Real TV – die Monsterjäger & LA Ink

Fernsehsendungen welche uns die Illusion von Realität verkaufen sind seit einigen Jahren überaus beliebt, scheinbar lösten sie die Talk-Sendungen ab, welche bis dahin die Oberhand im Unterhaltungsfernsehen hatten ….

Über Weihnachten und Silvester war viel passiert, darunter auch einiges was mich, bis heute von meinen ausgedehnten Läufen mit Hund und langen Spaziergängen mit „Galan“ und Hund abhält, nervig da es gestern erst wieder schneite … Aber länger als eine halbe Stunde kann mein Engel, also der Hund mit Namen „Angel“, benannt nach einem spanischen Motorradrennfahrer und mehrmaligen Weltmeister, noch immer nicht gehen, wegen ihrer verletzten Pfote … Nun streue ich noch ein, dass der andere Hund, mein Schatten, mit Namen „Shadow“, nach einem Motorrad benannt wurde und zwar nach jenem, welches in meinen Kindertagen für die Faszination Motorrad verantwortlich war …

… Nachdem mir mein „Galan“ dieses Wochenende, zumindest unter Tags, abhandengekommen ist, verfalle ich aufgrund des Bewegungs- und Beschäftigungsmangels in ein altbekanntes Muster, ich nehme meinen Laptop in Beschlag, lese Verschiedenes auf verschiedenen Internetseiten … Nebenbei läuft oder besser gesagt liefen, einige Folgen der Tattoo-Real-Serie LA Ink.

Da ich die Stille nicht aushalte und mein Laptop streikt wenn ich die Musikplatte anschließe, mittlerweile bin ich allerdings auf die glorreiche Idee gekommen, die Musikplatte am Fernsehgerät anzuschließen, was auch das Ende des Abspielens der LA Ink Folgen bedeutete …

An wirklich Reales Fernsehen glaubte ich noch nie recht, den Machern und Protagonisten von LA Ink unterstelle ich zum Beispiel, Dramen durchaus nach einem Drehbuch nachzuspielen, sonst wäre eine Sendung über Tattoos und die Geschichten dahinter wohl auch zu langweilig, allerdings begründe ich diese These auch damit, dass ein kurzzeitiger „Nebendarsteller“ und „Mitarbeiter“ von LA Ink in einem ziemlich doofen Horror-Film mitspielt, dessen Titel mir nicht einfallen möchte …

Dann sah ich etwas, in der letzten Folge, was mich beinahe verärgerte, obwohl dies wohl ein zu hartes Wort ist, aber von dem Konzept den heimischen Fernsehbeobachter komplett an der Nase herumzuführen halte ich gar nichts, erst recht nicht, wenn man mit angeblichen Geschichten um Tattoos, sich selbst eine goldene Nase verdient … Dazu aber gleich mehr …

Während ich Screenshots anfertigte und überlegte den Hintergrund kurz im Internet zu „recherchieren“, viel mir ein, dass ich dies bereits mit einer anderen Serie gemacht hatte … „Die Monsterjäger“ erregten meine Aufmerksamkeit auch zur Weihnachtszeit, als ein gemeinsamer Spaziergang mit „Galan“ und Hunden bereits geplant war, ich mich aber noch still verhalten „musste“, da mein „Galan“ konzentriert an finalen Änderungen seiner Studienarbeit saß. Musik lenkt ihn zu sehr ab und „Laufbandpumpern“ aus dem oberen Stock ebenfalls, weshalb ich den Flimmerkasten einschaltete und herumzappte.

Natürlich können auch vermeintlich wahre Geschichten rund um Übersinnliches mich faszinieren, der Bereich der Kryptozoologie dann natürlich nochmal besonders, und als ich den Untertitel „der Höllenhund …“ der bereits laufenden Folge sah, blieb ich hängen. Die Folge war bereits fast am Ende, wodurch ich bis auf einen hundeähnlichen Schatte und viel Schreierei nicht mehr viel sah, zumal meine Hunde bereits ihre Portion Aufmerksamkeit forderten, da sie wohl eine innere Uhr haben und genau wissen, dass wir im Normallfall eine Stunde nachdem wir aufgestanden sind nach draußen gehen.

Das Ende des Weihnachtsurlaubes war gekommen, für meinen Galan zwei Tage vor mir, ich erinnerte mich an „Die Monsterjäger“ und wollte nachsehen ob man die Folge eventuell in einer Online-Videothek sehen kann, tatsächlich konnte man sich die gesamten Folgen der ersten Staffel ansehen, wobei ich mit „dem Höllenhund von …?“ begann. Ich gestehe, vor allem zu Halloween, wo Dokumentationen von Kryptozoologie und Geistern, überall aus dem Fernsehboden sprießen öfter zu Folgen. Einige Geschichten nehme ich dabei, teilweise sogar für voll, behalte mir aber immer eine Internetrecherche vor, wobei ich dann nochmal einigen wenigen Geschichten glauben schenke … Den meisten jedoch nicht, besonders dann nicht, wenn man als Geisterjäger im berühmten Hotel residiert welches Stephen King als Vorlage für „Shining“ diente und der Tisch, an welchem eben ein Teammitglied sitzt, just in dem Moment irre herumrückt wenn ein Kameramann ran gekommen ist … Ja, es war sicher ein Geist ….

Ziemlich schnell war mir klar „Die Monsterjäger“ sind reiner Mumpitz, die Protagonisten bestehen aus: Trapper dem Teamleiter, Buck dem untersetzten Neuling, Hucklberry der Security, Jeff der Forscher mit Wärmekamera, Willy dem Fallenbauer und Wild Bill der herumschreiende seltsame ehemaliger Marin und Fährtenleser …

Vorerst besuchen sie immer, Menschen welche das in der aktuellen Folge gesuchte Tier wohl gesehen haben wollen oder deren Vieh davon angegriffen worden ist … Gefolgt von einer Nacht der „Inspektion“, wobei sich das gesuchte Monster natürlich immer in der Nähe der Protagonisten: Trapper, Buck, Hucklberry und Jeff herumtreibt … Am nächsten Tag starten Willy und Wild Bill den Fallenbau aufgrund der Informationen der anderen, während diese meist einen weiteren Augenzeugen besuchen. Schließlich formiert sich die gesamte Truppe um in der letzten Nacht das Monster gemeinsam zu jagen … Mit Stirnlampen, Gewehren und kleiner Wärmebildkamera …

Ständig sehen oder hören sie Dinge die gar nicht da sind und weder von der begleitenden Kamera noch der Wärmekamera eingefangen wird, wobei dies nicht ganz stimmt, die Wärmekamera fängt immer irgendetwas ein, weit weg, aber nie wenn alle soeben das Monster direkt vor sich gehört oder gesehen haben wollen … Viel wird herumgeschrien, vor allem vom nervigen Wild Bill, welcher für mich langsam aber sicher das Klischee eines Hinterwäldlers erfüllt …

Obwohl durchschaut funktioniert das Konzept der Spannung und des Gruselns auch bei mir, beinahe gebannt verfolge ich die weiteren Abenteuer der ungelenken älteren Herren, werde manchmal neugierig da ich zumindest glauben könnte, das an den Legenden um die Monster etwas dran ist, finde aber auch hierzu nichts … also zupfe ich die Augenbrauen, wobei mein Schatten mich fürchterlich erschreckt

Nachdem ich aus Langeweile nun neben der Hausarbeit die Serie weiterlaufen lasse, gewinn ich manchmal den Eindruck, als würde der Sender auch die Protagonisten der Serie an der Nase herumführen, was sich kurz darauf wieder in Frage stellt, als sie einem Wildschweinmonster auf den Fersen sind, unglaubliche Hauer und Vorderläufe Bärentazen gleich soll es haben und es schließlich fangen, wobei es sich bei dem Fang eindeutig um ein gewöhnliches Hausschwein handelt … Dies ist übrigens ihr einziger Fang, alle anderen Tiere entkommen ohne Probleme aus den Fallen, so buddelt sich ein Monster binnen Sekunden aus der Falle raus, zerstören sie oder tappen gar nicht hinein …

Fazit in vielen Videoaufnahmen der sogenannten Monster, sieht es so aus wie auf den Bigfoot Videos, wo Experten alle einstimmig meinen, der Bigfoot sei eindeutig ein Mensch in einem Kostüm. Der Höllenhund von …, welcher meine Aufmerksamkeit erregte, ist auf der Videoaufnahme eines Augenzeugens, welches unter Tags aufgenommen wurde, für mich recht eindeutig ein Schwarzbär … Was man davon hat, dass Publikum, welches teilweise sogar im Internet darüber rätselt ob das gezeigt nicht doch der Wahrheit entspricht, so an der Nase rumzuführen weiß ich nicht, ich sehe es mittlerweile als seichte Unterhaltung, wenn mein „Galan“ nicht da ist, immerhin finde ich ja seichte Horrorfilme mit Übernatürlichen durchaus Unterhaltsam und Witzig … Außerdem steht im Abspann der Sendung das kein Wild oder Tier tatsächlich gejagt oder gefangen wurde … Auch in der Folge in welcher das Monsterwildschwein gefangen wird …

Nun zurück zu LA Ink, als ich diese Bildausschnitte sah, fragte ich mich noch viel mehr, was man davon hat, seine Zuschauer neben Dramen auch noch mit „falschen Tattoos“ (?) an der Nase herumzuführen, denn was die Kundin da im Spiegel mit den Worten „Oh it’s awesome … Beautiful … So good“ bestaunt, frage ich mich schon … Ein Tattoo ist da jedenfalls nicht … Allerdings sah ich dann die Folge, in welcher die Dame ihr Tattoo erhält, peinlich für mich und meine Rage, befindet sich selbiges auf dem unteren Rücken und nicht wie von mir, aufgrund der Bilder, angenommen auf den Schultern …

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