Feel the Noise Festival: konntest Du es fühlen … Part II

There’s an English Version to …

Die Enttäuschung darüber Dark Nativity, Apis und We Blame the Empire verpasst zu haben und die damit einhergehende etwas gedrückte Stimmung, fegten uns, meinem Galan und mir, Uzziel, Fallen Utopia, the Morphean, Epsilon und Vinegar Hill mit souveränen Auftritten weg …

Nach Vinegar Hill, einer faszinierenden und tatkräftigen Band, wie hier nachzulesen ist, brauchten wir etwas mehr als fünf Minuten Pause um all die positiven Eindrücke, der vergangenen drei Stunden, zu verarbeiten. Wir begaben uns erneut nach draußen und gönnten uns jeweils einen Hot Dog, der Galan mit Käsekrainer, ich einen Veggie-Dog … Nochmal danke, dass auf diesem Festival die Vegetarier nicht vergessen wurden! Die Wartezeit, war übrigens, trotz des großen Andrangs komot.

Schließlich alberten wir, nach dem Essen, noch schnell ein wenig herum, die Stimmung war definitiv gehoben, nicht nur bei uns und so begaben wir uns wieder nach drinnen zur 2nd Stage und Across the Element.

Mittlerweile sah ich ihr Stage-Cam-Video, welches während des Beginns ihres Auftrittes entstand und ärgere mich ein wenig diesen verpasst zu haben, die Metaler aus Wiener Neustadt legten offenbar gehörig los.

Als wir den Raum betreten ist er ziemlich voll, vorsichtig bahnen wir uns einen Weg auf der Seite nach vorne, um gute Bilder erhaschen zu können, während dessen sehe ich überall feiernde, tanzende und mitsingende Menschen. Nachdem ich erste Bilder geschossen habe, bemerke ich, dass ein Fan aus der ersten Reihe, welcher tatkräftig am Headbangen war, tatsächlich das Gitter vor der Bühne schräg mit sich weggezogen hat, während er ausgelassen seine Band feierte, als er dies selbst bemerkt positioniert er es umgehend auf seinem angestammten Platz … dies sagt wohl genug über die Freude der Fans während Across the Element.

Angekommen sind sie übrigens mit einem Reisebus, gemeinsam mit ihren Fans feierten sie ein wenig in selbigen. Während ihrem Auftritt holen sie auch einen Fan zu sich auf die Bühne und rocken mit ihm gemeinsam. Einfach toll.

Der Sänger grollt überraschend klar und ungehemmt, ich verstehe ihn jedenfalls etwas besser als Epsilon, seine tief ins Gesicht gezogene Kappe hält bei jeder energischen Bewegung mit dem Kopf, der Bass vibriert, die Drums ballern und die Riffs der Gitarre sitzen. Die Stimmung hebt sich mit jedem Song und am Ende verlangt die Menge lautstark eine Zugabe. Auch ich bin bereit für mehr von dieser Band. Als ich mir die Bands vor dem Festival ein wenig ansah, viel mir übrigens der Song The End of all Times besonders positiv auf.

Wir wechseln zurück zur Noise Stage, nachdem wir etwas Zeit am Merchandise-Stand verbracht haben um „ein Stück“ Across the Element mit uns zu nehmen. Sonic Syndicate aus Schweden hat mittlerweile begonnen, als wir die Halle betreten, sehe ich den Sänger quer über die Bühne springen und bin prompt etwas geplättet vom ersten, durchwegs positiven und energischen, Eindruck.

Natürlich hatte ich mir diese Band ebenfalls auf Facebook und YouTube angesehen, die Erwartungen nach dem Video zu Catching Fire waren etwas hoch, aber Sonic Syndicate erfüllt diese, ohne Wenn und Aber. Die gesamte Show sitzt, sie verlieren keinen Funken Energie und verströmen pure Lebensfreude, auch sie sind überall scheinbar gleichzeitig, ohne zu hetzen, geben sich größte Mühe jede einzelne Person im Publikum anzusprechen … Immer wieder springt der Sänger energisch über die Bühne, der Bassist und Gitarrist wechseln regelmäßig die Seiten und zelebrieren ihre Soli und auch der Drummer steht hier und da auf und animiert die Leute zu feiern … Ich kann mich nur wiederholen, ich bin geplättet, von der Band, der Show, den Fans und dem Lärm …

Sonic Syndicate brachte als internationale Band auch einige weitere Fans mit, der Andrang ist nun etwas größer, zumal es mittlerweile halb acht ist, nun wäre es wohl an der Zeit die Security, welche auch schon Bands wie Uzziel und Vinegar Hill lobten, gesondert zu erwähnen, ist ihre Präsenz für ein ungefährliches und gemütliches Festival nicht zu unterschätzen, zumal die ersten Fans mit Stage Diving beginnen, welche in der Regel von der Security aufgefangen und sicher wieder ins Publikum gebracht werden. Gerade auf der Noise Stage fällt mir einer auf, welcher wohl schon den ganzen Tag hier, direkt vor den Lautsprechern steht, ein Knochenjob, der nicht zu unterschätzen ist … Toll finde ich es auch, dass sie und andere Crewmitglieder einige Male extra abtauchen oder etwas zur Seite gehen, damit Fans und auch ich Bilder und Videos ihrer Bands machen können.

Das Tempo, die Stimmung und die Fans haben angezogen, erneut brauchen der Galan und ich eine kurze Pause, bevor wir uns zu Rant aus Kapfenberg, auf der 2nd Stage wechseln, wir schaffen es zum Intro, die Melodie bekannt aus den Saw-Filmen, unmittelbar bekomme ich eine Gänsehaut, der Drummer legt los und die übrigen Bandmitglieder springen auf die Bühne, seht am besten selbst, Worte können es kaum Beschreiben…
Unter den erhitzten Gemütern kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei großen Männern, soweit ich von meiner Position, gegenüber, mitbekomme ist die Crew und Security sofort zur Stelle und kann den Zwist ohne Gewalt oder Verweis beenden. Der grandiose Abend kann somit, quasi, ohne Zwischenfall fortgesetzt werden und ich Rant weiter genießen … Danke, auch dafür, an dieser Stelle.

Der Sänger flüstert, während einem Song, Wake Up in sein Mikro, bevor er seine Stimme kraftvoll zu einem grollen hebt … etwas später singen sie eine Passage mit Loosin you, wobei mich ihre Stimmen beinahe an leidendes Wolfsgeheul erinnert, nicht negativ gemeint, denn umgehend bekomme ich beide Male erneut eine Gänsehaut … Einfach Toll.

Wir fühlen den Lärm seit einigen Stunden deutlich, erneut brauchen wir eine Pause an der frischen Luft, auch um unsere, vom Nebel gereizten Augen etwas zu erholen, schließlich geht es wieder auf die Noise Stage welche Caliban bereits fest im Griff hat.

Die Messlatte wurde von den vorigen Bands deutlich nach oben gelegt, doch Caliban meistert diese Herausforderung mit Bravour, die Metaler aus Essen heizen gehörig nach, keine Verschnaufpause wird dem Publikum gegönnt oder der Crew, erneut nimmt die Security Stage-Diver sicher in Empfang.

Immer wieder verschwindet der Sänger aus dem Fokus meiner Kamera, er ist damit beschäftigt gemeinsam mit seinen Fans zu rocken, in einer Pause zwischen den Songs vernehme ich kreischende Mädchen … Am Ende ihrer Show verteilen sie noch Wasser an ihre Fans, die Security und bedanken sich bei selbiger noch einmal für ihren tollen Einsatz, während des Abends und ihrem Auftritt.

Also wieder auf die 2nd Stage um Norikum aus Graz zu lauschen, eine Pause legen wir diesmal nicht ein, da ich viel zu Neugierig auf diese Band bin. Was soll ich sagen, sie beherrschen ihr Handwerk, ich habe das Gefühl mitten in einem Meldoic-Trash-Metal Gewitter zu stehen, eine Pause davon wird in Form von akustischen Parts und melodischen Partien, gegönnt, nur um dann wieder mit Kreischen und Grollen voll loszulegen … Ein ähnliches Gefühl, wie es mir ältere Darkest Hour Nummern bescheren erfasst mich, Norikum schickt mich mit ihren Werken, ebenfalls, auf eine Reise durch meine Gefühlswelt. Das Publikum kocht und auch ich verzichte darauf viele Fotos zu machen um die angetretene Reise zu genießen … WOW, mehr kann man eigentlich nicht sagen, außer gerne mehr!

Dark Tranquillity folgen, beinahe zum Glück, mit etwas Verspätung auf der Noise Stage, erneut benötigen wir eine Pause, welche wir draußen sitzend verbringen, wir sind etwas erschöpft, eine fantastische Band folgte der nächsten, natürlich traf nicht jede einzelne unseren Geschmack und das müssen sie auch nicht, denn die Stimmung und der Energiepegel, bei Bands und Publikum, waren stetig hoch … Auch wenn eine Band mal nicht so den eigenen Geschmack traf wurde man unweigerlich mitgerissen.

Natürlich verstehen die routinierten Metaler aus Schweden ihr Handwerk, sind sie seit Jahren Größen im Business, passend eröffnen sie ihre Show mit einem projizierten, The Science of Noise, und dem gleichnamigen Song. Mir gefällt der Gedanke, dass die Band diesen Titel vielleicht als eine Hommage an all die Bands davor gewählt hat …

Wahrlich hat das Feel the Noise Festival, jede einzelne Band, Crewmitglieder und Publikum eine eigene Wissenschaft des Lärms kreiert und zelebriert.

Trotz fortgeschrittener Stunde, immerhin ist es nun bereits nach elf Uhr Nachts, geben auch Dark Tranquillity nun alles, von epischen Melodien, knallharte Riffs, donnernde Drums über lautstarkem und klaren, beinahe sanften Gesang mit, für mich, Gothic angehauchten Keyboard bieten sie der Meute alles, was sie nach jahrelanger Erfahurng und zehn Alben offeriern können.

Wir wechseln zu der letzten Band des Abends La Ressistance auf der 2nd Stage, die Metaler welche in Trofaiach ein Heimspiel geben, haben es nicht leicht, während der ersten Nummern spielen sie nur für wenige Fans, langsam ändert sich dies, doch wir müssen nach wenigen Songs, erschöpft, aufgeben … Denn auch sie legen trotz allem gewaltig vor, messerscharf peitschende Riffs, dröhnende Drums, ein satter Bass und eine kräftig grollende Stimme, prasseln erneut auf uns ein … Sehr müde aber überglücklich, verlassen wir das Festival, etwas vor dem, den Festival gebührenden Ende von La Ressistance, auf dem Weg zu unserem Auto beschließen wir jedenfalls auch La Ressistance im Auge zu behalten und einen ihrer nächsten Auftritte zu besuchen … Sex,Drugs and Sharks gefiel uns auf jeden Fall sehr gut …

 

Ich schließe mit einem Danke. Danke an die Organisation, die gesamte Crew von Band Meets Band, Securitys, Sanitäter, die Bands und natürlich den von ihnen mitgebrachten Lärm, das Motto des Festivals wurde von jedem Einzelnen von Euch rigoros umgesetzt … Das Gefühl, dank Eures Talents und Engagements, eine wahnsinnig tolle Konzertnacht, mit wenigen technischen Pannen, welche eben Mal Live passieren, erlebt zu haben ist nahezu unbeschreiblich …!!! Bleibt nur zu sagen:  Bitte mehr!!!

Fotos gibt es hier

Videos demnächst

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