Der Festivalsommer ist da und hier gibt’s eine Runde Tipps und Tricks

Der Galan und ich sind bekennende Festivalbesucher, Feel the Noise, Overdrive und demnächst, in nicht ganz einem Monat, steht erstmals ein mehrtägiges: das Nova Rock, vor der Tür. Leider ist aber nun mal nicht jeder Festivalbesucher zum Feiern dort, jährlich gibt es Berichte über Diebesbanden, zerschnittene Zelte, aber auch über Hitzeopfer …

Natürlich sind wir nicht das Non-Plus-Ultra und es gibt unzählige Menschen, welche einen mehrtägigen Festivalbesucher noch besser hinbekommen als wir, also lade ich gleich alle herzlich ein ihre Tipps und Tricks in den Kommentaren zu hinterlassen.

Vorerst wird wohl gepackt, eine Modenschau braucht man abseits des Coachella nicht abziehen, bei Hitze Dreck und Staub empfehlen sich wohl tatsächlich am ehesten Badesachen oder nicht so schöne Shirts, Tops und Shorts oder Hosen. Unter Tags bewährt sich bei mir eine Kombination aus Bikini, Badeshort für Damen und dünnen Top, welche sich auch Schnell mit Wasser reinigen lassen, sowie bequeme teilweise ausgelatschte dünne Schuhe. In den Nachtstunden darf es dann gerne eine Schlabberjeans sein und zwar jene mit welcher ich auch schon mal unter dem Auto liege und schraube, dazu der nicht mehr ganz so ausgehwürdige Hoodie. Auch auf Regenklamotten und Schuhe sollte nicht vergessen werden, denn eine Wettergarantie gibt es nie. Was für uns sonst noch, warum,  mitsollte und worauf wir auch achten erfahrt ihr beim weiterlesen.

Nachdem die Anreise geschafft und das Equipment aus dem Auto geladen wurde, dreht sich alles um den richtigen Platz.  Ein kurzer Weg zu den Bühnen scheint beliebt, allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass man an einem viertägigen Festival wohlmöglich tatsächlich einmal Ruhe haben möchte. Für mich persönlich führt die Kombination aus Staub, Hitze, Schlafmangel und Lärm meist am zweiten Morgen bereits zum Stimmungstief, zumal ich es so oder so gewöhnt bin, in der Früh eine gute Stunde in Stille mein Frühstück einzunehmen. Daher präferiere ich Plätze etwas abseits des Rummels, wo auch nicht stetig jemand vorbeiläuft, zudem allerdings meist in Sicht- aber nicht Geruchsweite der Dixie-Klos. Mit dem Wohnmobil empfiehlt sich dann auch oft ein Platz etwas abseits derjenigen welche tatsächlich vier Tage durchfeiern. Möchte man keine langen Wege in Kauf nehmen, empfehlen sich zumindest Oro-Pax, selbige empfehlen sich ürbigens so oder so.

Der Platz ist gefunden, nun schnell das Zelt aufbauen und ab auf das Gelände, einige versperren ihre Zelte mit Schlössern, was allerdings, laut Berichten oft dazu führt das Diebesbanden, gerne die Zelte aufschneiden, eine Alternative sind vielleicht Reise-Tresore, von Klein bis Groß gibt es da verschiedene Modelle und Preisklassen, mit Schlüssel oder Zahlenschloss. Manche verfügen gar über ein Stahlband, womit man den Tresor zusätzlich wo befestigen kann, einige kann man mit einer Alarmanlage, welche ähnlich der beim Auto auf Hochheben oder Schwingungen reagieren, nachrüsten. Unser kleiner hat sich auch schon in Strandurlauben bewährt.

Mama nervt, dennoch sollte man nun vor dem Gang aufs Gelände nicht auf Sonnenschutz verzichten, es gib mittlerweile recht günstige und gute Sonnencremen für Sportler, sie hinterlassen kein seltsames Gefühlt auf der Haut und kommen auch mit Schweiß klar, erst die Seife, auch eine biologisch abbaubare, welche sich für Festivals empfiehlt, rückt ihr auf die Pelle, aber auch Makeup-Reinigungstücher. Eine Kappe oder ein Hut, schützt den Kopf, das Gesicht und die Augen, wenn man keine Sonnenbrille mitnehmen möchte. Zudem begleitet uns meist ein desinfizierendes Handwaschgel mit aufs Gelände, die kleinen Fläschchen passen in jede Tasche und ersetzen das Händewaschen nach Aufsuchen des stillen, oder doch lauten, Örtchens. Auch Ketchup, Senf und was da sonst noch an Fast Food an den Fingern klebt entfernt es ganz gut.

Die Party geht nun los und auch der Alkohol fließt, dennoch sollte man es nicht verabsäumen, seine Wasserhaushalt mit selbigen wieder auszugleichen oder auch mal zu zuckerhaltigen Getränken zu greifen, denn während dem Feiern schwitzt man genug davon raus, wem das absolut nicht zusagt, sollte sich dann zumindest einige Radler, anstatt Bier pur, gönnen, das Mischgetränk aus Limo und Bier bietet dann alles, Flüssigkeit, Zucker und Alkohol, kann den Flüssigkeitsverlust jedoch nicht so gut ausgleichen. Führt man sich den ganzen Tag kein Wasser zu, muss man leider auch mit Erschöpfung, Überhitzung … oder schlimmeren … rechnen.

Müde kommt man vom Festivalgelände retour, mancher erst dann wenn die Sonne bereits aufgeht und mit Bier im Blut spürt man auch die mittägliche Hitze, während dem Schlafen nicht, sodass man nicht, wie viele andere, sein Zelt um spätestens neun Uhr fluchtartig verlassen muss. Allerdings kann man so auch überhitzen, denn auch das Zelt wird zum Backofen, seid ihr in einer größeren Gruppe unterwegs und einige sind schon wach, wäre es gut das Zelt zu öffnen, sodass die Luft zirkulieren kann.
Es gibt auch Batterie oder Sonnenbetriebene Ventilatoren, deren Anbringung im Zelt allerdings etwas Geschick erfordern und auf die man achten sollte beim Erwachen, Verletzungsgefahr.
Das Zelt unter einen Pavillon zu stellen ist oftmals untersagt. Hier kann die silberne Seite einer Rettungsdecke etwas Abhilfe schaffen, da sie die Sonnenstrahlen reflektiert und die goldene Seite etwas isoliert, doppelseitiges Klebeband sorgt für den Halt selbiger und mit einer kleinen Schere oder Taschenmesser lässt sich auch alles zuschneiden.
Funktioniert übrigens auch recht gut unter dem Zelt, bei kalten Boden. Man könnte aber auch ein kleines Sonnensegel über dem Zelt aufbauen, mindestens zehn Zentimeter Abstand zum Zeltdach sollte es dann aber haben. Auch große nasse Shirts, auf die Außenhaut gelegt, können ein wenig Linderung bringen. Zumindest die Isomatte sollte man auch nicht zu Hause lassen.

Das Frühstücksangebot ist durchaus gut, dennoch begleiten uns in der Provianttasche neben viel Wasser, Kaffeepulver sowie Dosenkaffee noch einige dieser kleinen Croissants, Milchbrötchen, Butter-Madeleines und Mini-Marmeladengläser, die überstehen die Hitze ganz gut und bieten Menschen wie mir, welche gerne etwas Ruhe haben nach dem Aufstehen, den ersten benötigten Koffein und Zuckerschub.

Schnell wird das Mobiltelefon gecheckt, oftmals um zu sehen wie spät es ist, Fotos vom Vortag durchzugehen oder einfach zu checken was in der realen Welt gerade los ist, da sieht man es dann, der Akku ist beinahe leer. Selbst haben wir keine gute Erfahrung mit Ladegeräten welche mit Sonne funktionieren, mittlerweile haben wir ein Akku-Pack für das Handy mit, selbiges daheim aufgeladen hält es für mindestens zwei Akku-Ladungen für das Mobiltelefon, es gibt aber auch andere, welche mehr schaffen.

Bevor es wieder losgeht, möchte man sich wohl richtig reinigen, ich selbst „wasche“ mich bei der nächtlichen Ankunft vorm Schlafen mit Makeup-Reinigungstüchern, desinfizierenden Tüchern oder einfach Clerasil Gesichtswasser, wobei man bei letzter Variante viel Geduld braucht, pro Bein gute vier Wattepads und mindestens zwei, für Bauch, Rücken, Arme, Hals und Gesicht, allerdings kommt bei dieser Variante auch der meiste Dreck vom Körper.
Am Morgen vertraue ich nicht immer den sanitären Anlagen, zu diesem Zweck habe ich abgefühltes Wasser, biologisch abbaubare Seife und Waschlappen mit, im Bikini und dem Galan, welcher einen Sichtschutz hält, wasche ich mich dann meist so und kurz darauf hilft mir der Galan dabei wenn es daran geht mit der Seife den Dreck auch aus den Haaren zu waschen.

Damit überstehen wir Festivals relativ gut und was sind Eure Tipps?

3 Kommentare

  1. Endlich Festivalsaison! 🙂 Auch wenn ich lieber auf kuschelig-kleine Festivals gehe. Ich möchte noch – je nach Ort – Mückenschutz in die Runde werfen. Anti-Brumm hat bei mir leider nur sosolala zum Vorsorgen geholfen, aber es gibt Antihistamin-Sticks, die man auf den Stich aufträgt und den Juckreiz sofort mindern. Der beste Schutz ist aber, jemanden neben sich zu haben, den die Mücken noch leckerer finden als einen selbst :‘-)

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