Mit Jogginghose im Büro

Heute ist ein Fenstertag, oder Brückentag … Hach, einfach ein Tag an dem man sich ein langes Wochenende gönnt, weil der gestrige Tag Sonntag ohnehin Frei war und der morgige Tag, ein Dienstag gefeiert wird … Kurze Religionsstunde, wir feiern morgen nicht das Maria empfangen hat, Jesus, sondern wir feiern das Maria empfangen wurde … Aber um Religion geht es nicht …

Es geht um die Jogginghose, jene welche die mich heute ins Büro begleitet hat, an mir natürlich. Wie es dazu kommt ist simpel, ich habe mir den Nacken verrissen … schon wieder … Toll, als heute in der Früh der Wecker lospiepste, mich aus meinem wohligen Traum holte, damit mich kurz darauf ein unfassbarer Schmerz aufschreien lies …

„Was ist denn!“, hörte ich die Stimme meines „Galans“ hinter mir, verschlafen, vielleicht etwas heißer und besorgt … oder einfach verwirrt … „Ich hab mir den Nacken verrissen“, presste ich zwischen dem Schmerz heraus … Was Turnübungen meines „Galans“ nach sich zog, da er über mich drüber klettern musste um den Wecker auszuschalten. Überraschenderweise brachte er dies relativ flott hin, ohne mir dabei noch weitere Schmerzen zuzufügen … Ich meine mich zu erinnern, dass er nicht einmal an mir angekommen war …

Langsam rutschte ich aus dem Bett, es ist nicht das erste Mal das mein Nacken spinnt, mittlerweile weiß ich das ich mich am besten aus dem Bett auf die Knie rutschen lasse und dann aus dieser Position aufstehe … „Bleib liegen“, fauche ich als ich merke das mein „Galan“ mit aufstehen möchte … „Wieso?“ … stimmt, ja, wieso eigentlich? Vielleicht einfach weil ich eine Zicke bin wenn ich um fünf Uhr morgens derartige Schmerzen verspüre … Oder wenn man(n) beim Griff nach der Fernbedienung an meinen Haaren reist, wie mein „Galan“ gestern während meines Verdauungsschlafes …

Intelligent wie mein „Galan“ ist, wartete er bis ich im Bad verschwunden war, dann schlich er herunter und machte mir einen Kaffee … mit Tasse unter dem Auslas … Ziemlich schnell war klar, mein „Galan“, der heute selber arbeiten muss, würde mich ins Büro bringen. Nicht nur wegen der Schmerzen sondern auch der Nebenwirkung des Muskelentspannungsmittel, welches es mir gerade relativ schwer macht, so allein ich hier bin und so still es hier ist, die Augen offen zu halten …. Gähnen tut weh, na ja, zumindest ist es unangenehm … Mir graut gerade vor dem Moment, in dem ich eventuell niesen muss.

Da ich nicht genau weiß was der Auslöser ist, für mein erneutes Nackenproblem, schicke ich sicherheitshalber mehrere Flüche gegen Himmel. Verfluche den Idioten, welcher mir vor fünf Jahren, im Stau auf der Autobahn ziemlich ungebremst hinten in mein Auto fuhr und meine Anhängekupplung, welche einen Abbau der Aufprallenergie über die Karosserie nicht zuließ, weshalb ich selbige, mit einem derben Schlag meiner Kopfstütze, einstecken musste.

Etwas verfluche ich auch den gestrigen Kinobesuch, einerseits entsprach der Krampus nicht meinen Erwartungen, denn wie bei vielen Filmen in letzter Zeit, wurden sämtliche guten Szenen bereits im Trailer verheizt. Andererseits musste ich, ob der Lautstärke, den halben Film mit zugehaltenen Ohren sehen. Nein, ich fand die Ohrstöpsel nicht … Vielleicht war ja auch die dazu notwendige Haltung an der heutigen Misere schuld.

Wie dem auch sei, ziemlich schnell war klar, ja das Schmerzmittel wirkt, aber daran eine noch so lockere Jeans mit Knöpfen anzuziehen war nicht zu denken. Schließen und Öffnen von Knöpfen ist eine unlösbare Aufgabe. Nett wie mein „Galan“ ist bat er mir die Durchführung des Knopfschließens an, allerdings hätte dies bedeutet das ich im Büro irgendjemanden suchen muss, der die Durchführung des Öffnens oder Schließens, vor oder nach einem Toilettengang übernehmen würde … Keine gute Idee, von daher die Jogginghose.

Selbige sorgte beim Betreten des Gebäudes für einen verwirrten Blick, da natürlich ausgerechnet heute ein Kollege zeitgleich mit mir eintreffen muss, tatsächlich wurde die Jogginghose mehr angestarrt als mein „Galan“, der dem Gelände fremd ist, welchem sich aber auch die Putzfrau in ihrer üblichen netten Art präsentierte, auf ein deutliches und lautes „Guten Morgen“ von mir und meinem „Galan“ reagierte sie überhaupt nicht. Nicht einmal eines Blickes würdigte sie uns … Irgendwie, seltsam die Frau …

Meine Augen sind schwer, Safari steht auf der Jogginghose … Ich schließe die Augen; Zebras, Gnus, Löwen, Krokodile, Giraffen …. Mmmmh…  Huch, nein, nein, nein, wach bleiben …Nun werde ich versuchen die Stellung im Büro zu halten und meinen Kopf von einer träumerischen Safari fern zu halten … Schlafen werde ich heute übrigens, so oder so ,im sitzen

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