Pixie’s Pleiten, Pech und Pannen am Nova Rock 2016 – Part I

Welche Band uns an welchem Tag begeisterte kann und konnte man bereits in Rückblicken erfahren, jetzt wird es etwas persönlicher bei Pleiten, Pech und Pannen am Nova Rock 2016 …

Bereits am Mittwoch verstand ich es als Omen nicht wie geplant meinen Broterwerb verlassen zu können und gar an meinem ersten Urlaubstag, Donnerstag, nochmals in der Früh für circa eine Stunde ins Büro zu müssen. An einen Plan B glaube ich nicht, deshalb gab es auch keinen und da es für mich nichts Schlimmeres gibt, als nach längerer Abwesenheit in ein unaufgeräumtes Domizil zu kommen, bedeutete dies, letzte Feinarbeiten mussten Donnerstag erledigt werden.

Tatkräftig unterstützte mich hierbei der Galan, dennoch konnte ich erst eine Stunde später als geplant, mit den hündischen Damen des Hauses, laufen gehen. Was allerdings noch nicht so das Problem gewesen wäre, gäbe es keinen Stau und starke Regenfälle.

Das Nova Rock findet auf einem Feld statt, seit vorigem Jahr hat sich vieles bereits gebessert, was lange Wege und damit verbundene Stolperfallen betrifft. Zudem sollte man meinen jemand der mehrmals und öfter auf Feld als auf Asphalt läuft, sollte keine großen Koordinationsprobleme haben, weit gefehlt, ich stolpere manchmal ganz schön dort rum.

Sehr müde kehren wir, während Korn noch spielt, zu Flipper, meinem Auto, zurück, wobei selbiger, oder doch nur Rücksitzbank und Hinterteil, nun noch in eine Schlafstätte verwandelt werden muss. Zum Wohle des Rückens und der Hüfte haben wir dünne Schlafmatten und Luftmatratzen mit, während der Galan auf seine dünne Schlafmatte setzt, mühe ich mich ab meine Luftmatratze mit eben dieser, frisch aus meinen Lungen, zu füllen, da selbige über einen Kopfpolster verfügt.

Generell beansprucht das Aufblasen der Luftmatratze etwas mehr Zeit, aber heute will es so gar nicht funktionieren, gepaart mit Übermüdung kein toller Umstand. Doch endlich sind wir fertig. Campingstühle unterm Auto, die Kiste mit Essen und Trinken, sowie die Rucksäcke voll mit Gewand, Duschzeug und Klopapier neu verstaut, Matratzen über den Kofferraum eingeschoben und die Schlafsäcke darauf gelegt.

Jetzt nur noch Flippers Alarmanlage ausschalten, welche sonst scharf wird sobald wir absperren, was aufgrund der Innenraumüberwachung etwas ungünstig ist.  Flipper mit dem Sonnensegel abdecken, muss ja nicht jeder beim Schlafen zusehen, hinlegen und gute Nacht … „Pfffff“, schnell werde ich gewahr das hier etwas nicht so ist wie es sein sollte.

„Oh Mann.“

„Was denn?“, fragt der Galan nach

„Die Luftmatratze verliert Luft.“

Ich sperre das Auto wieder auf, der Galan und ich klettern raus und während der Galan mir nun meine dünne Schlafmatte aufbläst, bemerke ich, dass die Luft nur aus der Liegefläche aber nicht aus dem Kopfpolster entweicht, etwas Glück im Unglück. Wieder retour ins Auto, zusperren, Augen zu umdrehen … „Piep … Piep … Piep“ und klicken der Blinker ist bald zu vernehmen … Ich vergas die Alarmanlage auszuschalten.

Also wieder raus aus dem Auto, was zudem bedeutet jedes Mal umständlich in den Fußraum des Fahrersitzes zu langen um an meine Schuhe zu kommen, um die Alarmanlage auszuschalten. Korn spielen übrigens mittlerweile auch nicht mehr.

An Tag zwei erwache ich etwas vor dem Galan mit einem dringenden Bedürfnis, dumm das sich das nächste Dixie Klo fast einen Kilometer entfernt von uns befindet, mit vermutlich ziemlich ulkigen Grimassen husche ich über den Parkplatz, mein Glück, das die Meisten noch schlafen und das Klo offensichtlich erst vor kurzem gereinigt wurde. Am Rückweg zum Auto geht das stolpern los, offenbar kann ich meine Bewegungen nur laufend auf Feld koordinieren.

Erneut döse ich etwas um einige Stunden später gemeinsam mit dem Galan aufzustehen, nach unserem Frühstück, Dosenkaffe und Milchbrötchen, beginne ich zu schreiben, wobei nichts funktioniert wie ich es gerne hätte oder gewohnt bin. So kann ich zwar den Text veröffentlichen aber keine Bilder hinzuladen. Minuten des Fluchens folgen, der galansche Laptop verschafft auch keine Abhilfe und mein Steinzeit-Mobiltelefon ist sowieso mit fast allem überfordert.

Schließlich hat der Galan eine zündende Idee und tatsächlich kann ich die Beiträge mit Hilfe seines Mobiltelefons fertig stellen.

Ich hatte eine neue Lösung für meine Kontaktlinsen gekauft, dabei aber völlig überlesen, dass eine neutralisierende Tablette mit hinein muss und so habe ich, kurz nach dem Grant über technische Schwierigkeiten, auch noch das Gefühl das mir mein Auge weggeätzt wird.

Wir betreten das Gelände und beschließen Pizzaschnitten zu Mittag zu essen,  wobei ein beachtlicher Teil meines Belages am Boden landet. Heute halten wir uns nur auf der Red Stage auf, das dieses Jahr wahrlich Menschenmassen hier sind ist deutlich zu spüren, also ziehen wir uns in „unseren“ Bereich zurück und beobachten alles wieder von Tribünen aus. Einziges Manko, das Dixie Klo der Tribüne steht derart ungünstig das es überall auf selbiger deutlich zu riechen ist, was mit zunehmender Zeit immer mehr zur Herausforderung wird.

Am Nachmittag begeben wir uns erneut zum Auto um uns für den kühleren Abend umzuziehen, der Galan tauscht, außerhalb des Autos seine kurze gegen eine lange Hose, ich sichtgeschützt im inneren von Flipper, genauer mit meinem Unterkörper in seinem Hinterteil, als ich das Knie anziehe schlage ich es mir saftig an der Hutablage an und gebe dem Drang nach einige Minuten herumzuschreien und saftig zu fluchen.

Heute hatte ich zu viele Ralder, natürlich weiß ich das man dieses Getränk anders schreibt, doch an Tag zwei bestellte ich voller Überzeugung einen Ralder und verstand das Gelächter um mich nicht, was bedeutet dass ich Flipper des Nächtens viermal mit Taschenlampe und Klopapier bewaffnet verlasse um das Dixie Klo in weiter Entfernung aufzusuchen. Die folgende Einlage grenzt an Pilates, da sich auch die Türe des Klos nun nicht mehr versperren lässt und ich an so wenig wie möglich ankommen, halbnackt erwischt, oder gar etwas auf den Boden stellen möchte.

Am Morgen von Tag drei hilft mir der Galan beim Duschen, was bedeutet, dass er einige Wasserflaschen über mir auskippt und sich königlich über meine Verrenkungen amüsiert um auch die Stellen zu waschen, welche von Bikinistoff bedeckt sind, an Tag zwei setzte ich lediglich auf Katzenwäsche. Als wir kurz darauf beschließen das Dixie Klo aufzusuchen, spritzen mich zwei Idioten mit Wein aus Wasserpistolen voll.

Erneut komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass diese minderbemittelten und respektslosen Vollidioten, Glück hatten das ich es schaffte meine, dank Hitze, schlechten Schlafes und morgendlicher Muffeligkeit, sehr stark aufkommende Aggression hinunterzuschlucken und lediglich verbale Schläge austeilte. Zumal Gewand und ich nun ziemlich interessant für Insekten, darunter Wespen, rochen, was bedeutete dass ich mich plus Gewand erneut waschen musste …

Man darf gespannt sein auf Part II mit Schlammkur, Flippers durchnässtem Hinterteil, wer uns begegnete und einer kurzen Diskussion zwischen mir und Galan, wobei ein Security hinzugezogen wurde …

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s