Schools out for summer – Schools out forever … ? Part II

Die Pause ist vorbei und nachdem wir mittlerweile wissen, welcher Sänger für zwei Bands singt, weshalb der Galan und ich spätestens im August wieder die Steiermark besuchen werden, warum es nicht nur der letzte Abend für das Schools Out Festival war und wie dem Publikum immer mehr und mehr eingeheizt wurde, geht es weiter mit dem zweiten Teil …

Zu Beginn des zweiten Teiles, erlaube ich mir kurz Euch in die Vergangenheit zu führen, genauer wieder zum Nova Rock 2016, der Galan und ich feierten am zweiten Tag relativ ausgelassen bei Skindread. Am nächsten Tag sitze ich am Morgen im Hinterteil von Flipper, wir haben unseren Timetable verloren, also begebe ich mich auf die Internetseite des Festivals und sehe erst jetzt das eine Band beim Red Bull Brandwagen abgesagt und Cannonball Ride eingesprungen war … Ich ärgere mich fürchterlich diese Neuigkeiten verpasst zu haben.

Warum? Einerseits fungierten sie bereits 2011 als Vorgruppe für The Ghost Inside und andererseits folgt ein Ausschnitt einer Unterhaltung mit einem Bekannten, auf dessen Musikgeschmack ich mich beinahe blind verlasse …

„ … Cannonball Ride! Die musst du dir unbedingt ansehen, die waren am Hell of the Noise Festival und Wurm 2014, einer der besten Acts!“

Nachdem mich schon einige ihrer, durchaus verschlüsselt kritischen, Songs im Auto oder während Läufen erfreuen, war es nun endlich soweit, gleich durfte ich mich selbst von ihnen auf der Bühne überzeugen und eines kann ich vorweg sagen, sie haben überzeugt.

Energiegeladen, mit ordentlich Power und Können starten sie ihre Show und zum zweiten Mal an diesem Tag ärgere ich mich ein wenig darüber, dass das Publikum noch etwas zurückhaltend ist und teilweise während der Performance weiterspricht. Ich selbst bekomme ein wenig einen Tunnelblick und werde ganz schön von den tollen Jungs und Songs mitgerissen. Erneut stelle ich fest, dass ich eine Band, nach einem Live-Auftritt noch etwas mehr schätze als zuvor.

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Cannonball Ride hat mich und soweit ich mitbekam auch den Galan auf genau dies mitgenommen, einem Ritt auf einer Kanonenkugel … Gerne stehen wir beim nächsten Mal wieder dazu bereit. Überzeugt euch doch selbst mit zwei meiner Favoriten New Sick Industry und Smoke and Mirrors

Kontrust erlebten wir erstmalig Open Air am Overdrive Festival, nun würden sie nach einer Pause erneut auf der Bühne stehen, gleich sollte die Crossover Band, mit der hübschen Sängerin Agata und dem energischen Sänger Stefan, uns erneut eines auf die Ohren geben.

Hörte ich die Sängerin am Overdrive Festival nicht immer so gut raus, fegt mich ihre Stimme schon während dem ersten Lied Dance weg und schnell darf ich feststellen das sie sich live noch besser anhört als in ihren, witzigen, Musikvideos.

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Die Band macht Live gehörig Stimmung, egal ob man ihrer Musik nur ein wenig oder sehr zugetan ist. Jeder einzelne de Band gibt sein Bestes und Sängerin und Sänger fegen gehörig über die Bühne. So fällt es auch mir zunehmend schwer, Fotos zu schießen und meine Füße dabei still zu halten und so genieße ich nach der zweiten Halbzeit einfach nur noch ihre Musik und Show.

Bei Hey DJ kann dann schließlich auch der größte Tanzmuffel nicht mehr still stehen und bei der Zugabe während Bomba sehe ich, dass nun auch draußen vor der Halle getanzt wird.

Erneut begeben sich der Galan und ich nach draußen, etwas nach Kontrust verschnaufen und die Kohlehydratspeicher erneut auffüllen, als wir den Soundcheck von Being as an Ocean vernehmen bewegen wir uns langsam wieder nach drinnen, schnell hole ich mir noch ein Fanta für den Blutzucker, die Preise waren übrigens fair und das junge Personal überaus bemüht und selbst als die Sodamaschine zickte blieben sie höflich und freundlich.

Being as an Ocean übernehmen den etwas ruhigeren Part des Abends, zwar wartet der Sänger, neben gesprochenen Passagen mit gehörigen Screams auf, aber härtere Riffs bleiben aus. Immer wieder überzieht mich während ihrem Auftritt Gänsehaut, da man meiner Meinung nach merkt, dass der Sänger viel seiner persönlichen Erfahrungen in seine Songs einbringt. Schließlich setzt der Gitarrist mit seinen Klargesang ein, die gesamte Band zieht mich in ihren Bann und obwohl ich mich aus Müdigkeit kurz auf den Boden setze genieße ich jeden Ton und Melodie dieser Band.

Die ersten beginnen mit Stagediving, ein Besucher betritt mit einer Einhorn-Maske die Halle und wir prompt vom Sänger von Being as an Ocean begrüßt, zusammen damit das sich der Sänger klar gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art ausspricht, sowie dem Publikum Mut zuspricht, da es überall Böses, aber auch Wege gibt sich diesem zu widersetzen, ein Highlight während ihres Auftrittes.

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Fast hätte man sich noch gewünscht das er die Inspiration für den Bandnamen zitiert:
„You must not lose faith in humanity. Humanity is like an ocean; if a few drops of the ocean are dirty, the ocean does not become dirty.“ – Mahatma Ghandi

Persönlich sind mir nun die Lautsprecher schon etwas zu Laut eingestellt gewesen, zwar Verbleiben wir während der nächsten Pause in der Halle, wechseln dann aber, auch deshalb, während dem Headliner des Abends, Stick to your Guns, nach draußen.

Ich denke zu einem so großen Headliner muss man nicht mehr viel sagen, das Publikum strömt während dem Soundcheck regelrecht in die Halle, ein wenig wirkt es so, als hätte ein Großteil der Anwesenden nur auf ihren Auftritt gewartet, wobei mich dieser Gedanke dann fast etwas „betroffen“ macht.

Der Veranstalter, Christoph Kohlbacher, hat seinem Festival, welches 2012 als sein Maturaprojekt begann, jedenfalls einen tollen Abgang bereitet. 2600 Besucher hat er seither nach Leoben gelockt, dieses Jahr waren es stolze 900.

Die Nase hat der junge Veranstalter jetzt allerdings nicht voll, neben dem Festival studiert er weiter und da ein Auslandssemester ansteht und auch die Registrierkassenpflicht, zusätzlich, alles etwas verkompliziert war dies (hoffentlich vorläufig) das letzte School is Out Festival.

Dieses Jahr hatte er das erste Mal auch Bands aus den USA für sein Line Up engagiert, somit bleibt nur dem talentierten, jungen, Veranstalter viel Glück für sein Studium, das Auslandssemester, die Heimkehr und natürlich seinem weiteren Werdegang zu wünschen … Ich bin mir sicher, dass dem jungen Mann eine glänzende Karriere im Eventmanagement bevorsteht.

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