Der verrückte „Onkel“ Charlie, Diagnose HIV

Ich muss gestehen sonderlicher Fan von Charlie Sheen war ich noch nie. „Hot Shots“ habe ich mich bis dato erfolgreich entzogen, obwohl die Entrüstung meines „Galans“, ob der Tatsache das ich besagten Film nicht kenne, mich vermuten lässt das sich dieser Umstand alsbald ändern wird …

„Good Advice“ fand ich ganz witzig, obwohl man in diesem Film sicher nicht mit überragender Leistung glänzen kann, welche ich ihm auf keinen Fall absprechen möchte … Einige Folgen von Two and a Half Man gefielen mir auch, wobei ich sicher nicht mal ein Viertel der produzierten Folgen sehen konnte …

Hier porträtierte er einen „Frauenheld“ der regelmäßig zu allen Tages- und Nachtzeiten Alkohol trinkt und auch dem Glücksspiel nicht abgeneigt ist … Wie man mit wachsendem Bekanntheitsgrad erfuhr, darf man durchaus behaupten das die fiktive Serienfigur „Onkel Charlie“, durchaus ein sanfteres Bild seiner selbst zeigt(e).

Alkohol, Drogen und den Diensten von Callgirls und Escortagenturen nicht abgeneigt, kam es zu einem eigenem Synonym welches den Lebenswandel eines Charlie Sheen beschreibt „sheening“, welches allerdings eher für Drogenmissbrauch und Totalabstürze verwendet wird.

Denn auch hiervon hatte er reichlich, 1990 schießt er seiner Verlobten, der Schauspielerin Kelly Preston in den Arm. 1996 prügelt er seine Freundin bewusstlos. 2006 kommt es zur Scheidung von Denise Richards, aufgrund seiner Drogenmissbräuche und Gewaltandrohungen. 2009 bedroht er seine neue Frau, mit der er Zwillinge hat mit einem Messer. 2010 randaliert er in einem Hotelzimmer und verletzt dabei eine „Schauspielerin für Erwachsenenfilme“ …

Nachdem er den Serienproduzenten, Chuck Lorre, beleidigte endete seine Tätigkeit für die Sitcom „Two and a Half Man“, damals angeblich auch aus gesundheitlichen Gründen …

Nun platzt die Bombe, seit geraumer Zeit wird gemunkelt ein Hollywood Star der bekannt für seinen Playboy-Lifestyle ist, wäre an HIV erkrankt. Mehr und mehr Gerüchte drangen an die Öffentlichkeit und für viele war nach wenigen Schlagworten klar, es könne sich nur um Charlie Sheen handeln …

Diverse seiner Gespielinnen seien bereits informiert, man rüste sich für eine erste Klagewelle. Für heute hat Charlie Sheen ein Interview angekündigt, welches so mancher mit Spannung erwartet …

Panik habe er, Charlie Sheen, er hätte nicht gewollt dass seine Krankheit Publik wird, er wolle für seine Leistungen, nicht für seine Krankheit bekannt sein. Zudem könne ein „Outing“ seiner Karriere schaden …

Der Krankheit hat er, angeblich mit einem Medikamentencocktail unter ärztlicher Aufsicht den Kampf angesagt. Seinen Kummer bekämpft er, angeblich, mit altbewährten Mitteln: Partys, Alkohol, Drogen und Sex, letzteres dann diesmal hoffentlich geschützt …

Denn auch andere Menschen in Hollywood bekommen nun Panik, obwohl Charlie Sheen von seiner Krankheit wusste, nutzte er diverse Dienste von Callgirls und Escortagenturen ungeschützt … Natürlich ist Charlie Sheen nicht der einzige Mann, der diesen Service, ungeschützt, in Anspruch nimmt … Etliche Menschen fragen sich nun, wer sich, eventuell, wann bei wem angesteckt haben könnte …

Das erste Interview, fand anscheinend schon im amerikanischen Morgenfernsehen statt. Wobei Charlie Sheen, seine HIV Infektion bestätigte … Seit 4 Jahren lebt er bereits mit der Infektion, er würde sich lediglich „outen“, da er seit Jahren von „Gespielinnen“ finanziell erpresst wird. Dies reiche ihm nun … Angesteckt habe er, trotz ungeschütztem Verkehr niemanden, weiters hätte er seine Sexualpartner über seine Infektion immer vorab informiert ..

Sheens Arzt, welcher ebenfalls beim Interview anwesend war sagt:
„Charlie hat das HI-Virus. Er nimmt seit der Diagnose Medikamente, die den Virus unterdrücken. Charlie hat kein AIDS!“

Nun die Frage, Medikamente? Ja, das ist möglich, es gibt Medikamente die unter anderem schwangere Frauen bekommen um die Infektion nicht an ihr ungeborenes Kind weiterzugeben … Eine Studie begleitete 1000 Paare, wobei ein Partner mit HIV infiziert war, das Ergebnis: die medikamentöse Behandlung birgt denselben Schutzfaktor wie ein Kondom, das Risiko den HIV-Virus weiterzugeben konnte um 96 Prozent gesenkt werden.

Zitat:“ Moderne antiretrovirale Medikamente reduzieren die Virus-Menge im Körper deshalb sehr stark – so stark, dass der Krankheitserreger auch in der Muttermilch, Blut und anderen kritischen Flüssigkeiten kaum noch vorhanden ist. Der positive Nebeneffekt: Das Risiko ist minimiert, dass die Betroffenen die Infektion über die Flüssigkeiten weitergeben.“

Quellen bezüglich der HIV Medikamente und Studien (auf Englisch):
http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/70904/1/WHO_HIV_2012.12_eng.pdf

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1105243

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