Pixie das Fleckvieh und warum die deutschen Elf wegen Hugo Boss die EM gewinnen

Fleißig sind wir heute … wir … eher der Galan, selbiger gräbt soeben den Garten um, während ich endlich die Tasten drücke, denn seit gestern juckt es mich gewaltig in den Fingern, schuld daran – die deutschen Fußball Nationalmannschaft oder doch Hugo Boss …

Fußballer laufen, berufsbedingt und das nicht wenig, ich laufe auch, nicht berufsbedingt aber auch nicht wenig, so auch heute. Dabei trage ich gar etwas weniger als Fußballer, da mich sonst wohl der Hitzschlag dahinstrecken würde, modisch in Shorts und bauchfreiem Sport-Top immer an meiner Seite die hündischen Damen des Hauses, welche sich im Gegensatz zu mir an einigen Bächen, welche unsere Strecken begleiten erfrischen können.

Beneidenswert, oder einfach ungerecht wenn sie nach ein paar Schlucken und mit nassem Fell, scheinbar frisch und munter wieder hinauskommen und gleich wieder loslegen. Nicht nur das sie erfrischt sind, muss ich auch noch ihrem Allradantrieb hinterherjapsen, zudem sind Laufleinen ein wahrliches Armtraining nebenbei, selbst ausgezogen hängen sich die unhandlichen Dinger ganz schön an.

„Es reicht, das nächste Mal laufe ich nackt!“, verkünde ich dem Galan als ich durch die Eingangstür in den Garten krieche, während die Hunde munter durch die heimische Pforte, in das grüne Gras, springen.

Apropos kriechen, bis heute muss ich bei diesem Wort schmunzeln, da auf der Laufstrecke des Iron Man, laufen, gehen und kriechen, genauer krabbeln, erlaubt ist … Seinerzeit wurde das Schwimmen,  beim halben Iron Man, abgesagt, weil zu kalt, bis heute bin ich überzeugt, wäre ich geschwommen, wäre ich ins Ziel gekrochen … Da hat sich wer wohl was überlegt, bei diesem Reglement, schoß mir im Ziel durch den Kopf …

„Das gibt sicher eine interessante Geräuschkulisse.“

„Wie meinen?“

„Denk an die freien Radikale.“, verschmitzt grinst er mich an und ich verstehe worauf er anspielt, dass die freien Radikale gerne laut zusammenklatschen wenn wir herumalbern.

„Dann hört man mich wenigstens wenn ich antrabe.“

Der Galan, absolut nicht begeistert von der Idee, dass ich tatsächlich nackt laufen gehen würde scheint kurz zu grübeln „Meinst du wirklich, dass es viel kühler wird wenn du gänzlich ohne Stoff läufst?“

„Nein … aber wenigstens bin ich dann kein Fleckvieh mehr.“

„Fleckvieh?“

Ich stehe auf und ziehe meine Shorts runter „Schau dir meine Oberschenkel an, die sind dreifarbig, braun wo keine Short ist, ein wenig braun wo die Short anfängt und weiß wo die Short ist, am Oberkörper dasselbe …“

Er lacht „Dann sonn dich doch etwas … Nackt … im Garten“

„Ich geh jetzt duschen.“

Nach der Dusche betrete ich wieder den Garten, reiche den in der Sonne liegenden hündischen Damen jeweils ein Rinderohr und verkünde „Ich kauf jetzt einfach bei Hugo Boss ein“

„Warum dieses?“

„Die deutsche Nationalelf ist überzeugt wegen Hugo Boss Anzügen die Weltmeisterschaft 2014 gewonnen zu haben …?“

Seit dem Sommer 2014 ist Hugo Boss offiziell der Modeausstatter der deutschen Nationalelf, während der Weltmeisterschaft wollt die Marke mit Echtzeitmarketing punkten. Dumm nur das die Shootings hierfür schon im April stattfanden, so waren gleich sechs der dafür verpflichteten Kicker nicht während der Weltmeisterschaft anwesend …

Zwar kenne ich mich mit Fußball und Spielern nicht aus, aber auch ich „musste“ mir das ein oder andere Spiel ansehen, herzlich lachte ich als Hugo Boss am Tag eines Spieles auf Facebook postete Stil und Erfolg kennen keine Grenzen, aber von den sieben abgebildeten Spielern, nur zwei auch am Spielfeld waren …. Ja, ich habe einen verqueren Humor und derartiges erheitert mich.

Nicht minder musste ich somit gestern Schmunzeln als mir ein Werbeartikel über die deutsche Nationalelf und Hugo Boss unter die Augen kam. „Mit Hugo Boss waren wir schon zur Weltmeisterschaft 2014 erfolgreich, natürlich hoffen wir nun, dies in Frankreich gemeinsam wiederholen zu können“, wird Trainer Löw zitiert.

Wer nun tatsächlich mit oder ohne Boss in Frankreich aktiv sein wird, bleibt für mich abzuwarten. Interessant finde ich jedenfalls die neuen Kampagnenbilder, saßen die Fußballer 2014 mit ihren Anzügen in Umkleideräumen, trainieren sie nun damit auf dem Spielfeld … Woran erkennt man die Marketing-reisistente Frau? Korrekt, während ich die stattlichen Männer am Bild betrachte frage ich mich umgehend, ob die weißen Hemden resistent gegen Gras- und Erdflecken sind, sowie ob es möglich ist den Stoff, unsichtbar, zu flicken…

Belustigt war ich ebenfalls am Ende des Artikels, da gab es gute Nachrichten für Fußballfans, welche zeitgleich Fashionmisters sind, die tollen Klamotten kann man nachshoppen … Dann hätte Mann das etwas andere Fantrikot, nämlich eins von Boss und würde zeitgleich so stilsicher wie noch nie jubeln … Warum muss ich soeben an Beckham denken?

Jedenfalls … wenn Fußballern das Training in Anzügen leichter fällt, als im Trikot, müsste es mir doch auch leichter fallen im Anzug zu laufen… oder?

 

Sarkasmus hin oder her, jedenfalls wünsche ich Ihnen, aber auch allen anderen Mannschaften, eine tolle und erfolgreiche Zeit in Frankreich …

Ein Kommentar

  1. Hi Pixie,

    sehr amüsanter Post 😉
    Dann sind wir gespannt, ob´s Hugo diesmal wieder richtet oder doch Emidio Tucci…

    Beste Grüsse aus München
    Alex & Birgitta

    Edit: Criticalpixie: Meinen richtigen Vornamen auf Spitznamen geändert

    Gefällt 1 Person

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