Kommunikationsbarriere?

Die Umbauarbeiten in den jeweiligen Büros sind so gut wie abgeschlossen, Meister Pfriem hat uns am Anfang dieser Woche verlassen, das Zimmer, nicht das Etablissement, auch als Büro bekannt. Sandra und ich waren darüber natürlich nicht traurig. Nun ist unser Büro an der Reihe gewesen …

… da wir allerdings schon über viel Komfort verfügten, stand bei uns nur der Austausch der Schreibtische an, wobei sich mir noch immer nicht erschlossen hat, welches Problem unsere alten darstellten. Natürlich fand ich es auch etwas ulkig, dass wir zwar neue Schreibtische bekamen, es aber in der Vorweihnachtszeit, als das Lampengitter einen Anschlag auf mich verübte und meinem  Bildschirm ein saftiges Cut verpasste, hieß für Halogenröhrenaustausch und sein Lampengitter wäre jeder Mitarbeiter selbst zuständig, kein Geld für einen Hausmeister oder wie es seit einigen Jahren heißt Facility Manager …

Auch der Schreibtischab- und aufbau gestaltete sich etwas schwierig, da irgendwelche Herren, irgendeiner externen Firma nur hier wären um eine Trenn-Pinnwand zwischen den Tischen zu montieren, aber nicht um die Tische selbst auszutauschen …

Irgendeine Intelligenzbestie hatte zwei alte Schreibtische auch noch direkt vor unser Büro gestellt, was bedeutete wir mussten unsere alten Tische nicht nur in einem engen Winkel sondern auch noch „über Kopf“ nach draußen am Gang bringen … zwei kleine Frauen und zwei „riesige“ Schreibtische.

Dann war Warten angesagt, soeben hatte man uns gehörig Stress gemacht, die alten Schreibtische nach draußen und die neuen ins Büro zu schleppen, da die Trennwand-Monteure gleich hier wären, dann fehlte eine halbe Stunde von ihnen jede Spur.

Just in dieser Zeit brauchte ein aus anderen Gründen gestresster Brotherr zwei Analysen für eine Sitzung, wodurch ich die Annehmlichkeiten des Arbeitens im Stehen in der sogenannten Kommunikationszone, in welcher nie jemand kommuniziert, kennenlernen durfte, sowie die Freude darüber, dass dieser Arbeitsvorgang von jedem, welcher sich seinen vormittags-Kaffee an der Freiverkaufs-Maschine abholt, kommentiert wird.

Nachdem die Analysen fertig und ausgedruckt waren, begab ich mich wieder in unser Büro um Sandra beim verlegen der Kabel im Kabelkanal zu helfen, wobei ich mir an einer Verteilersteckdose einen kurzen Schlag abholte und kurz danach auch am Kopf beim aufstehen.

Zurück zu der Steckdose und deren Schlag, wobei auch offenbar keine Sicherung fiel, was aber wiederrum der sogenannten Sicherheitsvertrauensperson egal war … ? An dieser Steckdose steckt somit auch einiges, ich komme nicht umhin mich zu fragen wie lange es dauern wird, bis ich wieder einige Zeit unter den Tischen verbringen werde um diesen Verteiler zu tauschen, hoffentlich ohne Schlag, am Kopf oder von der Steckdose.

Zwei hektische Stunden später, mit weiteren kommentierten Steharbeiten in der Kommunikationszone, da natürlich jeder im Haus ausgerechnet dann etwas braucht, wenn man verhindert ist, kamen die Trennwand-Monteure mit einer sagenhaft riesigen Trennwand. Verkauft wurde sie uns mit etwa ein bis zwei Zentimeter über den Bildschirm ragend … (siehe Beitragsbild).

Interessant, der Umstand, das es Männer anscheinend, tatsächlich, nicht so mit Zentimeterangaben haben ….

Der restliche Arbeitstag gestaltete sich etwas schwierig, arbeiten Sandra und ich ja an verschiedenen Auswertungen und Analysen gemeinsam, man unterschätzt die Möglichkeit sich hierbei zu sehen gewaltig. Eine wahre Kommunikationsbarriere, ob dies beabsichtigt ist?

Während der Mittagspause kam mir eine glorreiche Idee. „Die Trennwand wäre super gewesen, als Meister Pfriem noch in unserem Zimmer war …“

„Wieso?“

„Dann hätten wir sie einfach an seinem Schreibtsich montiert“

„Stimmt.“

„Ha, was hältst du davon wenn wir die Wand wirklich auf dem Schreibtisch montieren?“

„Können wir das?“

„Ja, die haben nur mit einem Imbus geschraubt.“

„Morgen?“

„Klar morgen früh, da sind wenigstens die meisten außer Haus …“

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