Pixie’s Pleiten, Pech und Pannen am Nova Rock 2016 – Part II

Soeben noch über ein paar Idioten geärgert und ein zweites Mal, mit seltsamen Verrenkungen am Parkplatz geduscht, beginne ich über Tag zwei am Nova Rock zu schreiben und obwohl mir die technischen Schwierigkeiten nun bekannt sind, erneut mit einigen Flüchen darüber …

Die Zeit schreitet flott voran und eine halbe Stunde bevor Black Inhale auftreten soll, beschließt die himmlische Obrigkeit den Grill abzulöschen, was für nicht wenig Bewölkung und Wind sorgt. Die Wetter-App wird befragt und da es bewölkt bleiben und etwas abkühlen soll, heißt es raus aus den kurzen Shorts und rein in die lange Hose.

Der Galan pflegt sich draußen, neben Flipper umzuziehen, ich ziehe den Sichtschutz, des abgedeckten Innenraumes vor, stecke meine Beine in Flippers Hinterteil und ziehe mich, wie gehabt, im Liegen um. Als ich nun mein rechtes Bein zu mir ziehe, um auch dieses in das Hosenbein zu stecken, schlage ich mir das Knie saftig an der Hutablage, welche unten mit Metall verkleidet ist, an. Eine gute Minute gebe ich mich nun Schmerzensschreien hin und unterstütze die Bands auf der Bühne mit einer „Fuck-Tirade“.

Mittagessen, heute ein „turffeled-Mozzarella-Burger“ sowie einige Bier für den Galan und zwei Radler für mich folgen, bevor wir uns wieder retour zum Parkplatz begeben um Regengewand zu holen, denn entgegen der bisherigen Prognose soll es nun gar noch ein Gewitter geben.

Der Galan ist sicher nicht trunken, aber dennoch etwas lustig und dadurch etwas unaufmerksam, um auf den Parkplatz zu gelangen, müssen wir quasi die Hauptstraße des Festivals passieren, auf welcher Einsatzwagen, Securities auf Quads und Traktoren unterwegs sind.

„Pass auf! Rettung“, rufe ich als der Galan die Straße betreten möchte und ziehe ihn zurück, da sich ein Rettungswagen von links, relativ flott nähert. Der Lenker des selbigen nimmt uns nun war und drosselt sein Tempo merklich.

„Der ist doch eh im Schneckentempo unterwegs.“

„Gerade war er noch schneller“

„War er nicht, du bist nur übervorsichtig.“

„Nein, der kam mit ordentlichem Tempo daher.“

„Sicher?“

Ein Security erfreut sich ein wenig an unserer Diskussion, also binde ich in kurzerhand mit ein, ich werde nun für mich behalten das selbiger mir recht gab …

Am Parkplatz erspähe ich ein Auto, welches mir schon einige Male auf meinem Weg zu meinem Broterwerb aufgefallen war … Ich sehe mir den Wagen genauer an und freue mich wie ein Kleinkind, über die Sticker welche seine Scheiben zieren … Muss ich nun erwähnen dass ich nun wahnsinnig neugierig auf den Lenker dieses Gefährtes bin?

Wieder retour am Gelände, wobei nur ich mir die Regenjacke holte, da der Galan plötzlich seine Meinung änderte, betreten wir die Tribüne der Blue Stage. Mein Blick fällt sofort auf einen Mann etwas vor mir, welcher denselben Pullover wie ich trägt … tatsächlich ist es Wolferl, welchen ich in St. Pölten, aufgrund zu vieler Radler, umarmt hatte … Ich begrüße ihn und man kommt ein wenig ins Reden.

Schließlich wechselten wir nach Alice Cooper, im Regen, kurz zu Cypress Hill, auf die Red-Stage und von dort nach einigen Nummern wieder retour auf die Blue-Stage und Volbeat. Platten wurden für die Rollstuhlfahrer aufgelegt, aufgrund der nassen Wiese beschließen auch wir darauf zu gehen, aus irgendeinem Grund stolpere ich nun aber nur noch mehr herum, scheinbar kommt mein Organismus nun mit „ebenen“ Flächen nicht mehr klar.

Der Regen wird stärker und stärker, was mir in meiner Regenjacke relativ gleich ist, nur der Galan beginnt zu tropfen, was bedeutet sein Stoffgewand ist völlig durchnässt und ich meine zu erkennen das er etwas zittert. Also verlassen wir relativ zügig, während den letzten Klängen von Volbeat das Gelände.

Es ist dunkel, nass und bereits etwas matschig, allerdings bei weitem nicht so schlimm wie es offenbar im ORF gezeigt wurde, natürlich suche ich mir die Stelle, mit der größten Matsch-Wasserlacke, um zu stolpern und mir eine Schlammkur zu gönnen. Praktisch das es noch immer regnet während dem restlichen Weg zu Flipper wird die Jacke und auch die Hände wieder relativ sauber. Also definitiv kein Vergleich zum Nova Rock 2008, wo zwei Tage Schlammcatchen angesagt waren.

Das Sonnensegel, welches uns schlafend in Flipper vor fremden Blicken schützt, dient uns nun als willkommener Regenschutz, während wir die nassen Klamotten ausziehen und einfach unters Auto legen, alles andere hat ja auch keinen Sinn. Allerdings zwicken wir es nun nicht mehr im Innenraum, also den geschlossenen Türen ein, sondern lassen es draußen herunter hängen, immerhin ist es eh im Kofferraum und mit den Scheibenwischern eingezwickt.

Kaum im Auto ist es nun der Galan, welcher nach einrollen im Schlafsack den Ruf der Natur spürt, nachdem er nun auch wieder die Alarmanlage deaktivieren muss, braucht er erneut ein trockenes Shirt.

Es ist still, im Auto, um uns und auf dem Gelände  … Tropf … Tropf … Tropf … Tropf

„Schatz?“ unterbreche ich die vermeintliche Stille

„Ja?“

„Irgendwo tropft es“

„Draußen?“

„Nein, hier drin“

„Die Seiten vom Sonnensegel sind ja nass geworden, das tropft eh auf die Gummimatten.“

„Die Seiten vom Sonnensegel haben wir draußen gelassen.“

„ … Stimmt …“

Also setzten wir uns auf und beginnen mit der Taschenlampe herum zu leuchten, finden aber nichts, entnervt schäle ich mich aus meinem Schlafsack, wobei ich ein Stück weit runter rutsche …

„Der Kofferraum ist nass“, sage ich kaum dass es meine Füße bemerkt haben. Wir leuchten nach unten, das Sonnensegel hat eine etwas dickere Naht, längsseitig, deren Ende ist eben im Kofferraum eingeklemmt und tropft vor sich hin …

Während ich Flippers Hinterteil und meine Schlafmatte wieder trockenlege, was zum Glück nicht sonderlich viel Arbeit erfordert und feststelle das auch mein Schlafsack nicht nass wurde, befindet sich der Galan draußen im strömenden Regen. Es galt Flippers Hinterteil einen Spalt weit aufzumachen, das Sonnensegel herauszuziehen und mittels Schnur an der Anhängekupplung zu befestigen … Erneut wechselt der Galan sein Shirt als er das Auto wieder zur Nachtruhe entert.

Kaum sind wir wieder eingewickelt und die Augen geschlossen, bemerke ich den Ruf der Natur, keine zehn Pferde bringen mich dazu das jetzt viel zu weit entfernte Dixie Klo aufzusuchen … aber zehn Minuten offenbar, denn zehn Minuten später bin ich fluchend und laufend auf dem Weg zu selbigen … Eine wahrlich feucht-fröhliche Nacht …

Man möchte es kaum glauben, aber Tag vier verlief relativ ruhig, technische Probleme war ich nun schon gewohnt, mein Hosenbein schnalzte ich mir ins Gesicht, als ich das nasse Gewand unter Flipper hervorzog und zum trocknen auf selbigem verteilte. Schließlich schmerzte mein Sprunggelenk und die Ferse ziemlich vom ständigen Stolpern und vertreten. Ach ja und beim zusammenräumen und Flipper wieder in ein Auto verwandeln zwickte ich mir kurz die Finger selbst in der Tür ein … Manchmal wunder ich mich ja doch, wie ich seit Jahren Unfallfrei mit den Auto unterwegs sein kann, ungeschickt ist mein zweiter Vorname , jedenfalls kamen wir ohne weitere Zwischenfälle zu Hause an.

Während der Galan tüchtig bereits am Montag seinem Broterwerb nachging, spielte ich Vormittags mit den Hunden, welche von unserem Freund Max betreut wurden und schlief mich von zwölf Uhr Mittag bis zu seiner Rückkehr gegen sieben Uhr abends aus … einige Zeit davon im Hundekörbchen, weil ich dort mit den hündischen Damen des Hauses kuschelnd eingenickt war …

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