Modedesigner reagieren auf Wäscheklau? Oder das Kleid für den Mann, oder doch sie?

Jogginghosen, welche ich zu Hause bevorzugt trage, kaufte ich schon lange nicht mehr selber ein, die väterliche oder später galansche Ausführung selbiger sagte und sagt mir meist derart zu, dass ich mit Dackelblick und Schmolllippe selbst das vehementeste „Nein, bekommst du nicht“ in ein „Okay, da hast du’s“ verwandeln konnte. Von Boxershorts, Pullis, Socken oder Shirts ganz zu schweigen …

Aktuell habe ich erneut nicht nur ein, sondern gleich beide Augen auf das neue T-Shirt des Galans geworfen, nachdem ich ihm erst jüngst eine Jogginghose und einen Pulli abluchste … Schrecklich diese Frauenperson.

Angesichts der aktuellen Modeschauen, komme ich nicht umhin mich zu fragen, war es der Boyfriend-Style oder geht es um Gleichberechtigung? Aus verschiedenen Gründen, einer davon Solidarität gegenüber meinen Amtsbrüdern, verwehre ich mir selbst kurzärmelige Shirts im Büro, wenn die Männer in Anzug oder zumindest Hemd und langer Hose leiden müssen, will ich das auch … Vielleicht waren meine Vorfahren ja Lemminge.

Jedenfalls haben es Frauen im Büro, meiner Meinung nach dann doch etwas leichter, begegneten mir diesen Sommer schon Hot-Pants, welche mehr zeigen als verdecken im Büro, von Röckchen und Trägerleibchen ganz zu schweigen … Auch auf der Straße, vor allem zu Stoßzeiten ein ähnliches Bild. Frauen in luftigen und flatternden Kleidchen, Röckchen, sehr kurzen Hosen und eben Trägerleibchen. Während Mann mit dunkler Anzugshose und dann doch bis zum Ellenbogen aufgestickten Hemdärmeln daneben steht … Übrigens, wenn dann das Sakko lässig über der Schulter mit den Fingern in der Schlaufe gehalten wird, bin ich ja manchmal ganz hin und weg … aber darum geht es ja nicht.

Also geschwind wieder retour zum Thema: Designer machen wohl dieselben Beobachtungen, weshalb es auf der London Collection Men deutlich luftiger in der Herrenmode zuging.

Vorreiter ist hier wohl der nordirische Designer J.W. Anderson, er zeigt gleich eine Vielfalt von knielangen Kleidern, welche irgendwo zwischen Schürze und Hemdbluse liegen. Auch vor überlangen Pullovern, in augenkrebs verursachenden Farben, macht er nicht halt … Wären die Ärmel nicht auch Überlang und die Farben etwas anders, hätte ich allerdings nichts dagegen so einen Look mal auf der Straße zu sehen.

J.W. Anderson ist allerdings schon länger für seine Shared-Wardrobe, also Kleidung welche Unisono von Beiden getragen werden können berühmt.

Auch Ketten wie Topman springen auf diesen Zug auf und zeigen Kaftans für Männer und auch andere Designer sehen hier offenbar einen Trend kommen.

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Getty Images

 

So wird das Polo-Shirt zum leicht transparenten Polo-Kleid. Auch gewickelt und geknotet wird Männerkleidung nun und zum Plisseeröckchen trägt Mann Gamaschen, seit Manche mögens Heiß find ich Gamaschen ja richtig toll, auch wenn Gamasche der Bösewicht war …

Nur die Kleider bei welchen das gesamte Rückenteil fehlt schrecken mich wirklich ab, vielleicht funktioniert es ja mit mehr darunter als nur ein Höschen, bei Frauen war ja der Vokuhile-Style total in, dies wäre dann das umgedrehte Pendant dazu …

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PR

 

Soeben fällt mir ein, vielleicht waren die Designer auch alle nur auf Rock-Festivals, dort trifft man seit einigen Jahren begeisterte Rock-Träger, welche einem, wenn sie schon ein wenig über den Durst getrunken haben, erzählen wie schon luftig es da unten rum ist … Passend zum Rock-Festival gibt es auch den „Gladiator-Style“

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