Aufstehen für 2 …

Herzlich lachte ich über die Kurzgeschichte meines „Galans“ „Freitag 13. September 2014“, beschreibt der pessimistische Part, unser „Aufstehritual“ doch relativ genau … Nun ja … bis auf das, dass ich schon „ewig“ nicht mehr frei hatte … und selbst wenn ich frei habe … Nein, dazu etwas später mehr.

Gestern hatte er „Männerabend“, was ja legitim ist. Meist schlummere ich schon friedlich wenn er zuhause eintrifft. Zumal ich mich meist (zurecht) mit den Worten: bis Morgen, von ihm verabschiede.

Nachdem ich, vom freudigen Hundegejaule geweckt werde, wenn er heim kommt, sitzen wir dann nicht noch selten zwischen einer halben Stunde und einer Stunde herum und schwatzen, wobei er mir die meiste Zeit irgendwas erzählt oder erklärt, wovon ich die Hälfte nicht versteh.
Was aber auch daran liegt, dass er mit seinen Kumpels beginnt und mitten drin plötzlich über die Arbeit spricht. Gestern z.B. erklärte er mir fünf Minuten lang, unter Zuhilfenahme des Nudelholzes, wie nasses Holz aussieht … Wer hier mitliest, weiß das wir einerseits in einem Holzhaus wohnen und andererseits derzeit ein undichtes (nasses) Dach im Zubau haben, also weiß ich wie nasses Holz aussieht :)… Ganz verdutzt hat er mich angesehen, als ich ihn über diesen Umstand aufklärte und gelächelt hat er, als er selber draufkam was er da gerade machte 🙂

… Interessanterweise war er gestern sogar vor Mitternacht daheim. Was nichts daran ändert, dass der nächste Morgen, Freitag, wie folgt aussieht …

Gemein muss ich beginnen, wenn mein „Galan“ ein wenig getrunken hat, neigt er dazu nicht ganz so geräuschlos zu schlafen wie sonst … Außerdem ist er dann superkuschlig, was heißt die Geräuschkulisse halt direkt in meinem Ohr wieder. Dies bedeutet wiederrum ich wache auf, versuche es solange es geht zu ignorieren, aber im Endeffekt wecke ich ihn doch … Was immer im lustigen Entschuldigungsmurmeln seinerseits endet …

Nicht selten schnarchen dann die Hunde in ihrem Bett, vor unserem Bett im Duett, nicht nett … Also räuspere ich mich so, dass die Hunde aufwachen, was nicht selten meinen „Galan“ wieder aufweckt …

Das zieht sich dann meist die ganze Nacht so hin, einige Male musste ich kurzfristig runter auf die Couch ziehen. Heute sah ich um 1:32, 2:57 und 3:55 auf die Uhr um 5 läutet der Wecker – JUHU … Da fällt mir auf, ha, der Beweis ist da, ich bin ja doch nett – ich ziehe auf die Couch, wenn er mich nicht schlafen lässt ..

Um 5:25 stand ich dann auf. Er bleibt meist noch liegen, offen gestanden bezweifle ich, dass er den Wecker überhaupt hört, aber dazu auch gleich mehr …

So hocke ich bei meinem Kaffee bis 6 Uhr in der Küche, dann dackel ich, nett wie ich bin im 15 Minuten tackt nach oben um ihn zu wecken. Normalerweise muss er gegen 6:45 aus dem Haus … Heute war ich zweimal oben und die zweite Begrüßung von ihm, machte es mir schwer nicht lauthals loszulachen: „Ich bin schon fertig mit zählen, ich steh gleich auf …“ Was offen gestanden, im Gegensatz zu sonst echt nett von ihm ist … Denn jetzt, ja jetzt sind wir bei später …

Oft trägt es sich nämlich eher so zu: Auf leisen Sohlen husche ich nach oben, und streichel ihm den Arm oder den Rücken. Er erschreckt sich schaut auf die Uhr und dann kommt „Sch…“ oder „F…“, schöne Begrüßung am Morgen, oder? Schläft er dann nochmals ein wiederholt sich das ein zweites oder auch drittes Mal … Manchmal hört er mich beim dritten Mal , hochkommen und dann kommt ein halbgepfauchtes „Ich steh eh schon auf, bleib unten …“ Okay … Aber ich nehm es ihm nicht übel, drum wartet meist der fertige Kaffe unten auf ihn … Was übrigens auch oft bedeutet, dass ich aufstehe auch wenn ich frei habe … Ich liege nämlich, wirklich zwischen ihm und dem Wecker und nachdem er nicht mal seinen Handywecker ausschaltet ist meist nicht dran zu denken, dass er den großen Wecker ausschaltet … Was bedeutet ich bleib zwar auch länger liegen und weck ihn immer wieder im Bett, döse selber wieder ein, um dann mit einem „Sch..“ oder „F…“ endgültig mit ihm wach zu werden … Dann mach ich ihm meist aber auch seinen Kaffee ….

Das haben mir nämlich seine Arbeitskollegen erzählt, wenn mein „Galan“ in der Früh keinen Kaffee bekommt ist er grantig … Hach Liebe, als die Kaffeemaschine eines Morgens entkalkt und keinen Kaffee machen wollte und weit und breit kein Ersatz war. War er nicht grantig, zumindest hätt ichs nicht gemerkt …

Trotzdem kaufte ich ihm, eine Kaffeetasse, in Ermahnung an mich selbst „Vor dem ersten Kaffe, Klappe halten“ … Es ist ein Coffee-to-go Becher, dann kann er, falls er verschläft, seinen Kaffee auf dem Weg in die Arbeit trinken, was vielleicht auch seine Kollegen schont …

Und nun sind wir beim zweiten Teil, ich brauch meine halbe Stunde Stille bis ich wach bin, aber wenn ich wach bin, dann bin ichs richtig … Bis er aufsteht bin ich richtig wach … Aber ich time das meistens so, dass ich hinter verschlossener Badezimmertür Zähneputzen bin, dann hat er wenigstens 5 Minuten Ruhe … Die heute damit endeten, dass ich aus irgendeinem Grund den Refrain von „Mädchen“ (Lucy Lectric) trällerte als ich aus dem Bad kam … Mein „Galan“ schaute zwar komisch, lachte aber dann … Und eines ist noch besonders witzig an ihm, gerade muss er noch Munter werden … In der nächsten Sekunde packt in das Philosophische und dann stellt er echt Gehirnzellen anregende Fragen, was dann nicht selten mich ob der Uhrzeit und dem Gedanken an die Arbeit überfordert … Meist geh ich dann schnell ..

Übrigens dies soll nicht bedeuten, dass dies immer so ist und der Kaffee nie auf mich wartet, denn manchmal hüpft er durchaus überraschend frisch aus dem Bett und ist unten bevor ich überhaupt weiß, wer oder wo ich bin …

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