Inspiriert vom Atlantis Mythos: versunken, verschollen und wiederentdeckt

Nachdem Platon, im vierten Jahrhundert vor Christus, erstmals Atlantis beschrieb wird diskutiert. Seit Jahrtausenden beschäftigt uns nun die Frage: Was ist an der wohl berühmtesten der platonischen Mythen dran …

Platon bekannter Philosoph war von einer paradoxen Einstellung gegenüber Mythen geprägt, so kritisierte er inhaltlich weit verbreitete Mythen scharf, besaß aber zeitgliche die Auffassung, das Mythen ein legitimes Mittel seien um seine philosophische Auffassung der Welt zu verbreiten.

Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Platon von wahren Begebenheiten inspiriert wurde …

Stetig hört man, dass uns, der Menschheit, ein Großteil der unseren Heimatplaneten bedeckten Masse noch unerforscht sei. Die Rede ist vom Ozean.

Im goldenen Zeitalter der Freibeuter kostete er so manchem Kapitän sein Schiff und Leben, Schiffe beladen mit Gold und anderen Schätzen versanken, viele davon sind bis heute nicht gefunden. Wirbelstürme, welche über das Meer zu fegen scheinen, wirbeln auch das Wasser auf, ähnlich der Sahara wandern Sand und Gestein dadurch am Meeresgrund und vergruben sie.

1705 gelangt die spanische Galeone San Jose, welche dem Auftrag folgte Schätze in die Heimat und seiner Krone zu bringen, in den Hinterhalt britischer Freibeuter, nicht unweit einer Inselgruppe vor der Küste Kolumbiens. Die Engländer verkalkulieren sich und die San Jose sinkt, mit ihr ein sagenumwobener Schatz, welchen unzählige Schatzsucher 307 Jahre lang vergeblich suchten. Quasi erst gestern, genauer im Dezember 2015, werden Kanonen der versunkenen Galeone und kurz darauf der Ort des circa 16 Milliarden schweren Schatzes, gefunden …

Doch bei Platon ging es nicht um ein Schiff, sondern eine Stadt, einem riesigen Atoll gleich, aus mehreren Ringen Landmasse und Wasser bestehend, welche in den Fluten versank. Entgegen eines ungefähren Standortes eines Schiffes, welches dazu noch in seine Einzelteile zerbombt wurde, sollte man doch genau bestimmen können, wo sich eine derartige Landmasse verbirgt.

Es ist der 07. Juni 1692, als Port Royal, Ruhestätte des 1688 verstorbenen Piraten Henry Morgan, vorerst von einem Erbeben erschüttert und kurz darauf von einem Tsunami vollständig zerstört wird. Ein Großteil der einst schillernden Hafenstadt versinkt im Meer, nicht wenige Teile davon in Treibsand welcher sich im Meer gebildet hatte und somit verschwinden kleinere Gegenstände wohlmöglich tatsächlich … „für immer“ …

Warum Thonis wie es die Ägypter, oder Herakleion im 8 Jahrhundert vor Christus unterging ist bis dato ungeklärt. 1200 Jahre ruhte sie am Meeresgrund bis ein Team von Unterwasserarchäologen sie im Jahr 2000 wiederfanden, direkt vor den Toren Alexandrias, genauer 6,5 Kilometer von der Küstenlinie entfernt. Neben der Stadt mit Gebäuden und Statuen, wurden auch die Überreste von 64 Schiffen entdeckt, was dafür spricht, dass der Untergang plötzlich kam. Interessant das die Stadt, wohl ähnlich wie Atlantis, auf mehreren Inseln mit Kanälen dazwischen gebaut worden sein soll.

Der nahe gelegenen Hafenstadt Kanopus, welche den wichtigsten Hafen vor der Gründung Alexandriens war, erging es ähnlich, auch von ihr verschwand ein Teil für lange Zeit unter der Meeresoberfläche um kurz vor Thonis gefunden zu werden.

Und auch das Königsviertel Alexandriens, ereilte nach einem Erdbeben mit Tsunami, im 14. Jahrhundert dasselbe Schicksal. Tempel, prunkvolle Paläste und luxuriöse Parkanlagen, welche Kleopatra, Julius Cäsar und Marcus Antonios einst Erholung boten, versanken im Mittelmeer, erst 1992 wurde die Anlage gefunden und mit der Bergung begonnen.

Selbiges Schicksal ereilte, bereits in der Bronzezeit, die griechische Küstenstadt Pavlopetri. 1967 wurde die Stadt im Meer erstmals von Nicholas Flemming entdeckt, aber erst 2009 startet ein Ausgrabungsprojekt. Mindestens 15 Gebäude hatte es in der Stadt, welche ungefähr 100.000 Quadratmeter groß gewesen sein soll, gegeben.

Auch vor Japan wurde erst 1985 von einem Taucher ein Monument gefunden, welches von Menschenhand geschaffen scheint. Wenn dem tatsächlich so ist, wurde diese Formation, auch „The Turtle“ genannt, nach der Eiszeit, als die Meeresspiegel wieder stiegen, vom Ozean verschluckt. Bemerkenswert allerdings auch, ist die Formation tatsächlich durch Menschenhand bearbeitet wurden, was Löcher und scharfe Kanten beweisen sollen, wiederspricht dies der Auffassung der Zivilisationsgeschichte Südostasiens.

Doch manchmal gibt das Wasser seine Geiseln von selbst wieder frei, teilweise oder auch komplett, scheinbar um seine wahre Kraft deutlich vorzuführen …

Am 10. November 1985 brechen, nach heftigen Regenfällen, die schützenden Lehmdämme um den argentinischen Kurort Villa Epecúen. Häuser für die 1500 Seelen des Dorfes, 250 Hotels und alle luxuriösen Thermalbäder werden verschluckt. Die Stadt welche 1921 nahe des Sees Lago Epecúen, welcher den höchsten Salzgehalt nach dem toten Meer aufweist, gegründet würde, verschlungen von ihrer einstigen Einnahmequelle. Seit 2009 befinden sich die Fluten wieder auf dem Rückzug und legt dabei bizarre Ruinen frei.

argentinien1

Auch für das Verschwinden von St. Thomas, welches 1865 von Mormonen in Nevada gegründet worden war, viel einem Damm zum Opfer, genauer dem Hoover Damm. 1938 überschwemmte der Lake Mead das Örtchen völlig, da es aber immer wieder zu Dürreperioden kommt, war das Städtchen 1945, 1963 und 2012 kurzzeitig wieder freigelegt und die ehemaligen Bewohner hielten Wiedersehenstreffen ab.

Ebenfalls absichtlich würde das italienische Dorf Graun, genauer Südtirol, geflutet, als der Reschensee aufgestaut wurde. 163 Häuser und 523 Hektar fruchtbarer Boden wurden geopfert und somit den 150 Familien, welche zwangsenteignet wurden, ihre Lebensgrundlage geraubt …. Bis heute ragt der Kirchturm von Graun über die Wasseroberfläche, da er aufgrund Denkmalschutzes nicht gesprengt werden darf. 2009 musste der Turm gar, aufgrund der Wasserschäden saniert werden. Wenn der See zufriert darf man sich dem Turm auf wenige Meter nähern.

reschensee

Bis das Grundwasser bei Rummu, Estland, das gefürchtete sowjetische Gefängnis Murru, wobei die Häftlinge im angeschlossenen Tagebau bis zum Tode schuften mussten, flutete, war es wohl wahrlich kein Ort der Freude. Heute ist dies anders, unzählige Tauch und Badetouristen suchen diese grotesken Ort auf um sich zu Vergnügen. Es wird betont, dass es sich um einen ungesicherten und inoffiziellen Badeplatz handelt.

Hier ein Video von Rummu

Fotos auf Instagramm

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