Männerschnupfen, warum Hormone das starke Geschlecht leiden lassen

Es wird nun langsam aber sicher doch noch Winter, auch wenn sich der Schnee noch immer nicht blicken lässt, diejenigen welche in diesem Winter noch einer Verkühlung entgingen, könnten demnächst doch noch dran kommen, zu perfekt ist das nasskalte Wetter dafür …

Ein Klischee bedienend, liegen die Männer dann Todkrank mit Diagnose: Männerschnupfen darnieder und nehmen die Couch in Beschlag, während Frauen tapfer dennoch zur Arbeit schreiten … Wobei sie am Heimweg noch alle notwendigen „Aufmunterer“ für ihren Liebsten besorgen …

Nun muss ich an meine Mutter denken, welche in unseren Schulkindertagen nicht selten ein Lazarett betrieb, ein Geschwisterchen wurde krank, dann schnell das zweite Kind und schließlich der Ehemann. Wobei man durchaus sagen kann, dass niemand so schlimm litt wie letzterer.

Gezeichnet und leidend lag er darnieder. Nicht selten zückte er bereits nach dem ersten Niesen, bei winterlichen Verhältnissen, das Fieberthermometer und sprach selbigen, ob seines geschwächten Zustandes, ein korrektes Messen ab, da es meist normale Temperatur anzeigte …

Ereilen meinen „Galan“ und mich Viren, ist es auch er, der mehr mit der Krankheit zu kämpfen hat. Manchmal ist er auch allein mit seinem Kampf, da ich mich gar nicht anstecke … Wobei ich ihm jedoch zugestehen muss, deutlich einfacher, ob seines Männerschnupfens zu sein, als so manch anderer Mann, welcher mir in meinem Leben schon begegnete …

Diese Erfahrungen machen natürlich auch Wissenschaftler und selbige müssen einfach für alles einen Grund finden, so untersuchten amerikanische Wissenschaftler die Reaktionen von 53 Frauen und 34 Männern aus unterschiedlichen Altersgruppen auf Grippeimpfungen. Tatsächlich zeigten die Frauen stärkere Abwehrreaktionen als die Männer.

Also ging man noch weiter um den Phänomen: Männerschnupfen, auf den Grund zu gehen. An der Johns Hopkins Bloomberg School of Health entnahmen Wissenschaftler, Männern und Frauen Zellen aus der Nase. Nach einer Behandlung mit Östrogen, gaben sie Erreger des Influenza Virus hinzu. Wobei die Zellen aus den Nasen der Frauen sich als widerstandsfähiger als die Zellen aus den Nasen der Männer erwiesen. Viren vermehrten sich in den Zellen der Frauen deutlich schlechter und langsamer als in den Zellen der Männer.

Östrogen verlangsamt somit nicht nur den Stoffwechsel der Körper, sondern auch den der Viruszellen. Offen bleibt allerdings noch, warum die mit Östrogen behandelten männlichen Zellen, dennoch keine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Viren aufweisen.

Somit können Männer noch nicht aufatmen und verdienen wohl etwas mehr von unserem Mitgefühl und Respekt, wenn sich der nächste Männerschnupfen einstellt …

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s