Der Galan ist Bachelor und verursacht Beziehungskrise

Wir lernten uns weder bei einem Date noch in gehobener Umgebung kennen, aber wenigstens nicht im Keller, welchen er mir unbedingt zeigen wollte. Ob es Mitstreiterinnen gab weiß ich nicht genau, denke aber schon, gewonnen habe jedenfalls ich … Ätsch. Rose bekam ich allerdings keine …

… nur geht es hier eigentlich gar nicht um die Fernsehserie der Bachelor sonder um den, meinen, „Galan“. Welcher allerdings kein Junggeselle ist, dafür aber, bis vor kurzem, Student war, dass er sich im Endstadium seines Studiums befand war mir durchaus bewusst, allerdings nicht der Umstand, dass er fertig damit war. Obwohl ich ihn erst kürzlich fragte und er mir sogar eine Antwort gab, also nicht nur ein Männerding, Worte zu hören aber nicht zu verarbeiten.

Vielleicht lag es auch daran, dass ich diese neumodernen Bezeichnungen einfach nicht mag und es irgendwie seltsam finde, dass ein Studienabschluss nun denselben Namen trägt wie der Junggeselle. Also würde so gesehen kein lediger Mann lügen würde er sich als Bachelor bezeichnen. Schließlich kam ich noch auf den Gedanken, dass auch der Junggesellen-Abschied kurz vor der Hochzeit, ebenfalls etwas befremdlich für mich ist. Immerhin ist man ja meist schon einige Zeit kein Junggeselle mehr, wenn man heiratet … In unseren Breitengraden. So ist das halt mit alten Bräuchen.

Jedenfalls hatte ich keine Ahnung, von dem „Bachelor-da-seins“ meines „Galans“, bis er mir gestern, ganz beiläufig, sein Abschlusszeugnis inklusive dem Schreiben über die Verleihung eines akademischen Grades hinlegte, ich war ja mal ganz aus dem Häuschen. Er, der „Galan“ … Nein, der Bachelor, was aber nicht bedeutet das er Junggeselle ist, hat’s ja leider nicht so mit dem Freuen, weshalb ich den Umstand, dass sein Stuhl in der Küche eigentlich ein „Bürostuhl“ ist ausnutzte und ihn mal quer durch die Küche schob und herumdrehte bis ihm schlecht wurde … Hi hi.

Doch die Harmonie hielt nicht lange, einige Minuten später, kam ein leidiges Thema zwischen uns beiden auf. Wobei ich darauf hinweisen muss, dass ich mit vorigen Satz wahnsinnig dramatisiere, für die Quote wärs.

Mein „Galan“, der Bachelor, welcher kein Junggeselle ist, zeigte sich vor einiger Zeit überaus Großzügig mit gegenüber. Was bedeutet er überraschte mich mit einem neuen Mobiltelefon. Wie schon ein paar Mal erwähnt, besitze ich ein „Steinzeithandy“ und langsam aber sicher macht es ein paar kleine Mätzchen, GPS, Internetsurfen, Telefonieren, gar der SMS Versand und Empfang sind nicht mehr das was sie einmal waren. Von der Akkuanzeige brauchen wir gar nicht erst zu sprechen, soeben ist der Balken voll und grün, im nächsten Moment beinahe leer und rot und noch bevor man recht etwas dagegen unternehmen kann, schaltet sich das Mobiltelefon schon aus. Was mitunter etwas ärgerlich ist, wenn man auf das Mobiltelefon als verlässliches Navigationsgerät gesetzt hat, denn sind wir uns ehrlich, was eine Autokarte oder ein Stadtplan ist, wissen heute ohnehin nur noch die Wenigstens … Selbiges gilt übrigens für Walkman, Kassetten und den Zusammenhang eines Bleistiftes damit …

Mindestens genauso schlimm, dass während dem Telefonieren plötzlich seltsame Stimmen in mein Ohr kreischen, tatsächlich klingt es manchmal wie Stimmen … Kennt ihr „Die vierte Art“ mit Mila Jovovich? Ungefähr so wie die sumerisch sprechenden Aliens, etwas höher vielleicht. Ha, gerade kommt mir, dass mein Telefon eh voll super ist, es empfängt Signale aus dem All… Letzter Satz war übrigens ein Scherz.

Allerdings ist das mit mir nicht so einfach, ich hab mein Mobiltelefon „lieb“, ist es ja doch schon einige Zeit an meiner Seite, außerdem hat es auch einen Namen, seine Modellbezeichnung nur etwas anders ausgesprochen und meist verniedlicht. Beinahe konnte ich es gestern Weinen und Flehen hören, als mein „Galan“ das neue Mobiltelefon aus der Schublade holte, in welcher es eigentlich geschützt sein sollte, was nicht recht funktionierte, was mich wieder an den Superkleber erinnert, was mich wiederrum darauf bringt, dass ich euch die supertolle Geschichte von mir, der kaputten Schubladentür und dem Superkleber unterschlagen habe … Peinlich hoch drei.

Verzettelt … Jedenfalls hörte ich mein „altes“ Mobiltelefon wahrlich weinen, als mein „Galan“, der Bachelor, das neue Mobiltelefon aus der Schublade holte und mich dazu brachte mit dem neuen Telefon etwas herumzuspielen, was wiederrum nicht schwer war, ich bin ja furchtbar neugierig und wenn ich keine Angst haben muss jemand andren was kaputt zu machen, dann spiel ich auch damit.

Nun ist mein „Galan“ nicht sehr begeistert über den Umstand, dass die Sim-Karte aus dem alten Telefon noch nicht ins neue Telefon gewechselt hat. Ich sag dann immer „Ich bin noch nicht soweit.“, was wahnsinnig schräg klingt, aber einfach so ist. Mein Mobiltelefon ist nämlich übrigens auch noch klein, was man über die ganzen neuen Mobiltelefone welche sogar das Wort: Mini in ihrer Bezeichnung führen nicht sagen kann und aus irgendeinem mir unlogischen, aber vielleicht doch logischen Grund, fallen mir große Sachen von jeher leichter runter als kleine.

Also ist mein „Galan“, Bachelor nicht Junggeselle, dazu übergegangen bei jeder Gelegenheit die Vorzüge des neuen Telefons aufzuzählen, wenn das alte gerade wieder einen Spinner hat … Mal sehen wie lange dies noch anhält, zumal ich begonnen habe ihm aufzuzählen was mir, ab einem gewissen Alter meines „Galans“, ein jüngerer Liebhaber bringen würde …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s