln … Auch die Scheune und besagtes Nebengebäude sind einfach Steinalt gewesen … Von der Elektrik ganz zu schweigen …

1 Woche nach meinem Auszug rutschte ein guter Teil, des „Innenhofes“ des Gebäudes ab. Mühle, natürlich war ein Bach davor … (Ja, aus irgendeinem Grund gab es zwei „Vorbauten“ im Erdgeschoß, worauf sich riesige Terrassen/Balkone im Obergeschoß befinden, aber dazwischen ist so was wie ein Innenhof/Minigarten)

1 ½ Wochen nach meinem Auszug kam der Dachboden des Nebengebäudes runter. Gebrannt hat es dann auch noch gut 2 Wochen nach meinem Auszug, wegen der Elektrik …

Will sagen, Bausubstanz gibt nicht von heute auf morgen nach, dass ist ein stetiger, um nicht zu sagen täglicher Prozess. All die seltsamen Geräusche sind sicher einerseits einfach Ratten, Mäuse und/oder Marder, sowie dem Verfall des Gebäudes zuzuschreiben … Ebenso das knurren meiner Hunde, ziemlich sicher haben sie minimale Erschütterungen und Geräusche der nachgebenden Bausubstanz mitbekommen und diese „gemeldet“ … Oder vielleicht meldeten sie doch etwas anderes? 🙂

… Mitgezogen ist jedenfalls … offenbar … vermutlich …  nichts …?

Ein Kommentar

  1. […] Vor einigen Jahren, als ich und die hündischen Damen des Hauses zur Untermiete lebten, erfuhren wir selbst eine Art Spuk, welcher uns, oder doch nur mich, während ich unwissend war natürlich etwas verrückt machte. Tatsächlich glaubte ich allerdings weniger an Geister, oder Dämonen, sondern daran, dass mich mein Untervermieter gewaltig veräppelte. Erst kurz nach unserem Auszug sollten sich die völlig unspektakulären und gar nicht überirdischen Auslöser dafür finden … genaueres erwähnte ich hier. […]

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