Tattoo Tintenkiller? Absolventen der New-York University entwickeln neue Tinte

Tattoo Nightmares, Cover up – wir retten dein Tattoo oder Horror Tattoos, so heißen einige „neuartige“ Sendungen, in welchen es sich nur um das eine dreht, schreckliche Tattoos und ihre Abdeckung durch neue Tattoos.

Vorab muss ich beinahe eine Lobeshymne loswerden, die Abdeckung eines schlecht gestochenen Tattoos ist tatsächlich eine der Königsdisziplinen der Tattoo-Künstler, zumal sie oft vor dem Problem stehen, dass schwarze Farbe zu dicht in die Haut eingebracht wurde. Nicht selten überstechen sie diese schwarzen Kleckse, mit anderen Farben, da der Kunde kein Schwarz mehr sehen kann.

Die Geschichten dahinter scheinen oft dieselben zu sein, im Suff während oder nach einer Party gestochen und einen Freund mal probieren lassen … Daher, vielleicht, eine „Belehrung“ an Tattoo-Interessierte, persönlich kenne ich sie natürlich auch, die Ungeduld, man sieht etwas und möchte es umgehend sein eigen nennen, oder in diesem Fall auf der Haut tragen.

Jede Veränderung am eigenen Körper gehört wohl überlegt und so seltsam es klingen mag ein Tattoo ist kein kleiner Eingriff, je nach Größe sind es Stunden voller Schmerz, da halte ich es persönlich für besser sich ein Motiv stechen zu lassen, welches eine tiefe Bedeutung für einen hat und einem selbst schon jahrelang gefällt. Lässt man sich ein Tattoo zu jung oder aus Trendgründen stechen, wird man es früher oder später sicher bereuen.

Durchaus sollte man auch über Akzeptanz am Arbeitsplatz nachdenken und sich ferner überlegen ob man bereit wäre, ab zwanzig Grad aufwärts, mit langen Ärmeln am nicht klimatisierten Arbeitsplatz zu sitzen. Erst vor etwas mehr als einem halben Jahr sah ich eine Reportage, wobei ein stark tätowierter Mann keinen Arbeitsplatz als Fitnesstrainer in Deutschland fand, aufgrund seiner Tattoos und diess obwohl sich auf Facebook und auch Instagram viele tätowierte Männer und Frauen im Fitnessstudio zeigen. Jedoch gibt es selbst bei Bodybuilding-Wettbewerben Punkteabzüge für tätowierte.

Lange Rede kurzer Sinn, einmal nicht reiflich genug überlegt oder eine Jugendsünde begangen, bleibt dann nur ein Cover-Up eines unmöglichen Motives, oder der Gang zum Dermatologen um sich mit dem Laser behandeln zu lassen, was ebenso wie ein gutes Cover-Up, den Geldbeutel gehörig erleichtert. Oder man trägt das gewünschte Motiv einfach eine Zeitlang mittels Henna oder Jaguar-Gel auf dem Körper, die beiden Pflanzenfarben verschwinden nach mehreren Wochen von selbst.

Nun haben sich aber auch Absolventen der New-York University, über die Problemstellung der Entfernung von Tattoos und der Haltbarkeit von Tattoos mit Pflanzenfabre gemacht, sie wollten einen Mittelweg finden und meinen diese gefunden zu haben.

Ephermal-Tinte soll sie heißen und nur in die obere Hautschicht, Epidermis, eingebracht werden, dadurch soll der Körper in der Lage sein die Tinte binnen einiger Jahre vollständig abzubauen, auch eine spezielle Lösung soll es geben, welche es ermöglichen soll die Tinte jederzeit wieder loszuwerden.

Narben sollen aufgrund der Stechmethode nicht entstehen. Seung Shin, CEO der Ephermal-Ink, meint es wäre an der Zeit eine Evolution in die Tattooszene zu bringen, diese müsse sich neuen Anfragen anpassen …

Persönlich bin ich zwiegespalten, einerseits finde ich es Schade, dass in Zeiten von „Zurück zum Ursprung“, „Retro“ und „Kulturbewahrung“, eine derart alte und schöne Kunst sich anpassen soll, andererseits bestimmt die Nachfrage und der Modetrend den Markt und jedem sollte es freistehen aus den Angeboten zu wählen, dennoch schade das ein Tattoo mittlerweile mehr Modetrend als Bedeutung ist …

 

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