Essena O’Neil , Social Media nur Scheinwelt. Und wie sieht’s mit dem realen Leben aus?

Die Australierin Essena O’Neil, war bekannt für ihre fröhlichen und sexy Fotos auf Instagram. Man sah sie im sexy Kleid oder im Bikini. Unzählige Likes und positive Kommentare sammelte sie dafür, doch dies ändert sich nun alles. Essena hat die Nase voll von dieser Scheinwelt …

Unzählige ihrer Fotos hat sie bereits gelöscht unter andere schreibt sie, die vermeintlich wahre Geschichte hinter den Fotos, über 100 Fotos würde sie knipsen um endlich „das perfekte Bild“ zu erhalten. Manche Bilder in Outfits hätte sie nur geknipst weil sie dafür bezahlt worden wäre… Natürlich hätte sie etliche Bilder mit verschiedenen Apps nachbearbeitet um einen flachen Bauch und/oder eine Thighgap zu haben… Auch hätte sie für ihren flachen Bauch auf den Bildern oftmals gehungert …

Wie sie zurückschlägt? Natürlich via Social Media …

Ehrlich gesagt muss ich gestehen verstehe ich den „Hype“ darüber nicht, es ist hinreichend bekannt, dass unzählige Mädchen falschen Idealen nachstreben … Leute gerne ihre Bilder bis zur Unkenntlichkeit nachbearbeiten … Ebenso sollte es bekannt sein, dass „das perfekte Bild“ selbst bei einem Profimodel nicht sofort da ist, auch eine Heidi Klum muss für das perfekte Cover-Bild unterschiedliche Posen einnehmen …

Und sowas ist kein Zuckerschlecken, darüber werden aufmerksame Jungmodels auch an verschiedenen Stellen informiert, grundsätzlich sollte jeder interessierte mittlerweile wissen, dass Models wegen Make-Up etc. vor Shows teilweise schon um fünf in der Früh anwesend sein müssen, ihre Anwesenheit aber auch auf späten After-Show Partys erwartet wird. Die Füße geschunden sind, weil es einfach nie Schuhe in der richtigen Größe gibt etc. etc… Nichts essen um nicht gebläht zu sein oder, wie so manches Victoria-Secret Model, Tage vor der Show kein Wasser mehr zu trinken, um nicht aufgeschwemmt zu sein …

So verhält es sich nunmal auch als „Internetmodel“. Anekdote: als Weihnachtsgeschenk für meinen „Galan“ fertigte ich, 2014, einen Kalender von mir an. Für 12 Monatsblätter brauchte ich 3 Monate. Für jedes Monatsmotiv 50 – 200 Bilder (gut auch alle mit Selbstauslöser geknipst, da braucht es nochmal etwas mehr…), dann noch einen passenden Hintergrund auswählen und mit dem Bild zusammenführen …

Vor den Bildern hieß es auch für mich, Laufen, Muskelübungen und nichts Essen um keinen Blähbauch zu haben …, erst nach meinem „Shooting“ hab ich mir dann den Wanst vollgehauen

Retuschiert habe ich mich nicht, mein „Galan“ weiß wie ich aussehe, dass hätte also keinen Sinn … und wenn nur einen negativen Effekt … Hätte ich es getan hätte es vermutlich nochmal länger gedauert … Ja gut ich gestehe, zu offensichtliche Hautunreinheiten fallen schon dem Retuschepinsel zum Opfer, sollen die Fotos ja eine Zeitlang überdauern … Aber etwas zu zaubern das nicht da ist (Thighgap oder ganze Proportionen umbasteln) wäre mir zu mühsam und aufwendig …

Generell arbeite ich privat viel mit Grafiken, entwerfe gerne mal Logos oder Flyer für Freunde und Bekannte, erstelle Storyboards für Videos und passe diese dann an die Musik an etc…

Das braucht alles seine Zeit und kann durchaus zusätzlichen Stress bedeuten, auch für einen hauptberuflichen Instagram-Star. Ich habe mich für diese „Hobbys“ entschieden, weil ich grundsätzlich immer Kreativ arbeiten wollte, sich beruflich in dieser Richtung jedoch nichts ergibt und es stark zu meinem Wohlbefinden beiträgt. Auch ohne Likes … von 5 Videos habe ich gerade mal eines für eine Bekannte online gestellt, ob da jetzt Likes drauf sind oder nicht sind mir ehrlich gesagt egal, ausgenommen das der einen bestimmten Bekannten … Meine Kalenderfotos wurden auch nicht auf Facebook gestellt, die muss keiner außer mein „Galan“ mögen … 3 habe ich für Beitragsfotos verwendet und diese Zwecks Anonymität etwas weicher gezeichnet oder auf andere Weise „unkenntlich“ gemacht … aber dies funktioniert im Programm auch auf einen Klick …

Jetzt hab ich mich mal wieder etwas verzettelt … Als ich die Geschichte von Essena O’Neil lass, kam mir sofort die Frage in den Sinn ob es sich im realen Leben nicht genauso verhalten würde … Beim ersten Kennenlernen, Jobsuche, gegenüber Nachbarn, etc. etc. … Mein wahres Gesicht, hinsichtlich Emotionen, Einstellung und was mich bewegt, kennen neben meinem „Galan“ und meiner Familie gerade noch 2 weitere Leute … Mein Traumberuf ist dies hier nicht, aber natürlich tat ich im Vorstellungsgespräch so … Versteht mich richtig, meine Arbeit ernährt mich, bringt die notwendigen Mittel zum (über)Leben, deshalb gebe ich auch 100%, weil ich ihn auch behalten möchte. Dennoch trage ich oft eine Maske im Büro … Was auch damit zu tun hat, dass man nicht immer jeden ins Gesicht sagen kann, dass er gerade „nervt“. Besonders wenn man mit demjenigen öfter zusammen arbeiten muss … Oft habe ich schon bemerkt, dass ich meine Kollegen nerve, weil ich aus welchem Grund auch immer, an manchen Tagen eine extrem lange Leitung habe, gesagt hatt es mir auch noch keiner …

Tarnen, Täuschen und abstempeln sind so oder so an der Tagesordnung, egal was man macht oder wie man sich präsentiert, ein Drittel wird es „lieben“, ein Drittel wird es „hassen“ und dem letzten Drittel ist es schlichtweg egal … Abschließend muss ich dennoch sagen, dass ich es gut finde, wenn ein „Internetmodel“, welches ein teilweise unrealistisches Schönheitsideal verkauft hat, damit aufräumt, vor allem zum Wohle junger Follower … „Böse“ muss ich nun auch „hetzen“, Essenas altes und neues Bild sind auch der Grund warum, außer Wimperntusche, sehr selten mehr Make-Up in mein Gesicht kommt, mein „Galan“ soll mich ja noch erkennen wenn er morgens neben mir aufwacht … Ja ok, ich bin Make-Up technisch sowieso nicht die hellste Leuchte …

… Aber vielleicht kommt dies von meinem Grundsatz in Sachen Kosmetika und Parfüm … Weniger ist hier definitiv mehr …

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