Das Resümee eines tragischen Wochenendes …

Mindestens zwei „Artikel“ hatte ich für das Wochenende 13.11 bis 15.11 geplant, aufgrund der Geschehnisse und der daraus resultierenden „Überforderung“, vielen diese aus … Kein klarer Gedanke ist für die näheren „Recherchen“ hierzu zu fassen, derzeit … Mein Kopf beschäftigt sich mit Paris und Sicherheit …

Immer mehr Informationen dringen zu uns, jeden Tag werden die „Überforderung“ und der „Schock“ in unser Gedächtnis zurückgerufen. Ich weiß gar nicht mehr so recht was ich, derzeit über all das, Denken soll.

Angefangen mit der vormittäglichen Bombendrohung gegen das Hotel der deutschen Nationalspieler in Paris, welche bereits am Freitag gegen 12 Uhr Berichterstattung in den heimischen Medien auslöste … Offenbar Fehlalarm (?), nachdem kein Sprengsatz oder verdächtiges gefunden wurde, derartige Drohungen gäbe es in Paris derzeit häufiger …

Heute zeitig morgens, konnte ich auf der Internetseite eines (eher angesehenen) Nachrichtenmediums noch lesen, dass einerseits der irakische Geheimdienst, einige Tage zuvor, von Anschlägen gewarnt hatte. Dieser Bericht scheint nun verschwunden. Auch andere Medien berichten über Warnungen, einmal soll der irakische Geheimdienst einen Tag vor dem Anschlag gewarnt haben, in einem anderen Medium hätte er Ende August ganz Europa gewarnt, wobei einmal von Metro (U-Bahn) Anschlägen und Anschlägen in Konzerthallen die Rede ist, welche ein IS-Kommandant selber ausgerufen haben soll …

Jedoch gibt es tatsächlich beunruhigendes, was mir wieder Fragen aufwirft. Die Deutsche Polizei nimmt einen vermeidlichen Verdächtigen fest. Dieser ist mit einem Fahrzeug unterwegs, in welchem sich acht Maschinengewehre, jeweils zwei Pistolen und Handgranaten sowie ein Revolver und weitere 200 Gramm Sprengstoff (!) befinden. Laut Navigationssystem, Mobiltelefondaten und einem Zettel in seinem Fahrzeug ist sein Ziel eine Adresse in Paris … Die deutschen Behörden informieren die Franzosen, diese scheinen unbeeindruckt … Fordern die deutschen Behörden auf ein Rechtshilfeansuchen zu stellen, sollte sie (Deutschland) weiterführende Informationen aus Frankreich brauchen …

Am 12. November erscheint eine Twitter Nachricht, zu sehen ist eine Explosion, darunter steht „Bald im Zentrum von Paris, so Gott will!“ … In wie weit dies wahr ist, bleibt fraglich. Mittlerweile konnte nachgewiesen werden, dass bereits gepostete Bilder von Auftritten der „Eagles of Death Metal“, nachträglich als angebliche Bilder kurz vor dem Anschlag in Paris ausgegeben wurden, so wie dieses, welches tatsächlich bei einem Auftritt in Dublin entstand …

Bildschirmfoto-2015-11-15-um-13_32_31

Für interessierte, die Seite Buzzfeed gab sich recht viel Mühe mit Recherchen zu tatsächlichen Ursprüngen von Nachrichten und Bildern, die angeblich mit dem Anschlag zu tun haben. Gefälschte Meldungen zu Anschlägen, finde ich, übrigens, genauso geschmacklos, wie Titelblätter mit Verstorbenen zu pflastern und Rettungseinsätze, welche durch „sensationsgeile“ Fotografen“ behindert werden …

Ich bleibe bei meinen Fragen von Samstag, inwieweit eine Überwachung von (unbescholtenen) Bürgern sinnvoll ist, bleibt für mich fraglich, denn auch jetzt wo bekannt wird das mindestens ein Attentäter bereits auf einer „Beobachtungsliste“ stand, wird gesagt man könne unmöglich alle Verdächtigen observieren … Wozu dann überhaupt eine generelle Überwachung?

An der Meldung der deutschen Behörden dürfte tatsächlich etwas dran sein, ich meine mich zu erinnern davon schon vor den Anschlägen etwas mitbekommen zu haben, aber vielleicht setzt mein Gehirn da Erinnerungen falsch zusammen … In jedem Fall schien die französische Regierung trotz Bombendrohungen nicht weiter daran interessiert zu sein …

Ob die Behörden schon jemals daran gedacht haben, dass solche scheinbar „scherzhaft“ ausgesprochene Drohungen dazu dienen könnten um zu sehen wie lange es braucht ein bestimmtes Gebäude zu evakuieren oder welche Hebel beim durchsickern einer solchen Information in Bewegung gesetzt werden?

In jedem Fall habe ich nun für mich beschlossen nicht in Furcht zu leben, die geplanten Veranstaltungen auf welche ich mich bereits im Jahr 2016 freue werde ich dennoch besuchen … Lange hadere ich bereits mit meinem Schlusssatz, er soll nicht respektslos oder verletzend sein, daher hoffe ich niemand zu Nahe zu treten, wenn ich meine Entscheidung, unter anderem, damit Begründe: „Lieber stehend sterben, als kniend Leben“ … Ich möchte diesen verblendeten Fanatikern nicht die Genugtuung geben, dass sie mir, mit ihrem Terror, tatsächlich die Lebensfreude nehmen …

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