Weihnachten; Pleiten – Pech – Pannen und Norman Redus auf meinen Brüsten –Part II

… Viel zu spät breche ich endlich in das Elternhaus meines „Galans“ auf, wo sieben Leute auf mich warten …

Wie immer, muss ich am Bahnübergang halten, da die S-Bahn durchfährt. Ich kann mich kaum entsinnen, wann ich mal nicht am Bahnübergang halten musste, vor allem wenn ich es eilig hatte. Kurz vor meinem Ziel wird mir gewahr, dass ich die Geschenke, natürlich, zu Hause vergessen habe, also drehe ich um, halte kurz am Straßenrand und informiere meinen „Galan“ darüber.

Für mein Geschenk, den gefrorenen Fisch, welcher mir keine Zahnlücke schlug, brauche ich die Kühlbox, selbige „schläft“ auf der Terrasse unter dem Gartentisch, aufgrund Platzmangels. Beim Öffnen sehen mich Bierflaschen von der letzten Grillparty an. Unsere Kühlbox kann nämlich mittels Stromzufuhr Getränke und Essen im inneren, relativ gut, Kühl halten.

Leicht fluchend räume ich sie aus und hetze zum Kühlschrank um den Fisch „umzulagern“, fast beim Auto fällt mir auf, dass ich auch die selbstgezeichnete Glückwunschkarte vergessen habe …
Erneut beim Bahnübergang, sehe ich die roten Lichter wieder aufleuchten und den Schranken sich schließen „Das gibt’s ja nicht, wieviele Bahnen fahren denn an einem Feiertag?“, entfährt es mir. Fünf Minuten später ist von einem Zug noch immer nichts zu sehen, ich werde richtig sauer, weitere fünf Minuten später rollt ein Zug mit Containern und Baumstämmen ganz langsam auf die Überfahrt …. Und …. Bleibt stehen!

„Waaaahhh!“, kreische ich im Auto, die Bahn schnaubt als würde sie mich verhöhnen. Mittlerweile bin ich eine dreiviertel Stunde zu spät, neuer Rekord. Zwei Minuten später knipse ich ein Foto mit meinem Handy und sende das Bild meinem „Galan“, er sendet mir ein Smiley zurück … Ein Smiley? Was gibt’s da zu lachen?
Zehn Minuten Später, als ich gut eine Stunde zu spät bin und hinter mir so viele Autos stehen, wie ich in der ganzen Ortschaft noch nie sah, setzt der Zug zurück, fast bedrohlich steht er knapp vor der Überfahrt als sich die Schranken endlich öffnen. Ganz offen ist er noch nicht, als ich aufs Gas steige und die Schienen hinter mir lasse.

Fast bei meinem Galan angekommen, steht plötzlich ein verlassenes Auto mitten auf der Straße, kurz vor einer Kurve und einen Meter vor einem unübersichtlichen Schutzweg … Juhu … weitere fünf Minuten vergehen, bis die Autos vor mir und ich endlich diese Passage überwinden können. Gleich danach biege ich in eine beinbahnte Nebenfahrbahn, für die es keine Ausnahme für Radfahrer gibt, da diese einen eigenen Radweg haben und fahre beinahe einen Jungen über den Haufen, tatsächlich fährt ein Vater mit seinen zwei Kleinkindern, welche sagenhaft unsicher fahren, seelenruhig gegen die Einbahn … einen Meter vom Radweg auf dem Gehsteig entfernt, nach meiner Vollbremsung muss ich, mit rasendem Puls, zurückschieben und ein „ … fester Trottel …“, geht mir durch den Kopf.

Natürlich gibt es nun weit und breit keinen Parkplatz, dies habe ich hier auch noch nicht erlebt, zwei Ehrenrunden darf ich drehen, bis ich endlich einen finde, mit fast Ein ein-halb Stunden Verspätung steige ich aus dem Auto …
Mein „Galan“ kommt mir entgegen und nimmt mir die Kühlbox ab, die Sorge das nun jemand Sauer auf mich ist, nimmt er mir.

Wenigstens das Essen rennt nun doch ruhig ab, bis mir mein „Galan“, scherzhaft sagt, ich solle auf mein Glas gut aufpassen, womit ich gewahr werde das es sich um ein altes Bleikristall-Glas handelt … Toll … auf mir „lastet ein Fluch“ meist wenn ich auf etwas aufpassen will, wird es kurz darauf kaputt, vor allem wenn es Geschirr ist … Tatsächlich gebe ich dem Gals, kurz darauf, als ich nach meinem Kaffee greife, einen gefährlichen Stoß und bitte meinen „Galan“ das Glas nun auszuwechseln.

Die reichliche Bescherung beginnt, wobei mir mein Automodell vom einem 1928 Mercedes-Benz SSK, vor lauter Freude, beinahe aus der Hand fällt. Mit den Geschenken ist die Bescherung aber offenbar noch nicht vorbei, reichlich beschenkt uns die Stiefmutter meines „Galans“ noch mit essbaren, nicht Reste vom Weihnachtsessen, sondern Nudeln, frischen Tomaten, Obst und einigem mehr … Ich verdächtige ja meinen „Galan“ gepetzt zu haben, dass sich in unserem Kühlschrank, bis auf Milch, nichts befindet … Er streitet dies vehement ab.
Ich verabschiede mich, mein „Galan“ darf erst in einigen Minuten nachkommen, eines seiner Geschenke lies sich nicht verpacken, weshalb ich daheim noch etwas herrichten wollte.

Auf dem Weg vom Auto zu unserem Häuschen reißt mir das Sackerl mit den reichlichen Gaben natürlich … Ich betrete das Haus, lasse die Hunde aus ihrem Zimmer und dackle mit einem „Einkaufskorb“ wieder nach draußen um die verstreuten Güter einzusammeln.

Die Hunde betreten mit mir das Haus und obwohl sie genau wissen, dass sie in Einkaufstaschen nichts zu suchen haben, stecken beide Nasen drin, als ich von oben die Geschenke hole höre ich es rascheln und klirren ich schimpfe. Shadow rennt zu den Stiegen und stellt ihre Vorderpfoten auf das kleine „Podest“ wo die Stiege ums Eck geht, ich merke dies nicht und latsche ihr drauf … Sie jault, die Geschenke und ich fliegen, erste auf den armen Hund drauf zweite landet auf dem Podest am Hintern … Bin ich froh das die Geschenke für meinen Galan einerseits gut gepolstert und andererseits ohnehin nicht zerbrechlich sind.

Also lege ich die Geschenke auf den Couchtisch und beginn wie eine Irre den Einkaufskorb auszuräumen, damit ich die Geschenke vor Eintreffen meines „Galans“ noch richtig in Szene setzten kann … Entscheide mich, während dem Einsortieren im Kühlschrank um und trage die Geschenke wieder nach oben.

Kaum wieder unten betritt auch schon mein „Galan“ unser Domizil … Bald darauf startete unsere Bescherung … womit der Abend und die Geschichte allerdings noch immer nicht vorbei sind … mehr dazu, ob der überraschenden Länge, mit Bildern in Part III

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