Und nun von Anfang an: Kurztrip nach Graz – Part II

Zur Abwechslung starte ich erneut damit, zu erwähnen das Criticalpixie on Tour war und nun wissen wohl hoffentlich alle, dass es nach Graz, die Hauptstadt der schönen Steiermark, ging für ein Konzert toller heimischer Bands. Nachdem vorerst das Konzert ausführlich beleuchtet wurde, wir erfahren haben warum ich ein miserabler Beifahrer bin und so überhaupt keine Ahnung habe, geht es nun weiter …

Nach dem berauschenden Konzert, stelle ich fest, dass meine Augen noch etwas Zeit benötigen sich von den Lichtershows, wobei selbige in der ersten „Halbzeit“ des Konzerts wirklich etwas … herausfordernd waren, zu erholen. Mit dem Taxi geht es wieder retour ins Hotel. Wobei mir auffällt das ich meinen Laptop zuhause vergessen habe, was bedeutet ich muss „das Teil“ meines „Galans“ in Beschlag nehmen. Warum Teil? Ist es ein klitzekleiner Laptop, welcher sich von der Tastatur abkoppeln lässt, oder ist es doch ein Tablet, welches man an eine Tastatur anhängen kann … Frau weiß es nicht. Ist ihr irgendwo auch egal, es muss mindestens ein WordPad und Internetverbindung haben, damit bin ich zufrieden.

Allerdings gestaltet sich die Schreiberei, nicht nur wegen des angetrunkenen Zustandes, etwas schwierig. Wobei ich nun kurz abschweifen muss, um zu erwähnen, der steirische weiße Spritzer hat es wohl in sich, zwei davon hatte ich die ganze Nacht getrunken, dazwischen ein Mineral und dennoch finde ich ziemlich viel lustig und meine ohnehin kaum vorhandene Feinmotorik leidet ebenfalls.

Nun sind wir wieder beim Schreiben, die fehlende Feinmotorik, oder doch die viel zu kleinen Tasten des Tablets, keine Ahnung wie mein „Galan“ darauf seine Studienarbeit schreiben konnte, führen dazu, dass sich entweder ständig der Internet Explorer samt Chronik öffnet, ich plötzlich zwei Absätze weiter oben schreibe als ich sollte, oder aber die Eigenen Dateien ständig geöffnet werden … Nervig, sehr nervig, aber ich darf nicht fluchen, denn hinter mir im Bett ist leises Schnarchen zu hören.

Übrigens ist unser Hotelzimmer sehr schön, ein Vorzimmer mit riesen Schränken, Bad und WC separat ein wahnsinnig großes Wohnzimmer, mit Couch und Relax-Stuhl, sowie ein großer Schreibtisch. Das ausladende Doppelbett befindet sich in einer geräumigen „Nische“, wobei man hier auch noch schwere bodenlange Vorhänge zuziehen kann um etwas ungestörter zu sein. Ein wenig hat es uns doch umgehauen, als wir das Zimmer betraten, teuer war das Hotel auch nicht, da hätten wir „schlechteres“ oder eher „kleineres“ erwartet.

Um ein Uhr früh waren wir im Hotelzimmer, umgehend nahm ich den galanschen Laptop in Beschlag, mittlerweile ist es drei Uhr früh, da ich ebenfalls mit dem galanschen Mobiltelefon, da meines im Hotelzimmer verschwand, jede Menge Notizen zu dem Konzert aufgeschrieben habe und eigentlich während der Halbzeit, die erste Halbzeit sehr ausführlich damit beschrieben hatte, ist es tatsächlich eine lange Zeitspanne. Schnell noch einige Fotos auf Facebook hochladen, da ich bei den Videos vorläufig aufgeben muss, da sich galanscher Laptop und ich uns so überhaupt nicht verstehen, wackle ich gegen vier Uhr auch endlich ins Bett.

Mein „Galan“ erwacht kurz davor von selbst, da er das Badezimmer aufsuchen möchte, oder doch muss. Mein Mobiltelefon, mittlerweile gefunden, in der Minibar als ich mir einen von uns darin verstauten „Eiskaffee“ genehmige, welches morgen als Wecker fungieren sollte, da wir um halb neun aufstehen sollten, wünscht sich eine Stromaufladung, die einzige Steckdose beim Bett, befindet sich auf der Seite, auf welcher mein „Galan“ bis jetzt geschlafen hatte, herrlich, total übermüdet in ein bereits aufgewärmtes Bett zu schlüpfen.

Da wir in einem Hotel sind, hat es sich was mit meinem „Steinschlaf“ gegen sechs Uhr erwache ich das erste Mal und beschließe das Fenster zu öffnen, fataler Fehler um halb sieben weckt mich nun das Gekläff eines kleinen Hundes, aber ich ignoriere es gekonnt bis um sieben und schlafe endlich wieder ein, allerdings vergewissere ich mich vorher das der „Galan“ noch lebt, ungewöhnlich das ihn dieses schrille Gekläffe nicht weckt …

Beim Frühstück zeigt sich erneut, die Internetseite über welche ich dieses Hotel gebucht habe, hat mich belogen, außer uns ist noch ein Paärchen anwesend und der Parkplatz ist bis auf unser Auto leer … Ich bin ein Buttersemmel mit Marmelade Liebhaber, oder einfach ein süßer Frühstücker. Nachdem ich meinen Teller damit Beladen habe, mache ich mich an den Kaffee, nix da mit Kanne und Kippen so ein modernes „Zapfhahn-Ding“, just in dem Moment als ich raus hab wie es funktioniert, kommt eine „Kellnerin“ und fragt ob ich oder mein „Galan“ frische Eier wünschen würden, genauer: „Möchten Sie Eier? Spiegelei, Rührei, hartes Ei, weiches Ei …?“, ich antworte indem ich mich erschrecke mein Tasse kippt, den Hahn natürlich nicht los lasse und die braune Brühe ergießt sich über meinen Daumen, die umgekippte Tasse, den Unterteller, meine Schuhe und den Teppich … Ich setze zum Fluchen an, besinne mich aber noch eines besseren. Helfe Puterrot im Gesicht die Misere wegzuwischen, wähle einen Platz der relativ uneinsehbar ist und fixiere während des gesamten Frühstücks meinen „Galan“ oder Teller.

Schließlich gehen wir wieder auf unser Zimmer und packen alles zusammen, nun ja beinahe alles und beschließen den Schlossberg in Graz unsicher zu machen. Nun sollte ich eventuell einstreuen lassen, das sich mein Training offenbar etwas auszahlt, die zweite Halbzeit des Konzertes verbrachte ich nämlich zum größten Teil auf den Zehenspitzen mit hoch erhobenen Armen um noch einige Fotos und Videos zu erhaschen, das haben meine Beine offenbar anstandslos mitgemacht. Also jage ich meinen „Galan“ den Schlossberg hoch. Oben angekommen, erwartet uns ein wundervoller Blick auf Graz, das Kunsthaus und das Rathaus, wo offenbar ein Stadtlauf stattfindet. Auch den Uhrturm besuchen wir noch schnell vor selbigen ein älterer Mann mit Ziehharmonika und Fußtrommel über den Schlossberg singt. Wir gehen etwas weiter und beschließen uns kurz niederzulassen wobei wir auf eine sich sonnende Eidechse treffen, welche es derart gemütlich hatte, das ich sie fast mit meinem Hintern platt gemacht hätte und ein Selfie vor blühenden Kirschblüten schießen, übrigens ist es beinahe schon sommerlich hier oben. Ein ärmelloses Shirt hätte gereicht.

Als wir den Schlossberg wieder verlassen, stelle ich fest, dass sich meine geliebten Alltagsschuhe nicht für rutschige Bergab-Wege eignen, was zu einigen Stunts und diese begleitende „Uah“ führt. Allerdings: Sie schwankte, aber sie ging nicht unter. Wobei letzteres nur den Umstand geschuldet ist, das überall Geländer sind, zum Festkrallen. Somit brauchen wir etwas länger für den Weg Bergab als Bergauf.

Zeit haben wir leider keine mehr, da mein Cousin heute Geburtstag feiert und wir ehe baldigst wieder in heimischen Gefilden sein sollten. Dieser gab mir übrigens auch eine kleine Challenge mit auf den Weg, er wünschte sich Pfirsichschnaps, welchen ich nirgendwo ergattern konnte. Also bekommt er einen Spardosen-Mini-Kuchen, mit etwas Startkapital für den Kauf des Pfirsichschnapses und einen schönen Kugelschreiber, beides mit seinem Namen darauf.

Nach der Feier sind auch wir endlich wieder daheim, nachdem die Hunde uns begrüßt haben und während mein Laptop startet, um restliche Fotos und die Videos der Konzertnacht hochzuladen, räume ich meinen Rucksack aus, wobei ich erneut feststelle das ich von vier Hosen, ebenso vielen Tops und Pullis ohnehin nur zwei unterschiedliche Tops und Pullis getragen hatte … Von den vier paar Schuhen übrigens nur eines.

Schließlich ist alles verstaut nur eines fehlt mir. „Puh die nächsten Gäste werden von dem Service im Hotel schwärmen.“, sage ich. „Warum?“ „Das feuchte Toilettenpapier liegt noch dort am WC …“

Das ist nämlich etwas das ich in Hotels verteufle, bei alle gebotenen Komfort und Freundlichkeit gibt es nie feuchtes Toilettenpapier … Schließlich litt ich noch unter einem höllischen Muskelkater, welcher wohl offenbar vom „Berg-runter-rutschen“ stammt … Beides etwas seltsam … oder nicht?

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