Alles Gute zum 100 Geburtstag – BMW

Mein Vater hat einen, seinen dritten, sie sind bei den Drift Masters beliebt und natürlich auch bei Privatpersonen welche kleine Drifts, hierzulande am verschneiten Kahlenberg, wenn es denn mal schneien würde, zu schätzen wissen …

Obwohl nicht meine präferierte Marke, hatte ich auch schon zwei, aber jetzt lange genug darum herum geredet, obwohl es ohnehin schon in der Überschrift steht. BMW feiert heute am 07. März, 100. Geburtstag.

Alles begann 1913 mit der Rapp Motorenwerke GmbH, deren Hauptgeschäftsbereich bei Flugzeugmotoren lag. Innovationen säumten auch hier den Weg von BMW, entwickelten sie 1917 einen Flugmotor mit Überverdichtung, wodurch Leistungsverlust in Höhe verringert werden konnte.

1922 folgt der erste Serienbau eines Boxermotors, natürlich ebenfalls bei BMW. 1923 folgt das erste Motorrad von BMW, die R 32 mit einem längs eingebauten Boxermotor.

Nachdem die Automarke Dixi von BMW übernommen wurde folgte 1929 der BMW 3/15 und somit da erste Automobil von BMW selbst. Noch ohne klassische Niere und dem berühmten blau-weißen Logo. Mit dem BMW 3/15 PS DA3 Typ Wartburg, brachte BMW seine erste sportliche Version eines Fahrzeuges hervor. Lediglich 150 Stück wurden gebaut, zwischen 1930 und 1933 gewann er zahlreiche Berg- und Rundstreckenrennen.

1933 folgte der BMW 303 der erste mit Reihensechszylinder-Motor, welcher bei mir offen gestanden heutzutage auf keine Begeisterung stößt, damals aber unumstritten ein Highlight war. Schon damals wird dieser Motor längs eingebaut. Auch den für BMW typische Kühlergrill in „Nierenform“ tauchte nun erstmals auf. 30PS bescherten dem 303 eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. 1934 wurde der 303 vom 315 ersetzt, die Höchstgeschwindigkeit betrug nun 100km/h.

Fleißig mischte BMW im Motorsport mit, die steigenden Anforderungen an die Fahrzeuge brachten, 1937, den BMW 328 hervor, ebenfalls mit Reihensechszylinder-Motor. Verständlich das er zu den Traumsportwagen seiner Zeit avancierte. Der Zwei-Liter-Motor brachte es auf 80PS, was er, dank des schlechten Kraftstoffes, nur aufgrund seiner im Zylinderkopf V-förmig hängenden Ventile erreichte. Erst nachdem ein spezieller Rennkraftstoff entwickelt war, konnte der BMW 328 seine Power mit bis zu 136 PS auf die Straße bringen.

Auch das Fahrwerk war seiner Zeit voraus, die nun hydraulische Trommelbremse war den Standard-Trommelbremsen, welche mittels Seilzug betätigt wurden, deutlich überlegen. Er mischte Rennveranstaltungen gehörig auf, da er den Bestimmungen für die Formel 2 gerecht wurde und somit Teams Gelegenheit bot, verhältnismäßig günstig an ein Rennfahrzeug zu kommen.

1941 starteten erste Versuche am BMW 328 mit Direkteinspritzung und Drosselkappen anstatt der Vergaser. Ein richtiger Revolutionär der 328, vielleicht mochte ich deshalb „meinen“ stahlblauen 328i so gerne … ?

Während des zweiten Weltkrieges fand bei BMW keine Produktion oder Entwicklung mehr statt. Der BMW 325, welchen die Wehrmacht als Kübelwagen nutzte wurde nach Einstellung der Produktion 1942 bei EMW gefertigt.

1951 lief als erstes Fahrzeug der Nachkriegszeit der 501 wieder bei BMW vom Band, wieder mit Reihensechszylinder. Es folgten der 502, 503 und 507. Auch der wunderschöne BMW 3200 CS, auch Bertone-Coupe genannt. Ein Oberklassefahrzeug, welches von 1962 bis 1965 produziert wurde. Ein V8-Motor aus Aluminium mit Doppelvergasern leistete bei 3,2 Litern 160 PS und erlaubte einen Fahrspaß mit bis zu 200 km/h, ein einziges Exemplar wurde für den BMW-Hauptaktionär Herbert Quandt als Cabrio gebaut. Ein wahrliches Traumfahrzeug, das dank des leicht italienischen Einflusses, denn sonst von mir präferierten Mercedes Sportwagen anstandslos den Rang abfährt …

Nach dem Krieg waren aber natürlich Kleinfahrzeuge, eher erschwinglich und somit für den Konzern wirtschaftlich Erfolgreich. Selbst an einen Volkswagen war nicht zu denken, was aber auch an neu eingeführten Führerscheinklassen lag. Die erste Alternative zum Zweirad stellte das Gogomobil der Hans Glas GmbH dar. BMW geriet etwas in Bedrängnis, da es nur Zweiräder oder Oberklassefahrzeuge im Programm gab, wobei letztere einerseits bereits nur für ein sehr kleines Klientel interessant waren und andererseits deckte kein verkauftes Oberklassefahrzeug seine damaligen Produktionskosten.

Innovationen mussten her, darunter auch die beliebte „Knutschkugel“, besser bekannt als BMW Isetta. Selbige wurde von 1955 – 1962 produziert. Entwickelt wurde diese jedoch von Renzo Rivolta, der Firmenchef eines Motorradherstellers als Iso-Isetta, wobei die Front dieses Wagens nach vorne aufgeklappt wurde, wobei auch das Lenkrad zur Seite schwenkt und somit einen komfortablen Einstieg für zwei Personen bot.

Sie war die Rettung aus der Krise in welcher BMW seit 1950 steckte. Da es keine finanziellen Mittel für Eigenkonstruktionen gab, schloss man einen Lizenzbauvertrag ab. Zwar konnte sie die Krise nicht mehr ganz abwenden wurde aber dennoch zu einem Gewinn 161.728 Stück wurden verkauft, wodurch BMW wichtige Zeit gewann. Völlig zu Recht gilt die Isetta, unter anderem, als Symbol für den schnellen Wiederaufbau nach 1945.

1959 begann der BMW 700, ebenfalls ein Kleinwagen, den Konzern zu retten. Er brachte BMW wieder in die Gewinnzone, nachdem nun MAN sich mit 50 Prozent an BMW beteiligte, weiters einen Kredit von 20 Millionen gewährte und bereits erwähnter Industrielle Herbert Quandt, mittels beträchtlichen Finanzspritzen zur Sanierung und Absicherung von BMW beitrug, begannen auch die Banken wieder Vertrauen in BMW zu fassen.

1962 schloss BMW das Geschäftsjahr ohne Gewinn, allerdings auch gegen düstere Prognosen ohne Verlust ab. 1963 stieg der Gewinn bereits um 47 Prozent und bereits 1964 galt das Sanierungswerk als abgeschlossen

Eine „Neue Klasse“ wurde entwickelt, 1961, hierbei handelte es sich um eine Mittelklasse Baureihe zwischen Isetta, also Kleinfahrzeugen und den Oberklasse Modellen. Sie wurde zu einem großen Erfolg. Man begann damit die Fahrzeuge nach ihrem Hubraum zu benennen, in einigen Fällen auch nach den Litern.

Erste Erfolge stellten sich wieder im Rennsport ein so entschied Hubert Hahne, mit seinem BMW 1800 TI, die deutsche Rundstreckenmeisterschaft für sich, wobei er 14 von 16 Rennen gewinnen konnte.

1966 umrundet Hubert Hahne, mit einem BMW 2000 TI als erster Tourenwagenfahrer die Nürburgring-Nordschleife, unter zehn Minuten.

Dies blieb bis 1972, danach wurden alle neu eingeführten Modelle in Klassen unterteilt. Somit steht die erste Zahl der dreistelligen Nummer für die Klasse, die zwei folgenden für den Hubraum, dass erste Fahrzeug nach diesem Schema ist der BMW 520, somit ein Fahrzeug der 5er-Reihe mit 2 Litern Hubraum. Schließlich wurden noch Buchstaben nachgestellt; i für Injektion, das große I steht übrigens für einen verlängerten Radstand.

Heutzutage gilt i für alle Benzinmodelle, d für Dieselfahrzeuge, C für ein Coupé , Z für Roadster und X für den Allradantrieb welcher auch als XDrive bezeichnet wird. Dieses System, XDrive, verfügt über eine Lamellenkkupplung, welche innerhalb von Millisekunden, stufenlos, die Antriebskräfte zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen kann.

Seit 2012 lässt sich BMW wieder in der DTM blicken, nachdem der Fokus einige Jahre auf der Formel 1 gelegen hatte,  wobei Bruno Spengler gleich sein erstes Jahr mit einem BMW M3 DTM für das BMW Team Schnitzer für sich entscheiden konnte. Im Jahr 2013 gewann Mike Rockenfeller mit einem Audi RS 5 DTM … Ja diese Erwähnung war nun Notwendig für mich…

1999 entwickelte BMW den X5, ein SUV – Sport Utility Vehicle, eigentlich für den amerikanischen Markt, als Antwort auf die Mercedes M-Klasse welche seit zwei Jahren einen Siegeszug führte.

Jetzt erlaube ich mir einen kleinen Seitenhieb, aber auf alle SUV, meiner Meinung nach taugen sie zu nichts, Windanfällig machen sie auf der Straße keinen Spaß und fürs richtige Gelände sitzt der Motor zu tief … Reines Prestigeobjekt.

Mittlerweile bietet BMW in den Fahrzeugklassen 1 bis 7 Modelle an. Sportversionen mit der Bezeichnung M-Modell, Roadster nach wie vor als Z-Modell, SUV von X1 und X3 bis X6, sowie zwei Elektrofahrzeuge mit den Bezeichnungen i3 und i8.

Aber auch im Wasserstoffsegment zeigt sich BMW als Vorreiter, bereits im Jahr 2000 drehten 15 Stück des BMW 750i auf E38 Basis, mit Wasserstofftank ihre Runden über das Gelände. 2009 lief der Wasserstofftest aus. Seit 2015 arbeitet BMW wieder an der Nutzung von Wasserstoff für Brennstoffzellen, angetrieben hiervon wird ein BMW 5er GT und erhält eine Reichweite von 500 Kilometern. Man darf gespannt sein, wann und ob dieses Fahrzeug, oder besser gesagt dieser innovative Antrieb in Serie geht.

Übrigens, das Logo ist nicht nur Bayern sondern auch der Sicht aus einem alten Propellerflugzeug nachempfunden …

Auch wenn BMW bei mir einige Sympathiepunkte eingebüßt hat, bin ich doch froh das diese Marke ihre Krise überleben und heute ihren 100 Geburtstag feiern konnte … Auf die nächsten 100 und viel Erfolg ..!

Für Leser aus München, welche noch dazu BMW-Fans sind lohnt sich wohl ein Blick auf die Facebook-Seite

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