Angel und Shadow testen Fahrradanhänger für den Hund: Phase 1 – Eingewöhnung

Sommerzeit ist Urlaubszeit auch in unserem Haushalt, welcher durch zwei humane Lebensformen, eines männlich und das andere weiblich, geleitet wird. Einige Zeit verbrachte die weibliche Lebensform etwas mehr Zeit in der Küche, vor diesem seltsamen Gebilde, mit welchem sie meist auch klackernde Geräusche produziert, sie schnaufte oft und schien genervt … Endlich hört dieses neue, seltsame Verhaltensmuster auf …

Die männliche Lebensform kommt einige Tage später mit zwei großen Kartons nach Hause, kaum hat er sie abgestellt nehmen wir sie in Beschlag, da ist doch sicher etwas zu Essen darin, nur warum riecht es so überhaupt nicht nach Essbarem?

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den hündischen Damen des Hauses für diese gelungene  Einleitung, eventuell melden sie sich etwas später erneut zu Wort, nun übernehme vorerst ich.

Die hündischen Damen des Hauses haben recht, neben vielen Tagesausflügen und Kurztrips dürfen auch sie eine Woche im Sommer, meist kurz vor Schulende, mit dem Galan und mir auf Reisen gehen, dieses Mal wird es eine sportliche Reise mit dem Fahrrad, der berühmte Donauradweg Passau-Wien möchte von uns bezwungen werden.

Da nicht anzunehmen ist das die hündischen Damen des Hauses jeden Tag locker flockig, sämtliche Tageskilometer, neben dem Rad herlaufen werden, mussten Fahrradanhänger her. Offen gestanden verzweifelte ich, trotz Kundenrezessionen ein wenig, was mitunter daran liegt das die meisten feilgebotenen Anhänger eher für kleine Rassen gedacht scheinen und da das Außenmaß nicht immer dem Innenmaß entspricht und man kaum vernünftige Angaben fand war ich langsam ziemlich genervt.

Zudem war nicht immer ersichtlich ob die Anhängekupplung, was jetzt die falsche Bezeichnung ist, also diese lange Stange welche Rad und Anhänger verbindet, drehbar war, gemeint ist damit, wenn das Rad umplumpst sollte der Anhänger noch aufrecht stehen bleiben, also die Stange sich drehen.

Langsam aber sicher lief mir nun die Zeit davon, allerdings auch deshalb weil der ursprüngliche Plan war, beide Hunde in einem Anhänger zu transportieren, zwar fand ich einen, selbiger wird aber nur auf Anfrage gefertigt, womit die Lieferzeit einfach nicht passte … Also zwei Einzelanhänger, welcher aber auch etwas Zuladung zum hündischen Gewicht vertragen sollten, um zum Beispiel das abgepackte Futter mitzutransportieren.

Endlich hatte ich zwei gefunden, eine Kundin hatte Fotos von ihrem Husky darin hochgeladen, was mir die Entscheidung wesentlich erleichterte und welche auch prompt drei Tage nach der Bestellung geliefert wurden.

Neugierig beäugten und beschnupperten die hündischen Damen des Hauses die Kartons, diese Neugierde verflog allerdings schnell als wir die, für sie wohl seltsam anmutenden, Gebilde hinauszogen. Die Anhänger sind faltbar wozu nur eine Längsstange mit Sicherungsbolzen eingesteckt werden muss, das geht simpel und schnell. Ohne Reifen rüttelte ich etwas am Stand und befand den Aufbau für stabil.

Hund einfach rein, Anhänger mit Zipp verschließen und los spielt es bei mir natürlich nicht, vor allem Shadow sind sie einschränkende Gebilde sehr suspekt, also sollte das Ganze positiv verknüpft werden.

Da die Anhänger über einen Vorder- und Hintereingang, oder eben auch Ausgang, verfügen wurden nun beide Seiten geöffnet der Galan dort ich da, dann wurden sie mit Leckerli ein paar Mal hin und her gelockt, wie bei einem Agility-Tunnel. Das Leckerchen gab es immer wenn Hund durch den Anhänger gelaufen war, außerhalb des Anhängers von Hand. Wobei ich Doddel es verabsäumte Bilder zu machen

Schließlich wurden Leckerchen reingelegt, vorerst nur so das ein paar Mal nur der Kopf im Anhänger war, dann ein paar Mal bis zur Mitte des hündischen Körpers und schließlich so, dass der gesamte hündische Körper im Anhänger war, dass Leckerschmecker wurde also nun immer im Anhänger auf dessen Boden verzehrt.

Erst als dies recht gut klappte und die hündischen Damen des Hauses den Anhänger nicht mehr sofort „fluchtartig“ verließen, zippte der Galan seine Seite zu, da sie sich relativ gut darin umdrehen können, wies ich sie an mit dem Kopf zu mir Platz zu machen, wartete ein paar Sekunden und warf ihnen ein paar Lecker hinein.

Dann klappte ich meine Seite nur lose herunter, wartete zwei Sekunden und klappte sie wieder hoch, noch ein Leckerschmecker, nach ein paar Mal hoch und runter zippte ich nun die Hälfte zu, man merkte die hündischen Damen des Hauses bekamen mit das sie nun „eingesperrt“ wurden, blieben aber ruhig liegen, weshalb es bei halben Zipp noch ein paar Lecker gab …

… Hätten sie geflippt, oder besser gesagt, wären unruhig geworden hätte ich den Zipp sofort öffnen und sie rauslassen müssen, was bedeutet hätte alles nochmal langsamer von Anfang an und da eine Übung immer positiv abgeschlossen werden soll, zur Not auch über Tage hinweg …

… nun zippte ich komplett zu, wartete wieder einige Sekunden, ob sie ruhig bleiben würden zippte nur etwas auf und gab ihnen so ein Leckerchen, wieder zu, ruhig, wieder ein Stückchen auf, Leckerschmecker, wieder ein paar Mal.

 

Es lief gut und ich wollte für heute beenden, tatsächlich blieben aber beide hündischen Damen des Hauses, jeweils bei geöffneten Türen entspannt im Hänger liegen, so gab es natürlich auch gleich noch ein Leckerchen, da Hund ja belohnt gehört wenn er sich darin entspannt, dann verknüpft er die Entspannung auch schneller mit dem Anhänger.

Natürlich konnte ich nicht abwarten und wollte Räder und „Achse“ gleich am Hänger montieren um zu sehen wie viel Aufwand dies war, eigentlich keiner und wenn man es einmal gemacht hat dauert es beim nächsten Mal wirklich nur zwei Minuten bis das komplette Ding von zusammengeklappt, mit Rädern und „Achse“ betriebsbereit da steht.

Zu meiner Verwunderung sprang Angel nun gleich in den Anhänger hinein, welcher zum Glück gestützt stand, zu viel Bewegung beim ersten Einstieg oder ein „wegrutschen“ des Anhängers dabei kann einen negativen Trigger beim Hund setzen, also beeilte ich mich um ihr ein Leckerli dafür zu geben.

Kaum war Angel draußen, stieg Shadow, nach kurzem Beschnuppern der Räder, ebenfalls ein, da wir nun darauf gefasst waren beschwerte der Galan nun die „Achse“ zusätzlich mit seinem Gewicht, natürlich bekam auch Shadow nun ein Lecker dafür.

Von dieser neuen Übung, offensichtlich geistig nicht beeindruckt, ließen wir eine Seite komplett offen, während der Galan den Anhänger vorsichtig vor und zurück bewegte. Genau ein Leckerli folgte, das ganze nochmal mit lose herunterhängen und wieder ein Leckerchen dafür, schließlich nochmal komplett verschlossen und erneut ein Leckerschmecker dafür … die restlichen Bilder findet ihr am Ende des Beitrages …

Die Gewöhnungsarbeit ist dafür für mich aber noch nicht getan, bevor es an die erste Fahrt geht wird erneut nach diesem Muster geübt und natürlich wird bei den ersten Versuchen das Rad mal nur ein paar Meter geschoben, dann der Hund, sofern er ruhig bleibt, belohnt und erst dann für wenige Meter das Rad bestiegen, bevor der Hund wieder eine Belohnung bekommt.

Bleibt der Hund nicht ruhig, sollte man ihn natürlich unverzüglich aus dem Hänger lassen, dann aber nicht Belohnen oder Beruhigen, dies ist für viele Hunde nämlich eine Belohnung, oder auch Bestätigung, der Angst. Lieber den Hund allein runterkommen lassen und den Tag mit einer Anhängerübung abschließen die er beherrscht … Eine Möglichkeit wäre auch das eine Vertrauensperson des Tieres nach erneutem Einsteigen einfach mal ein paar Meter hinter und neben den Anhänger mitgeht … Ruhig bleiben, des Tieres, wieder belohnen und dann langsam nach vorne zum zweiten Menschen geht, gleich wieder zurückfallen lassen und ist das Tier ruhig geblieben wieder belohnen …

Da der Anhänger über Ösen zum Anhängen des Hundes verfügt, werde ich mir überlegen ob ich die genannten Fahrübungen vorerst mit offener Tür, dann lose hängender und schließlich verschlossener Türe, während der Hund locker angeleint ist, ausprobieren werde.

Vor der ersten richtigen Ausfahrt sollte der Hundemagen allerdings eher leer sein, also nicht gleich zu viel fordern, ein voller Hundemagen übergibt sich in ungewohnten und mitunter Stresssituationen leichter …

Morgen meldet sich das Drei Mäderl Haus zurück, mit Liegeflächen, Hitzeschutz und ersten Gehübungen …

 

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