Frauenkleidung, von BH-Ösen, 2in1 Tops und seltsame Namen

Einkaufsbummel in Kaufhäusern wiederstreben meinem Naturell, was neben meiner teils verschrobenen Art sicher auch daran liegt, dass „Teile“ wie es manchmal so schön heißt, welche gerade in Mode sind mir nicht gefallen … Mein letzter Einkaufsbummel endete ziemlich frustriert und verzweifelt, nachdem mir meine liebste „Stiefelschnitt“, also Bootcut Jeans eingegangen war. Dies passierte nämlich just zu dem Zeitpunkt, als nur noch „Mager“, also Skinny Jeans angesagt waren.

Hier muss ich wohl gestehen, dass mir eine Levi’s Jeans zu teuer ist, selbige hätten nämlich sicher eine „Stiefelschnitt-Hose“ für mich gehabt … Dies endete jedenfalls in einem Frustkauf, was mich bis heute ziemlich verwundert, da ich schön öfter nichts fand, Frau halt und problemlos unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antrat. Aber Frustkäufe werden uns ja nachgesagt, mit rollenden Männeraugen … Ein Teil, wie es der Laden nennt, ein Top, wie es der Hersteller nennt, oder auch ein Shirt, wie ich es nenne wurde erworben, von mir.

Es war schwarz, grau und etwas flatterig, somit perfekt für mich, sämtliche Alltagsflecken vom herumkrabbeln auf Bürotischen oder „unters Auto kriechen weil schon wieder etwas runtergefallen ist“, wobei heute bereits beides eingetreten ist, würden von den Farben weitestgehend geschluckt werden …

Zuhause erst wurde mir bewusst, dass es sich bei meiner Errungenschaft um ein zwei in einem Top handelte … Ich trug es erst zweimal, trotz vieler weiterer positiver Eigenschaften, neben dem Fleckenschlucken, wie zum Beispiel „Konturenlosigkeit“ ein Blähbauch ist, zumindest optisch kein Problem mehr … Heillos bin ich damit überfordert, dieses Teil, oder Top, oder auch Shirt, adäquat zu waschen, wobei der Vorgang des Befüllens der Waschmaschine noch das kleinste Übel darstellt … Nach dem Waschvorgang erkenne ich das Teil, Top, oder Shirt, nicht mehr.

Verloren stehe ich vor dem Wäscheständer, auf welchem ich die nassen Kleidungsstücke zum trocknen aufhängen möchte. Drehe und wende die zwei, am „Bund“ zusammengenähten Stofffetzen bis ich endlich herausfinde wo Innen und Außen sein soll und einen Weg finde, die Klamotte so aufzuhängen, dass sie adäquat trocknen kann … Ich stelle fest mich etwas müde zu fühlen, als hätte ich soeben einige Gymnastik-Übungen absolviert und nicht zehn Minuten verzweifelt versucht herauszufinden wo denn nun Oben und Unten, oder Innen und Außen sein soll … Bereits jetzt graut es mir die trockene Wäsche im Kasten zu verstauen, obwohl dies im Endeffekt doch ganz gut klappt.

Bis ich vor Hektik in der Früh einfach in den Kasten, nach irgendeinem dunklen Shirt lange und dabei dieses zwei in einem Teil erwische, nun nenne ich es nämlich auch so: Teil. Das äußere Shirt, mit längeren Ärmeln klappt nach unten weg, das innere halte ich in der Hand, überaus irritiert sehe ich das Teil in meiner Hand, vor mir baumelnd an und frage mich wann ich denn einen Overall, oder auch „Jumpsuit“ gekauft haben soll …

Meine Augenbraue fängt zu zittern an, ja zittern nicht zucken, da ist ein Unterschied, wie sie es immer tut wenn ich sehr angestrengt nachdenke oder verwirrt bin. Schließlich werfe ich das Teil mal aufs Bett und zweifle an meiner geistigen Gesundheit, entweder vergesse ich was ich einkaufe, was wohl bedeutet ich bekomme Alzheimer oder aber irgendeine Dame, welche Overalls, oder auch „Jumpsuit“ trägt, geht ohne mein Wissen hier ein und aus … Beides würde wohl zwangsläufig ein Problem werden …

Ich strecke mich erneut und erwische ein anderes Top, ein Tank-Top, wobei ich nicht selten schmunzeln muss, da mir bewusst ist wie das „Behälter-Oberteil“ zu seinem witzigen Namen kann … Top ist in der Englischsprachigen Bekleidungsindustrie, alles was für oben ist. Wobei das Tank-Top seinen Dienst als „hemdartiges“ Oberteil eines Badeanzuges verrichtete … Aber vielleicht sage ja nur ich Tank-Top dazu, es ist aus Ripp somit auch gut möglich das es ein Unterhemd sein soll, wofür ich es im Winter auch benütze, im Sommer allerdings … Schreck lass nach, bin ich den halben Sommer nur in Unterwäsche unterwegs? Also es ist ein geripptes Tank-Top, stelle ich soeben fest …

Während ich das gerippte „Behälter-Oberteil“ überziehe, muss ich darüber schmunzeln, das wir zwar gerne Top übernehmen aber nicht Bottom für Unterteil, zumindest hätte ich noch niemanden sagen hören „Ich möchte ein neues Bottom kaufen…“, verfangen sich meine Haare in einer Öse meines Büstenhalters, oder BHs. Wobei mir auffällt das ich keinerlei Ahnung habe, wozu selbiger so viele Ösen und Reihen hat, also muss ich es, trotz all der Hektik googeln, sonst laufe ich Gefahr meinen nächsten Gesprächspartner einfach zu fragen; ob er wisse, wozu der Büstenhalter so viele Ösen und Reihen braucht …

Als ich den Text zu meiner Frage lese, erschließt sich ziemlich schnell das einfache Prinzip. Material gibt nach, der Büstenhalter sollte somit vorerst auf der äußersten Reihe oder Östen getragen werden und mit ermüdenden Material nimmt man die Reihen weiter Innen … Wegen der Passform, so so.

Ich hechte zum Auto, während dem Ausparken stelle ich mir die Frage ob sich dies auch bei Sport-BHs so verhält und was es mit dem Gummizug bei Sport-BHs ohne Haken, Ösen und Reihen auf sich hat, davon besitze ich nämlich eine Menge … Meine Gedanken kreisen, einen Sport-BHs ohne Haken, Ösen und Reihen wechselt man wohl am besten, wenn sich der Gummizug ausgeleiert hat.

Da fällt mir ein das der „Overall“ oder auch „Jumpsuit“, in Wahrheit dass zwei in einem Top ist, welches ich bei meiner Ankunft zu Hause erneut verstauen muss … Ich beschließe mich wieder auf „normale“ Kleidung zu konzentrieren …

 

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