Romantisch, verkorkst oder warum der Galan einen A4-Zettel schreibt und Criticalpixie am Boden liegt

Gestern fand es seinen Anfang, als ein überdimensionaler Goldhase auf meiner Motorhaube ruhte, mit einem A4-Zettel dazu, welcher mir wohl mitteilen sollte, dass der Hase für mich sei … Heute ereilte mich eine neue Botschaft, mit Gänsehaut-Effekt und der Frage liest der Verehrer hier mit? Aber wir starten mit etwas zum Lachen, zumindest für mich …

Mein „Galan“, welchem Eifersucht wohl gänzlich fremd zu sein scheint, obwohl es scheint anscheinend trifft, wie heute zeigt, verließ mich eine Stunde nachdem ich mit dem Zeichen der Gunst eines oder doch einer Unbekannten heimgekommen war.

Wodurch ich mich einige Stunden ungestört mit seinem Geburtstag und dafür diverse notwendige Dinge beschäftigen konnte, obwohl es eigentlich ein schlechtes Jahr ist, da ich mir vorbehalte nur alle zwei Jahre zu versuchen richtig gute Geschenke zu machen, weil man es einfach nicht jedes Jahr hinbekommen kann.

Schließlich kam er wieder heim, mit einem Bier zu viel … Mindestens einem zu viel, vermutlich eher zwei … Also gingen wir ins Bett, wobei ihm der Umstand in die Hände spielte, dass er morgen, also eigentlich heute, jedenfalls am Karfreitag, erst später zu Arbeiten hatte, im Gegensatz zu mir. Verlassen von den Sandras, Odettes und Ravenas der Firma sollte ich schon gegen sieben Uhr in selbiger eintreffen, das Telefon gehört ja abgenommen und Chefitäten rufen gerne gegen sieben Uhr an, wenn sie selber nicht im Haus sind und wissen das ein Fenstertag oder „Pseudo-Feiertag“ ins Haus steht.

So lag ich, von Mitternacht bis ein Uhr morgens, tapfer, neben meinem schnarchenden „Galan“, wobei man wohl erwähnen muss, dass sich sein wirklich sehr dezentes Schnarchen in normalen Nächten zu einem wahrhaften „Ducati-Trockenkupplungs-Rasseln“ in Biernächten auswächst.

Ich beschloss das Bad aufzusuchen und während diesem Vorgang zu überlegen ob ich auf die Couch auswandern sollte, immerhin sollte ich ja in guten vier Stunden wieder aufstehen … Da war es, irgendwer fuhr offenbar tatsächlich soeben mit einem Motorrad herum … Nein, doch nicht, tatsächlich höre ich die, den Schlaf meines „Galans“, begleiteten Geräusche durch die geschlossene Tür im Untergeschoss. Schnell war klar ich bleibe auf der Couch, tatsächlich schlief ich irgendwann aufgrund von Übermüdung ein.

Heute Morgen hatte es mein „Galan“ nicht so mit Geräuschen, so war es in der Früh tatsächlich absolut Still, rein gar nichts war zu hören, nicht einmal die Hunde, welche das Schlafgeräusch meines „Galans“ wohl deutlich mehr zu schätzen wissen als ich, sie blieben die ganze Nacht oben bei ihm. Nun bin ich es die Eifersüchtig ist, neun Jahre lebe ich mit den beiden schon zusammen und noch nie haben sie meinen „Galan“ mir beim Schlafen vorgezogen … Außerdem befindet sich vor der Couch dasselbe Hundebett wie im Schlafzimmer. Nicht einmal als sie merken das ich munter bin kommen sie zu mir um mich mit ihrem „Guten-Morgen-Nasen-Stupser“ zu begrüßen.

Schließlich begann irgendwann der Wecker am galanschen Mobiltelefon zu läuten, viel zu früh, sollte er tatsächlich später Dienst haben. Gerade erst mit meinem Kaffee in die Küche gesetzt beschließe ich diesen Umstand, so gut es geht zu ignorieren. Während meinem Kaffee lese ich einige Geschichten in anderen Blogs nach, wobei mir in regelmäßigen Abständen das galansche Mobiltelefon unangenehm auffällt.

Plötzlich bin ich hellwach; die Hunde kommen nicht zu mir herunter, oben ist alles Mucksmäuschenstill bis auf das Weckergebimmel. Einmal hörte ich meinen „Galan“ recht heftig husten, gegen zwei Uhr, es wird ihm doch nichts passiert sein? Ich hechte nach oben, wobei es mich fast auf der „Leiterstiege“ hinlegt.
Natürlich, kaum betrete ich das Schlafzimmer ist mein „Galan“ munter. Aber süß irgendwie, der Wecker wird gekonnt ausgeblendet, ich nicht und auch die Hunde springen auf und scheinen mich freudig zu begrüßen.

„Was ist denn?“, fragt mich mein „Galan“ komplett verschlafen, während sein Wecker noch immer bimmelt.

„Dein Telefon dreht seit einer halben Stunde durch und du reagierst nicht“

„Ah so“, er schaltet den Wecker aus, dreht sich um und ist schon wieder im Traumland, auch die Hunde kommen nun mit mir nach unten. Während ich den restlichen Kaffee austrinke, bekomm ich auch endlich meinen „Guten-Morgen-Stupser“ von den beiden.

Ob das Schlafgeräusch meines „Galans“ kurzweilig ein Tor in eine andere Welt geöffnet hatte, in welcher ich nicht zugegen war? Oder übertragen sich Bierdämpfe auf pelzige Familienmitglieder?

Im Büro lege ich mit der morgendlichen Routine los, da gibt es eine Auswertung welche jeden Morgen erledigt gehört, bis zu einer gewissen Uhrzeit, da sonst ein anderes Tochterunternehmen seine Auswertung nicht starten kann, weil es „meine Zahlen“ braucht. Etwas Zeit lasse ich mir, haben ja heute ohnehin viele Frei. Von wegen, stetig läutet das Telefon bei der Assistentin der Chefität, wobei letztere gar nicht selbst anruft und auch ein Kollege aus einer anderen Abteilung steht plötzlich in der Tür und braucht dringend, was kann an einem Freitag schon dringend sein, meine Hilfe.

Ab zehn wird es dann wirklich ruhig, der Startschuss für das seltene Naturschauspiel, da wir in unserem Zimmer auch das Büromaterial verwalten und Sandra immer diese tollen Tastatur-Desinfizier-Reinigungstücher bestellt lege ich los. Zettel aussortieren, Schreibtisch abräumen, Schreibtisch desinfizieren, Laptop kurz herunterfahren, Laptop und externe Tastatur sowie Maus ebenfalls desinfizieren, Laptop wieder hochfahren, Telefon ausstecken, Telefon desinfizieren, Telefon wieder anstecken.

Tatsächlich wird mir eine Stunde später etwas Langweilig, also beschließe ich meinen Ordnerkasten, welcher zwischen Schreibtisch und Fenster steht, sowie Fensterbrett und auch Fenstergriff zu desinfizieren, wobei ich natürlich mit letzterem starte, da ich ja um zum Fenster zu gelangen auf den Kasten klettern muss. Leise höre ich etwas klimpern …

„Hallo, Frau Pixie! Sie sind ja doch da“

Ich erschrecke, wende mich und falle dabei, mal wieder, vom Kasten, ein mittelbrauner Hund schleckt mich ab und ich blicke in die Augen meines Chefs … Er trägt Jeans und einen Hoodie, so hab ich ihn noch nie gesehen.

„Hallo Brotherr“, ich sage natürlich nicht Brotherr zu meinem Chef, aber mir fällt soeben kein Deckname ein. „Ich wusste gar nicht das sie heute doch kommen“, ich rapple mich auf und stehe gerade rechtzeitig wieder auf den Füßen als Frau Brotherr den Kopf bei der Türe reinsteckt.

„Ich hatte angerufen, kam aber nicht durch?“, seine Stimme klingt skeptisch

„Entschuldigung, ich hatte das Telefon kurz für einen Putzvorgang abgesteckt“, triumphierend halte ich das Reinigungstuch in die Höhe.

„Solange sie nicht verletzt am Boden liegen, soll es mir Recht sein“, er lacht, ebenfalls ein seltenes Naturphänomen. Dann geht er in sein Büro samt Gattin und Hund und verschwindet kurz darauf wieder.

Schließlich wird es endlich halb zwei und auch ich beende meinen Arbeitstag, ohne weitere Unfälle … bis dahin. Während ich auf mein Auto zuschreite erspähe ich ein seltsames Gebilde auf selbigen, gestern wurde ich darauf hingewiesen, dass mir wohl der Osterhase etwas aufs Auto gelegt hätte, heute glaube ich da ja nicht mehr so daran. Obwohl sich die ganzen geretteten Hasen ja gerne mal bei mir bedanken könnten, fällt mir soeben nebenbei ein …

Daheim ruhe ich mich etwas auf der Couch aus, ich bin etwas schläfrig, nach einem kurzen Nickerchen ist mein „Galan“ auch schon hier.
„Schau mal“, sage ich zu ihm und zeige ihm das seltsame Gebilde welches auf meinem Auto lag, samt Inhalt der beigelegten Karte

Er schnaubt „Wird Zeit das du den kennenlernst …“, ich verstehe die Welt nicht mehr, will mich mein „Galan“ etwa an den Mann bringen? „… damit du ihm sagen kannst, dass du einen Freund hast.“

Nachdem er sich umgezogen hat und wir in der Küche sitzen sieht er die Karte skeptisch an, blickt schließlich zum wieder aufgetauchten ein Kilo Hasen und den Blumen. Erneut schnaubt er.

„Ich schreib dir einen A4-Zettel, den legst du dann ins Auto …“ … Nur was darauf stehen soll, damit ist sich der „Galan“ noch nicht sicher …

5 Kommentare

    • Also gegen einen A4-Zettel von meinem „Galan“ hab ich mich mittlerweile ausgesprochen … Sicher nicht gut wenn das Auto vor der Firma parkt, ich stell mich nächste Wcohe direkt vor das Fenster der Assistentin, dann steht mein Auto nicht so „versteckt“ wie sonst … Mal abwarten – theoretisch kann es ja nur ein Kollege sein …

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