Anekdoten: Die Zahnlücke, der gefrorene Fisch und Bananen Sekunden

Kürzlich schrieb ich darüber, warum es nicht um den gefrorenen Fisch und die Zahnlücke ginge, eigentlich nur, weil mir keine treffende Überschrift einfiel … Einige treue Leser dürfte ich mittlerweile haben, denn es folgte die Bitte die Geschichte der Zahnlücke und des Fisches zu erzählen. Was mich durchaus in die Bredouille bringt …

… Denn so spektakulär die Überschrift auch klang, so unspektakulär ist ihr Hintergrund, nun könnte ich mir eine Geschichte aus den Fingern saugen, wie jemand einen Zahn aufgrund eines gefrorenen Fisches opfern musste. Durchaus hätte dies Potential, aber ich bin nun einmal (noch?) nicht sehr gut darin, Geschichten zu erfinden … Also bleibe ich bei der Wahrheit. Den Versuch einer erfundenen Geschichte findet ihr ganz unten …

Ein vorweihnachtlicher Besuch, bei lieben Verwandten stand noch an, zumal uns die Verwandten über Weihnachten bis ins neue Jahr verlassen würden.

An erwähnt, überaus lustigen Samstag. Nachdem „wir“ mal wieder etwas zu spät waren, woran übrigens diesmal zwei übermutige Hunde Schuld tragen, behaupte ich nun mal, verteidigen können sie sich ja nicht, gab es reichlich zu essen.
Dann folgten Gespräche bei Kaffee und Weihnachtsplätzchen und wie viele andere auch, lachen wir einfach gern, weshalb es oft mehr oder weniger peinliche Anekdoten zur Erheiterung der Runde gibt.

Aber wir sprechen natürlich auch über Ernstes, so kamen wir über Erkrankungen auf Fieber, von Fieber zu Essigpatschen und über diese zu Wespenstichen …
Es begab sich das Onkel Carlo mit Tante Rita, welche beide nicht so heißen, einen Fahrradausflug machte, während dieses Fahrradausfluges erwählte eine Wespe oder Biene, Onkel Carlos Lippe als geeigneten Platz zum Ausruhen. Als Onkel Carlo etwas an seiner Lippe fühlte wischte er mit seinen Fingern darüber. Die Wespe oder Biene davon wenig begeistert stach zu, in die Lippe. So manches „It-Girl“ wäre neidisch ob der Fülle seiner Oberlippe gewesen, einen Wahrhaften Entenschnabel hatte er, ich weiß es, ich sah die Bilder … Tante Rita, schier erheitert, ob der folgenden Eisaufnahme meines Onkels mit Messer, Gabel und Strohhalm, brachte kaum einen Bissen runter …

Was mich auf einen Urlaub mit Tante Rita brachte, in welchem ich zuerst, während einer „Wanderung“, bis zur Taille in einem Loch verschwand, was sie urkomisch fand und kurz darauf beim erleichtern im Gebüsch von meiner Tante Fotografiert wurde, worüber sie sich derart amüsierte, dass ihre Beine den Dienst versagten und sie sich der Länge nach hinlegte … Wir lachten und wie … Da sah ich es … oder besser gesagt sie …

Eine Zahnlücke bei meinem Onkel Carlo, entsetzt fragte ich nach was den passiert sei, die völlig unspektakuläre Antwort, der Zahn war überkront gewesen, irgendetwas war nun kaputt geworden und bald folge eine neue Krone …

Kurz wurde es wieder ernst und Dankbarkeit machte sich in mir breit, dank meiner Eltern und ihrer Fürsorge sind mir sämtliche „unangenehme“ Zahnarztbehandlungen fremd. Das schlimmste was ich bis heute kenne ist die Mundhygiene, nicht eine Blombe findet man in meinem Mund …

Aber nun zum Fisch:

Onkel Carlo, darf man durchaus einen begabten Fischer nennen, jedes Jahr ist er Lachsfischen an einem fernen Ort. Geräuchert und gewürzt werden die von ihm gefangenen Fische von „Indianern“, was sie besonders Schmackhaft und mich zur „Schön-Wetter-Vegetarierin“ werden lässt, keine Chance dem Geruch von Onkel Carlos Lachs zu wiederstehen. Zumal man sicher sein kann, dass es sich nicht um ein „überzüchtetes“ in Gefangenschaft lebendes Tier handelt und so seltsam es klingt, durchaus im Einklang mit der Natur gefangen wurde …

Schändlich muss ich gestehen auf einen von Onkels Carlos Lachsen als Weihnachtsgeschenk mir lieber Menschen gespitzt zu haben. Zumal diesen zu Ohren gekommen war, wie überaus Lecker selbiger, der Fisch nicht Onkel Carlo, ist … Lieb wie mein Onkel ist, bejahte er meine Frage, ob ich denn einen Fisch, als Geschenk für jemand anderen, haben dürfte.

Leicht angeheitert, war der Abend mitunter feucht-fröhlich gewesen, geleitete er mich zum Aufbewahrungsort der Lachse. Ein „heiteres“ herumkramen folgte, da Onkel Carlo einen bestimmten Fisch auserkoren hatte, was mich durchaus ein wenig rührte … Nicht irgendein Fisch sollte es sein, sondern der König unter Lachsen, mehr noch, sollte es ein besonders schönes Filetstück sein … Überschwänglich bedankte ich mich.

Bald darauf traten mein „Galan“ und ich die Heimreise an. Am nächsten Morgen tat mein „Galan“ was er am besten kann, hochkomplexe Fragen am Frühstückstisch stellen „Was glaubst du gab es zuerst? Licht oder Schatten“ …
Meine Antwort befriedigte ihn nicht, er nuschelte etwas über Nano-Sekunden und sah mich ungläubig an als ich in heiteres Gelächter ausbrach, weil ich etwas von Bananen-Sekunden verstanden hatte. Über den Irrtum aufgeklärt, lachte auch mein „Galan“ und trotz meines falsch Verstehens, nannte ich meinen „Galan“ den restlichen Tag Minion … immerhin hat er ja auch einige „Mega-Super-Ukulelen“

Die erfundene Geschichte;
Nachdem ich Onkel Carlo um einen Fisch gebeten hatte, führte er mich an den Aufbewahrungsort seiner Lachse. Leicht angetrunken, da der Abend feucht-fröhlich war, begann er wie wild herumzukramen … „Ha, der ist es!“, mit diesem Ausruf riss er einen der gefrorenen Lachse, innerhalb einer Bananen Nano-Sekunde, in die Höhe … Dumm nur das mein Gesicht im Weg war. Als ich ihm zum Dank anlächelte, blickte ich auf den Zahn in meiner Hand …

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