Das Kreuz mit dem Nacken

Unfassbar, er ist verrissen, schon wieder. Aber er ist dabei durchaus nett, der Nacken, diesmal quält er mich nicht links, wie fast auf den Tag genau vor einer Woche. Sondern rechts … Ausgleichende Gerechtigkeit quasi … auf selbige könnte ich aber gerne verzichten, diesmal.

Heute ereilte mich das Schicksal auch nicht, wie vor einer Woche im Schlaf, sondern beim Anziehen fürs Büro, oder mehr dem Ausziehen, was meinen „Galan“ anscheinend kurz „erheiterte“. Ganz kurz, denn der frontale Anblick wurde von einem Schrei begleitet sowie einem Fluch und der nachfolgenden bitte mir den Nacken einzuschmieren. Von Trauma Salbe halte ich mich nun fern, weshalb es Tiger-Balsam wurde, welcher offenbar nicht sonderlich hilft.

Von der Jogginghose, bleiben die Kollegen verschont, da es mir bereits am Montag und gestern nicht sonderlich gut ging, beschloss ich heute zu Hause zu bleiben. Mein erstes Fazit, offenbar sollte ich den Bürostuhl entwenden und nach Hause schleppen, in selbigen hatte ich es vorige Woche deutlich schwerer nicht einzuschlafen als heute zuhause, trotz dieses Muskelentspannungsmittels, welches eventuell auch nicht hilft? Abgesetzt habe ich es jedenfalls vorigen Sonntag. Jetzt ist keines mehr da, was mich daran erinnert wie ich überhaupt zu diesem Medikament kam …

Vor einigen Monaten kam es, dass meinen „Galan“ und mich die Lust Liebe überfiel, zu gerne gaben wir ihr nach und kurz bevor ein gewisser „wohliger Schauer“ meinen Körper durchströmen konnte … Zack, Schrei, Nacken verrissen.
Im hohen Bogen sprang mein „Galan“ von mir weg „Was hab ich getan!?“, blankes Entsetzen in seiner Stimme.

„Nichts, mein Nacken“, Stille.

„Und jetzt“, fragte er nach, ich bewegte mich nicht.

„Deckst Du mich zu“, gab ich zurück … „Zudecken?“

„Allein komm ich nicht hoch und mir wird kalt“

„Soll ich dich hochheben?“

„Wenn du an deinem Trommelfell hängst, lass es lieber“

Aber, tapfer hob er mich hoch, seinen Kopf so geneigt das sein Trommelfell unser Vorhaben tatsächlich überlebte … Seit besagtem Autounfall vor fünf Jahren, macht mein Nacken ständig Probleme, aber seit einiger Zeit wird es etwas schlimmer, trotz Therapie und Muskelübungen … Gedanklich trete ich dem anderen Autofahrer erneut in den Hintern, aber auch dem Arzt, welcher mir prophezeite dass ich Therapie hin und Therapie her, den Nacken immer spüren werde …. Erneut stelle ich fest, Alt darf man nicht werden … Den Schmerz spüre ich nämlich mittlerweile bis runter ins Schultergelenk … Kapuzenmuskel heißt der mich quälende Muskel offenbar.

Ein weiteres Fazit, obwohl die Therapie von der gegnerischen Versicherung bezahlt wurde, entschied ich mich gegen Schmerzensgeld … Alle meinten zu mir, ich sei dämlich, dass Geld stünde mir zu … Nun ja, wie mein Nacken beweist, vom Geld wird’s auch nicht besser …

Star Wars läuft morgen im Kino an …. Ob ich mich nun doch noch drücken kann???

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