Sie hinkt und das nicht nur der Zeit hinterher

Im Winter wird es, zumindest bis zur Weihnachtszeit, meist relativ ruhig in meinem Leben abseits des Broterwerbes. Vielleicht mit ein Grund warum ich, neben den Temperaturen, den Winter auch deutlich vorziehe. Dann kommt der Frühling, verschiedene Menschen starten verschiedenes und begeben sich auf die Suche nach anderen humanen Lebensformen, mit welchen sie diese Projekte umsetzen können …

… hier kommt dann mein Nebenberuf ins Spiel, welcher Grundsätzlich außen vor ist, heute jedoch Erwähnung finden muss, da ich langsam aber sicher nicht mehr weiß wie mein zu Hause eigentlich aussieht und mir teilweise einiges an Substanz abverlangt.

Genug davon, dann gilt es noch den einen oder anderen „Termin“ für Criticalpixie einzuhalten, seit neuestem übrigens auch für den Mitmachblog. Den Broterwerb zufriedenstellend auszuführen, ebenso wie die hündischen Damen des Hauses zu erfreuen, sowie Sport zu betreiben.

Der Galan hätte dann auch noch gerne die ein oder andere Scheibe von mir, oder doch das gesamte Paket, was ich wiederum mit „Nerven“ quittiere, so kam ich gestern etwas später heim … Nur im Sport-BH und ein paar Shorts, etwas ungläubig sah er mich an.

„Es ist so heiß.“, mit diesen Worten warf ich die Leinenhose sowie das Top welches ich den ganzen Tag über getragen und welche meinen Körper direkt nach getaner Arbeite im Auto verlassen hatten, auf die Couch und lies mich plumpsen, auf den kalten Boden, alle vier von mir gestreckt.

„Es ist Sommer“

„Mach den weg.“

„Kann ich nicht“

„Quatsch … du liebst mich einfach nicht.“

„Wie kommst du darauf?“

„Würdest du mich lieben, würdest du den Sommer wegmachen.“

„Glaubst du mir, dass ich dich liebe, wenn ich dir ein Eis aus dem Kühlschrank bringe?“

„JA!“

Nun stelle ich fest das Eis essen im Liegen für mich etwas schwierig ist, aber immerhin praktisch, rinnt das geschmolzene, kühle und klebrige Nass direkt in die Kehle und nicht die Finger runter.

„Machst du heute noch Sport?“, fragt der Galan schließlich.

„Warum?“, ja ich beantworte Fragen zu guten hundert Prozent mit Gegenfragen, schrecklich.

„Ich würde noch am Motorrad schrauben.“

„Nein heute will ich gar nichts mehr, außer meinen Kopf in den Kühlschrank stecken … und da fällt uns auf, du könntest mich in den Kühlschrank stecken.“

„Nein.“

„Warum nicht?“

„Da drinnen erstickst du.“

„Du kannst mich ja dann wiederbeleben, da drin bleib ich ja frisch“

Die Unterhaltung endete mit einem schiefen Blick des Galans und dem „Kompromiss“ der eigentlich gar keiner war, uns mit so wenig Stoff wie möglich auf die Couch zu legen und irgendeinem DVD-Schwachsinn zu frönen. Morgen, also heute, würde ich den Broterwerb früher beenden und Sport machen.

Zumal ich gestern dazu auch nicht mehr in der Lage gewesen wäre, abgesehen von den Übungen im Liegen.

Zwei Tage zuvor, also am Dienstag, wartete ich bis halb acht am Abend um mit den hündischen Damen des Hauses einen Lauf zu wagen, um sieben pflegen die Bauern ihre Felder zu bewässern und die Sonne beschließt zu der Zeit zu dämmern, wodurch ein beachtlicher Teil der sonst sonnengefluteten Strecke im Schatten liegt, dem vor allem im Sommer verhassten Hügel sei Dank, wirklich gute Voraussetzungen für cool Runnings.

Allerdings brachte die Feldbewässerung, oder die Dämmerung, aber vermutlich Beides, Insekten zum schwirren, diesen mir, als Morgenläufer, bis dahin unbekannten Umstand hatte ich unterschätzt. So viele kleine Fliegen wie an diesem Tage hatte ich noch nicht in meinem Auge gehabt. Auch die Mundatmung wurde durch diesen Umstand verkompliziert, die einzigen welche das ganze toll fanden, waren wohl die hündischen Damen des Hauses, welche dank des eigentlich verhassten Hügels und hochstehendem Feldzeugs großteils nur im Schatten liefen.

Erneut beliebte es einer kleinen Fliege, wir sagen dazu ja Muckerln, womit keine Stechmücken gemeint sind sondern eher sowas wie Fruchtfliegen, in meinem Auge mitzureisen … Es kam was eigentlich kommen musste, hohes Gras, unwegsames Gelände dessen Verlauf man wegen des hohen Grases nicht wirklich sieht, zwei freudig trabende Hunde an der Leine und dabei nun die Mücke aus dem Aug wischen …

Obwohl ich mit Kopfhörern laufe bin ich mir relativ sicher, dass ich hörte wie mein Fuß gehörig knackste, als ich mich nun vertrat und somit auf der Außenseite meines Fußes, genauer den nun umgebogenen Knöchel mit meinem ganzen Aufprallgewicht landete … Tatsächlich durchfuhr mich ein Schmerz, da aber mein Gehirn am Abend wohl etwas länger braucht um Umstände zu verarbeiten lief ich ein paar Schritte weiter und stellte überrascht fest, dass der Schmerz gänzlich verflog.

Doch kein Blödsinn der Knöchelschutz, dachte ich bei mir, selbigen hatte ich mir zugelegt als ich es voriges Jahr schaffte meine Geschwindigkeit, endlich, deutlich zu steigern, was allerdings zu Koordinationsproblemen auf dem eigentlich vertrauten, unwegsamen, Gelände führte, mittlerweile ist mir dies verständlich, damals ärgerte ich mich gehörig über mich selbst.

Jedenfalls lief ich also die geplante Strecke unbeirrt weiter, was wohl insofern blöd war, da dies noch relativ am Anfang, des Laufes, passierte und ich zudem den Verdacht hege, dass meine Achillessehne gerade etwas irritiert ist, da ich erneut versuche meine Geschwindigkeit zu steigern und dies offenbar zu schnell, oder zu forsch.

Gestern Abend, nach beschriebener Unterhaltung zog ich endlich meinen Knöchelschutz aus, selbigen trug oder trage ich nämlich nun durchgehend, da der Schmerz nach dem Duschen beim erklimmen der heimischen Stiegen retour kam, uneingeladen natürlich und somit wahrlich unhöflich.

Da war er ein Wöchel, kein Knöchel, welcher ohne schützende Bandage, auch sichtlich Spaß daran hatte mir bei jedem Schritt einen saftigen Schmerz zu verpassen. Somit stehe ich sportlicher Betätigung gerade etwas skeptisch gegenüber, was aufgrund einer geplanten „Sportreise“ besonders ungünstig ist und auch für den Broterwerb und den Nebenberuf … lediglich der Blog könnte davon profitieren, denn so mancher nicht Deutschsprachiger wartet tatsächlich auf Übersetzungen …

Und so hinke ich der Zeit hinterher und seit kurzem auch in meinen Feierabend, oder ins Bad, oder ins Bett, oder auf die Couch, oder in die Küche, oder ….
Übrigens modisch (?)in Flip Flops weil ich mit dem Schutz nur in meine Laufschuhe komme ….

4 Kommentare

  1. Vor Kurzem vertrat ich mir ebenfalls den Fuß, was er mir mit einem stechenden Schmerz in der Sohle quittierte, der aber schnell verflog. Letztlich war gar nichts, was eine Unart dieses Körpers ist. Zunächst verunsichern, dann so tun, als wäre nichts.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s