Campanopolis: Eine Stadt aus Müll

1976 erhält Antonio Campana die erschreckende Diagnose Kehlkopfkrebs, zu seinem Unglück meinen seine Ärzte er hätte noch maximal fünf Jahre Lebenszeit auf dieser Erde. Der Millionär, welcher sein Geld mit Supermarktketten verdient hatte, verkauft sein komplettes Unternehmen und beginnt sich einen Herzenswunsch zu erfüllen …

Wir befinden uns in Argentinien, dreißig Minuten von der Hauptstadt Buenos Aires entfernt. 1980 erwirbt Antonia Campana ein 200 Hektar großes Grundstück, voll mit Bauschutt und von den Vorbesitzern verwahrlost zurückgelassen. Hier soll sie entstehen, seine Stadt, entsprungen aus seiner Fantasie, ohne architektonische Kenntnisse beginnt er zu bauen.

100 Tagelöhner gehen im zu Hand, er selbst arbeitet täglich bis zu 14 Stunden und besucht nebenbei auch Flohmärkte um Nippes für die Gebäude zu erstehen. Auch Auktionen besucht er um weiteres Baumaterial für seine Stadt zu kaufen.

Selbst Bäume pflanzt er in seiner Stadt, welche über Wege aus Kopfsteinpflaster, eine Windmühle, Brücken, eine Kirche und Springbrunnen verfügt.

Man ahnt bereits, dass er all dies in einem Jahr kaum schaffen konnte und tatsächlich überlebte er die Prognose der Ärtze um weitere zwanzig Jahre. Seine Stadt nimmt auch exakt zwanzig Hektar des Grundstückes ein, erst 2008 stirbt Antonio Campana und hinterlässt das Werk, welches im offenbar eine Menge Lebensfreude und Energie schenkte, der Öffentlichkeit. Sein Motto zu Lebzeiten soll stets  „Die einzige Grenze ist die eigene Fantasie“, gewesen sein und spiegelt sich durchaus in den Gebäuden, oder doch der ganzen Stadt, wieder.

Da die Stadt Campanopolis genannt, ein wenig an das Mittelalter erinnert, werden dort nun auch viele Ritterturniere und Mittelaltermärkte abgehalten, auch als Veranstaltungsort ist die Stadt sehr beliebt, bietet sie doch Platz für tausend Personen, 2008 wurde hier die erste Episode von Game of Thrones ausgestrahlt.

Auch Touristen besuchen die Stadt abseits von Buneos Aires gerne, weshalb man viele Bilder auf Instagram findet ….

 

… mich übrigens auch

5 Kommentare

  1. Wie ist das „mich übrigens auch“ gemeint? Wirst Du regelmäßig von Touristen besucht, die nach Buneos Aires unterwegs sind?
    Krass!
    Wenn ich mal nach Südamerika unterwegs bin, komme ich vorbei.
    Vielleicht kennst Du zufällig einen Freund der letztes Jahr in Chile war?
    Ach ne – Mist! Jetzt verstehe ich – man findet dich auch auf Instagram. Na die Erklärung ist langweilig. 😉

    Gefällt 1 Person

      • Na besser als im Lotto gewonnen. Daher haben die meisten Leute ja ihre Führerscheine, wenn man meiner Frau glauben schenkt… 😄
        Wer kann das schon von sich behaupten, seinen Führerschein in Agentinnen gemacht zu haben?
        Ich habe meinen größtenteils im Auto des Fahrlehrers gemacht. Die andere Zeit saß ich im Laden des Fahrlehrers. Das ist zwar keine gute Geschichte – Moment – das ist keine gute Geschichte… Auch blöd.
        Ich glaub ich halte einfach mal die Fresse und schau Fußball.

        Gefällt 1 Person

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