The Walking Dead, was wäre wenn …?

Ich gestehe, ich habe einen Hang zu schlechten Horrorfilmen, wenn es sich hierbei um „Übernatürliches“ dreht. Weil sie mich durchaus erheitern, aber bitte nicht falsch verstehen, Filme welche krankhafte Schlächter oder Sadisten behandeln, kann ich hingegen nichts abgewinnen …

So beinhaltet einer meiner „Lieblingsfilme“ zwei recht interessante, durchaus erheiternde Szenen, eine Gruppe Jugendlicher, wie könnte es anders sein, wollen ein langes Wochenende in der, abgeschiedenen, Villa eines Freundes verbringen … Ziemlich in der Anfangsszene stellen sie fest, dass keiner von ihnen Handyempfang hat, aufgrund eines Sturmes, wie könnte es auch anders sein …

… Jedenfalls startet ein böser Geist noch in derselben Nacht sein mörderisches Treiben, drei der Protagonisten, zwei Jungs ein Mädchen, verschanzen sich in einem Bad. Beraten was zu tun ist, sie entscheiden das einer hinaus muss um ein Handy zu holen, wobei der beste Satz des gesamten Filmes folgt. „Benutz deinen Verstand. Solange wir ein Handy haben sind wir in Sicherheit…“, wir erinnern uns, kein Empfang aufgrund eines Sturmes und neu wäre mir das Handys die ultimative Waffe gegen „Poltergeister“ sind … aber bitte … ich jedenfalls habe herzhaft gelacht …

Somit sollte es nicht weiter verwunderlich sein, dass ich ebenfalls Serien wie „The Walking Dead“ verfalle. Mein „Galan“ und ich schauen allerdings via AMC, meist am Mittwoch. Gebannt verfolge ich die Geschichte, der Gruppe überlebender um Sheriff Rick, nach jeder Folge und Staffel rattert mein Gehirn, versucht Handlungen der „Guten“ und „Bösen“ nachzuvollziehen …

Fast ungewollt versetzt man sich in die Handlung hinein, empfindet Verständnis für so manche schwere Handlung oder Entscheidung und lernt das die „Guten“ nicht immer nur gut sein können … Allerdings kann ich die Grundbösen kaum nachvollziehen, wie den Governor, welcher der „guten Gruppe“ von Anfang an das Leben schwermacht und „grundlos“ eine Zufluchtsstätte, ein Gefängnis, von vielen Menschen zerstört und sie somit den „Beißern“ ausliefert …. Aber auch sein eigenes „Dorf“, eine befestigte Stadt und die Bewohner darin, gefährdet und am Ende ebenfalls verliert …. Schlimmer noch veranstaltete er, zur Unterhaltung der Bewohner, „Gladiatorkämpfe“ zwischen Zombie und Mensch … Oder bestrafte Menschen gerne mit „Zombiefizierung“ …. Verstehe ich nicht

Ich möchte nicht Spoilern, aber auch die Kannibalen aus Terminus oder die bösen der Staffel sechs, kann ich nicht verstehen …

Menschen, welche scheinbar grundlos „Unschuldige“ angreifen und töten … Mein Denken wäre eher, in einer Zombie-Apokalypse sollten sich Menschen eher zusammenrotten, sich gegenseitig unterstützen, aus jedem Mitglied die beste Fähigkeit für die Gruppe zu nützen und so viele Zombies wie nur möglich „unschädlich“ zu machen …

Dennoch muss ich, ob der teilweise verstörenden Erlebnisse der Protagonisten auch ein „böse werden“ zugestehen. Man überlege was eine Apokalypse gefolgt davon, dass die eigene Frau das eigene Kind tötet, oder man gezwungen ist den Liebsten zu „erlösen“, mit dem menschlichen Verstand anstellt, schnell kann man daran zerbrechen … und eine böse Seite erwacht … davor ist auch der „gute“ Rick nach dem Tod seiner Frau nicht gefeit …

Allerdings scheint es so, dass einige Protagonisten durchaus von jeher „böse“ sind und ein Leben ohne Vorschriften und dem Gefühl dadurch andere unterjochen zu können genießen …. Eine Gruppierung von Leuten erscheint mir jedenfalls überaus sinnvoll, es kann abwechselnd Wache gehalten werden, unterschiedliche Aufgaben zeitgleich erledigt werden und natürlich bieten mehr Leute einen besseren Schutz, sollte man sich gegen Angreifer jeglicher Art verteidigen müssen ….

Jedenfalls kann ich mich von solchen Serien nicht berieseln lassen, es bringt mich dazu über mich und meine Lieben in einer solchen Situation nachzudenken … Ob ich mich mit meinem „Problem“ nicht so schnell Bekanntschaften zu schließen oder gar fremden Menschen zu vertrauen, überhaupt sobald einer Gruppe zugehören könnte … Ob ich damit leben könnte nicht zu wissen, wie es meiner Familie, die doch einige Kilometer von mir entfernt und einige über den Globus verstreut leben, ergangen ist … Zu was müsste ich Fähig sein? Wieviel würde mein Verstand ertragen?

Was ich jedoch sicher weiß, weil ich es schon einmal „Beweisen“ musste, die ersten die ich in einer Notsituation ins Auto schaffe, sind mein „Galan“ und meine Hunde …

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