Jeremy Meeks, gutes Aussehen ist alles wie ein Häftling zum Model wird

„Ich war im Gefängnis“, ein Satz, welcher im Normallfall einem gesellschaftlichen Todesurteil gleich kommt, kaum jemand stellt Personen ohne reines Leumundszeugnis ein, es scheint egal was man getan hat und warum. Selbst Personen welche erwiesenermaßen nicht dem, ihnen zur Last gelegten, Verbrechen schuldig sind, werden jahrelang misstrauisch beäugt, selbst wenn der wahre Täter rechtskräftig verurteilt wird …

Dann kam er, im Juni 2014, veröffentlichte die Polizei von Kalifornien ein Fahndungsfoto. Ein dunkelhäutiger Mann mit strahlend blauen Augen, vollen Lippen und einem scheinbar perfekten Gesicht, ergattert das Abbild von Jeremy Meeks, binnen Tagen zehntausende Likes auf Facebook, versehen mit schmachtenden Kommentaren von Frauen, manche montieren sein Fahndungsfoto gar in Modekampagnen für Hugo Boss mit ein.

Gesucht wurde der, für viele, betörende Mann, wegen illegalen Waffenbesitzes, doch dies war nicht das erste Vergehen, des Gangmitgliedes. Bereits für schweren Diebstahl soll er verurteilt worden sein und einen Teenager soll er ebenfalls verprügelt haben.

Das erste was ich an diesem Mann sehe, neben seinem wirklich eigenwilligen Aussehen ist die Träne unter seinem Auge, ein Umstand, welcher mir Gänsehaut beschert, in Verbindung mit dem Gedanken, dass er ein Gangmitglied war, gerne tätowieren sich Gangmitglieder Tränen, wenn sie selbst jemanden getötet haben ….

… Allerdings ist es auch ein gängiges Motiv, für schwere Verluste. Was hier zu trifft bleibt offen.

Jeremy Meeks wurde gefasst und verurteilt, doch noch bevor er seine Haftstrafe antrat, nahm ihn Modelagent Jim Jordan, ein sogenannter Modelscout, unter Vertrag, seine Entscheidung erklärte er damit, dass bereits mehrere Klienten überall auf der Welt ihr Interesse an Jeremy Meeks bekundet hätten und ebenfalls ein Angebot für eine Reality-Show aufgetaucht wäre.

Nun ist er wieder auf freien Fuß, seit Anfang diesen Jahres und kehrte nach seinem Gefängnisaufenthalt mit Entzugsprogramm zu seiner Frau und seinem Kind zurück. Seine Facebook-Seite zeigt bereits über tausend Likes, in einem Post vom 10. März bedankt er sich bei Jim Jordan und White Cross Management für die Möglichkeiten welche nun vor ihm liegen.

Es ist durchaus erfreulich zu sehen, wie positiv sich das Leben nun für den 32-jährigen zu entwickeln scheint und somit die Hoffnung, für ihn und seine Familie besteht, ihr Glück abseits von Gangs und illegalen Geschäften zu leben.

Noch schöner wäre es allerdings, wenn wir ehemalige Häftlinge mit ähnlichen Geschichten gleich behandelnd würden, meine auch unattraktiven Menschen den Weg in eine Rehabilitation leichter gestalten würden …

Eine verkommene Seele, ist auch in einem attraktiven Körper hässlich … Eine geläuterte Seele, ist auch in einem nicht vollkommenen Körper schön …

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