Weihnachten; Pleiten – Pech – Pannen und Norman Redus auf meinen Brüsten – Part I

24.12.2015; 6 Uhr 30 lautstark holt mich der Wecker aus meinen Träumen. Meinen „Galan“ für welchen der Wecker eigentlich gestellt ist, rührt sich keinen Millimeter. Ich drücke die Snooze-Taste und lasse mich wieder ins Bett plumpsen … da spüre ich es …

… ein gewaltiger Niesanfall bannt sich an, weshalb ich alle Wecker ausschalte und mich nach unten in die Küche, zu den Taschentüchern begebe. Als Sklave meiner morgendlichen Rituale, bereite ich wie in Trance Kaffee zu. Bevor ich mich setze und dem Niesanfall seinen Lauf lasse. Besagter Niesanfall ereilt mich meist morgens, unabhängig vom Fellzustand meiner Hunde, Jahreszeit oder Reinlichkeitszustand meiner Behausung. Woran es liegt … ?

Ich kann nur sagen, sie nerven gewaltig. Gerade noch die wärmende Wollweste angezogen, könnte ich mich mitten im Niesanfall nämlich von sämtlicher Kleidung entledigen, da mich dabei meist, so auch gestern, eine sagenhafte Hitzewallung erfasst.

Zwischenzeitlich ist mein Kaffee natürlich eiskalt, da diese legendären Niesanfälle sich meist über eine halbe Stunde hinziehen. Also mache ich neuen und starte die Bildbearbeitung meines jährlichen Weihnachtsgrußes vom „3-Mäderl-Haus“.

Kurz vor acht, merke ich, dass mein Galan, der gegen acht Uhr das Haus zum Kochen verlassen sollte, noch immer nicht munter ist. Also stapfe ich hoch um ihn zu wecken. Mach ihm seinen Kaffee und bearbeite das Bild weiter. Kurz nach acht verlässt mein „Galan“ das Haus, ich lade zwei verschiedene Weihnachtsgrüße in verschiedenen Medien hoch. Praktisch mittels Facebook und Co schnell erledigt, mein Handy kann heute getrost bleiben wo der Pfeffer wächst.

Somit mache ich mich an ein Bild, gezeichnet von Hand auf Fotopapier, für die Stiefmutter meines „Galans“, mit welcher er soeben wohl schon am Kochen ist. Schön öfter habe ich auf Fotopapier mit genau demselben Stift gezeichnet, doch heute funktioniert es nicht, beim ersten Mal verpatze ich das Motiv und beim zweiten und dritten Mal verwischt alles. Ich verstehe die Welt nicht mehr, bis ich endlich draufkomme, dass ich auf der falschen Seite des Papieres zeichne …

Den Fehler nun behoben, auf der korrekten Seite zeichnend, bekomme ich endlich ein richtig gutes Motiv hin, verpatze dann allerdings die Schrift … Ich gerate etwas unter Zeitdruck, sollte ich doch gleich mit den Hunden zum Auspower-Spaziergang ansetzen, Laufen ist derzeit aufgrund der „Krallen-Krankheit“ nicht möglich … Mit einer viertel Stunde Verspätung beende ich endlich die Arbeit am persönlichen Weihnachtsgruß und beschließe die Route so zu ändern, dass die Hunde sich länger im Freilauf austoben können, um so die fehlende viertel Stunde auf den einstündigen Spaziergang auszugleichen.

Wir sind flott unterwegs, trotz dem das ich nicht laufe müssen die Hunde viel locker traben um Schritt zu halten, was insofern gut ist, da der Trab die natürliche Gangart des Hundes ist und ihn etwas schneller ermüden lässt, eine kleine Runde am Feld könnten wir noch anhängen … Kurz nachdem wir das Feld betreten haben, sehe ich ihn …

Ein Bär von einem Hund, kommt querfeldein auf uns zu … Weit und breit kein Herrchen, ich löse die Karabiner der Leinen am Halsband meiner Hunde, eine Sekunde später ist der fremde Hund, dessen Kopf circa an meiner Hüfte endet, auch schon bei uns.

Mein Versuch mich schützend vor meine Hunde zu stellen scheitert kläglich, eine Beißerei beginnt, natürlich drei gegen einen, tatkräftig unterstütze ich meine Hunde indem ich vorerst versuche den fremden Hund am Halsband zu erwischen, wobei ich feststelle das er auch dies nicht hat und dann mit den Laufleinen und meinem Fuß versuche ihn „wegzuschieben“ und „abzudrängen“. Wobei ich jetzt kurz klar sagen muss, der Biss in meinen, glücklicherweise, gut gepolsterten Winterschuh, ist MEINE Schuld! In einen Kampf zwischen Hunden einzugreifen, auch wenn es die eigenen sind, ist nie sonderlich ratsam, der Hund bekommt gar nicht mit ob er das Herrchen oder den „Feind“ beißt.

Der fremde und meine Hunde jaulen einige Male auf, schrecklich für mich nicht viel tun zu können, erwische ich den fremden Hund auch nicht am Genick.
Der Kampf endet, als der fremde Hund meiner verrückten „Angel“ nachsetzt und meine phlegmatische „Shadow“ ihn anspringt und dabei sein Ohr erwischt, der fremde Hund jault furchtbar auf, dürfte noch einen Biss in die Schnauze abbekommen und lässt endlich von meinen Hunden ab. Welche ich nun am Halsband packen und davon zurückhalten muss weiter zu kämpfen, nur mühsam kann ich sie anleinen, da der fremde Hund nicht, wie erwartet, verschwindet, sondern in einem Meter Entfernung stehen bleibt.

Als wir umdrehen und den Heimweg antreten, verfolgt uns der Trottel sogar noch, scheint einige Male an mir vorbei, erneut meine Hunde attackieren zu wollen, ich wehre ihn ab, die Versuche an mir vorbei zu meinen Hunden zu gelangen stoppen zwar und auch meine Gartentüre lässt er mich unbehelligt aufsperren, nur um dann mit vollem Karacho gegen die Türe zu laufen, nachdem ich diese hinter uns geschlossen hatte …

Ich blicke kurz auf mein Handy, verdammt in zwei Minuten sollte ich bei den Eltern meines „Galans“ sein. Shadow hatte nach der Keilerei gehumpelt, dass Fell beider Hunde ist ganz schön zerzaust, ich lasse sie auf der Terrasse Platz machen und beginne ihr dichtes Fell nach offensichtlichen Verletzungen abzusuchen, finde keine, offenbar hatte sich der fremde Hund nicht wie von mir gedacht im Genick sondern nur am Halsband, meiner Hunde, verbissen. Schnell prüfe ich noch die Pfote von Shadow, wobei ich ebenfalls keine offensichtlichen Verletzungen finde und prüfe den Puls und die Schleimhäute im Maul von Angel, die ja auch an einem Herzfehler leidet, Aufregung ist da nie gut. Meine Hunde haben nichts, was Sorgen bereitet.

Nachdem ich meine Hunde ins Haus gelassen habe, öffne ich die Gartentüre und versuche den fremden Hund mit Leckerli in den Garten zu locken, was zwar funktioniert aber ich Idiot vergaß die Gartentür zur schließen, nur kurz lässt er sich sein Ohr von mir ansehen und nimmt dann reis aus. Ich informiere die Polizei über den Vorfall und beschreibe den Hund ausführlich. Schnell tipp ich eine Nachricht an meinen „Galan“, bevor ich meine Hunde nochmal kurz in den Garten lasse und sie während dem runterkommen beobachte …

Viel zu spät breche ich in das Elternhaus meines Galans auf, wo sieben Leute auf mich warten … nur um noch einige weitere Pannen zu erleben … dazu mehr in Part II, welcher deutlich lustiger ist …

3 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s