Eine Nacht im Escape mit: Avem, Crosspact, Nightmarcher, Eyes in the Void und Veil of Deception

Meiner Marotte treu, traf ich mit gut zwei Stunden Verspätung endlich am Ort des Geschehens ein, im Escape – Metal Bar und Live Club, allerdings hätte ich ohne die nervige Parkplatzsuche in unserer schönen Hauptstadt „nur“ die erste Band verpasst …

Was allerdings sträflich genug gewesen wäre, immerhin nehme ich meine Beiträge ernst, besonders jene, welche sich um gute Künstler aus einem bestimmten, mir liegenden, Musikgenre drehen.
So zählte, wie immer zu meinen Vorbereitungen mich über die Bands des Abends vorab zu informieren.

Den Abend eröffnende Band – Avem – kommt aus Wien, für den Gesang ist Nora zuständig, sofort stellte sich eine gewisse Skepsis ein, da ich Frauenstimme nicht präferiere, ich durchforstete ihre Facebook-Seite und stieß auf eine Playlist auf YouTube welche ihre neuesten vier Songs beinhaltet.

Einige klare Gitarrenpassagen, kühle Riffs, ein präsenter Bass und die dominante Stimme der Sängerin, deren Stimme meine Skepsis umgehend Lügen strafte, mich praktisch am Hals packte und nicht mehr losließ. Kraftvoll, melodisch, klar und deutlich dringt sie an mein Ohr. Ich bin wirklich traurig diese Band verpasst zu haben, was ein aktueller Kommentar ihrer Facebook-Seite nicht besser macht:

Unglaublich geiler Auftritt im Escape! Wurde heute zum Fan!

Gut kann ich mir vorstellen, dass ich nun nicht die einzige bin, welche das Internet fleißig nach mehr von Avem durchforstet und sich allem widmet was man an Material findet.

Auch die zweite Band – Crosspact aus Mödling – verpasste ich, bedauerlicherweise, ihre Homepage lies mich eine energiegeladene Truppe erwarten welche auch viel Spaß versteht. Ich empfehle das Making of Video zu ihrem Song: Holdin‘ Power … Lachgarantie, unterlegt mit einem echt tollen Song.

Einige Live Videos von Auftritten zeigten ebenfalls, Crosspact, wissen wie man einer Menge einheizt. Rock/Metal vom feinsten, soeben verteufle ich die Parkplatzsuche erneut, wäre ich nicht gefühlte 100 Mal im Kreis gefahren, hätte ich wenigstens den letzten Nummern, live, lauschen können.

Avem bezeichnet Crosspact und eine weitere Band, zu welcher wir gleich kommen, als Allianz, dies bedeutet für mich, die jeweiligen Seiten gut im Auge zu behalten und den nächsten Live-Auftritt dieser zu besuchen.

Als ich endlich im Escape ankam, stand ich vorerst wie ein verlorenes Hündchen da, Metallica drang leise an mein Ohr. „Entschuldigung. Wo ist denn hier der Keller?“, musste ich einen Herren, welcher nahe dem Eingang saß, fragen. Endlich selbigen gefunden, bezahlte ich meinen Eintritt und stolperte prompt über einen lieben Freund aus Teenager-Zeiten, die Freude war groß.

Soeben war Pause, ich stellte mich an die Bar, was kein guter Platz ist um Fotos zu machen, welche sich direkt neben dem Ausgang befindet und lies die Szenerie während dem Gespräch mit meinem Bekannten auf mich wirken. Soeben war der Keller etwas leer, was mich, Pessimist der ich bin, nichts Gutes vermuten ließ.

Als Nightmarcher seinen Soundcheck durchführte, wurde der Keller allerdings ziemlich schnell wieder voll, dies war die einzige Band, welche ich mir im Zuge der Vorbereitung nicht angehört hatte, weshalb mich eine freudige Überraschung erwartete, die Frontfrau war auch die Sängerin von Avem, ich hatte sie nur nicht erkannt, da ihr Make-Up an mein Logo erinnert, womit sie mir natürlich umgehend noch sympathischer wurde.

Es folgte Heavy Metal, mit derselben kraftvollen Stimme, welche mich nun Live hörend noch mehr in ihren Bann zog, neu allerdings, die von mir sogenannten „Operngesangspassagen“, wie wir sie von Nightwish kennen. Nightwish ist keine von mir präferierte Band, da dies genau die Art weibliche Gesang ist, die ich nicht mag. Aber Nora weiß, im Gegensatz zur Sängerin von Nightwish, ganz genau wann es Zeit wird, von der hohen „Opernstimme“ in eine kraftvolle rockige zu wechseln und dies auch noch Nahtlos. Bei einigen Textpassagen, gab auch der Bassist seine Stimme zum Besten. Ein gelungener Auftritt, wie ich auch am restlichen Publikum sehen konnte.

Erneut eine Pause und erneut leerte sich der Keller, ich scherzte mit meinem Bekannten herum und traf noch einige andere bekannte Gesichter, bald zog mich allerdings die Stimme des Barkeepers in seinen Bann, er wäre sicher eine guter Sänger, ging mir durch den Kopf, was mein Bekannter wenig später auch bestätigte.

Eyes in the Void, gaben uns nun die Ehre und heizten das Publikum mit Melodic Death Metal gehörig ein. Erneut stelle ich fest, dass mir derartige Bands live etwas besser gefallen als auf deren Alben, für mich verändert die Präsenz der Band dann oft die Energie, es ist einfach etwas anderes zu sehen wie die Fans ihre Band feiern. Wenn die Riffs über die feiernde Gemeinde rollen, die Gitarrensoli wahrlich zelebriert werden und der Sänger seinen Gesang und sein überaus imposantes fauchendes Brummen mit einstreut, was fachmännisch wiederum „Growl“ heißt.

Schnell bescherte mir Eyes in the Void einen Umstand, der nicht häufig in geschlossenen Räumen mit vielen Menschen eintritt, ich konnte trotz Alkoholabstinenz loslassen und ausgelassen mitfeiern.

Einige ihrer Songs hatten es bereits auf meine Sport-Liste geschafft, nachdem ich gestern selbige live erleben durfte, ist auch die Anzahl ihrer Songs in genannter Liste gestiegen.

In der folgenden Pause, in welcher mich der Ärmel einer Jacke unsittlich berührte, wobei ihr Besitzer sie dafür zurechtwies, sah man den Fans deutlich an, dass sie Eyes in the Void gehörig gefeiert hatten.

Die Menge hatten sie jedenfalls gründlich für den Headliner des Abends – Veil of Deception – aufgeheizt. Selbige hatten fünf Tage vor dem Event ein Recht unterhaltsames Video auf ihrer Facebook-Seite eingestellt. Belobhudelt habe ich diese Band schon mehrmals, irgendwie ist es eine Freude ihnen zu Folgen und ihren Klamauk und Spaß an der Sache dadurch mitzubekommen, klingt vielleicht doof, aber wenn man gerade einen schlechten Tag hat und dann sieht man so ein Video kann man nur wieder gut drauf sein … Danke Jungs!

Auch hier strömten die Fans während dem Soundcheck wieder herein und ich freute mich, als sie recht zu Beginn „Personal Holy Grail“ zum Besten gaben, eines meiner liebsten Songs von ihnen.

Der Auftritt im Escape gefiel mir besser als der letzte im Viper Room, meiner Meinung nach hörte ich sie diesmal besser, was mir das Feiern natürlich erleichterte. Nach „Summers Dying“, ebenfalls vom letzten Album und ebenfalls eines meiner liebsten Songs, folgten Songs ihres ersten Albums. Die Menge jubelte und feierte, etwas traurig war ich, dass ich aufgrund meiner Verkühlung nicht mehr durchhalten konnte und die Show somit eine viertel Stunde vor ihrem Ende verlies.

Alles in allem ein gelungener Abend mit tollen Bands, schon jetzt freue ich mich auf das nächste Mal, vielleicht mit neuen Alben …?

Fotos des Abends findet ihr hier

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