Wie heiß bin ich denn?

„Was mache ich hier eigentlich?“, geht mir durch den Kopf, während auf meinem Bildschirm ein Balken mit „It’s getting hot!“ zu sehen ist …

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Ich warte darauf, dass ein Tool, welches von einer technischen Schweizer Universität entwickelt wurde, mittels einem Algorithmus mein Gesicht auf einem Foto bewertet.

Mein Ergebnis ist da, rechts unter meinem Bild erscheint mein Geschlecht und mein vermutliches Alter, weiter darunter einer Skala welche von Hmm … bis Godlike reicht, schmeichelt mir, aber ich gebe offen gestanden nicht viel drauf. Denn die Einschätzung des Algorithmus und meine Eigene gehen dann doch etwas auseinander. Besonders als er ein Foto von mir mit gigantischer Fieberblase als „Stunning“ Einschätzt … Nein, mit diesem Ergebnis gehe ich nicht Konform.

Schönheitsratings im Internet haben ja fast eine Tradition, man denke nur an die Seite „Hot or Not“, wobei Nutzer mit Bildern gegeneinander antraten und andere Nutzer die Bilder nach Attraktivität bewerteten, daraus entstand übrigens auch Facebook.

Die Entwickler des Tools, welches ich „soeben“ teste, geben jedoch noch zu bedenken: „Die Beurteilung der Schönheit ist eher ungenau, da will ich gar keinen Hehl daraus machen. Aber das Alter können wir schon sehr genau schätzen, besser als ein Mensch das mit denselben Informationen tun könnte

Was sich dann auch ziemlich schnell beweist, als ich auf das Bild eines Hundes stoße, welcher ein schöner 40-jähirger Mann sein soll … Auch auf einem weiteren Bild von mir bewertet er die weiße wand im Hintergrund als „Godlike“ und lässt mein Gesicht einfach aus, vielleicht sollte mir dies ja auch zu denken geben … Allerdings hat es der Algorithmus wohl auch mit dem Alter nicht so, bin ich, bis auf einem einzigen Bild, zwischen fünf und sieben Jahre jünger als tatsächlich. Benutzte aber nur Bilder aus dem letzten Jahr … Auf dem Ausnahmebild wäre ich bereits 40, da sehe ich aber auch zum fürchten aus …

Die Website kann durchaus ein witziger Zeitvertreib sein, allzu Ernst würde ich die Ergebnisse jedoch nicht nehmen.

Allerdings muss man den Forschern einen ernsten Hintergrund zugestehen, es geht ihnen vorranging darum, Maschinen oder Robotern, mittels Nachbildung des menschlichen Nervensystems in Algorithmen, Denken, Lernen und Wahrnehmung beizubringen. Interessant hierbei das diese Algorithmen beim Lernen dieselben Fehler begeht wie ein kleines Kind. Nachdem sie Regeln eingespeist bekamen formten Sprachcomputer aus dem englischen Verb „go“ für gehen in der Vergangenheit „goed“ anstatt „went“ …

Der Algorithmus zur Beurteilung von Alter, Geschlecht und Attraktivität hat also Regeln erhalten, wie ein Gesicht zu erkennen und zuzuordnen ist und wie wir eben wissen, sind Computer wie der Mensch nicht immer unfehlbar … Schöhnheit lag und liegt nunmal schon immer im Auge des betrachters …

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