Wir rocken nicht den See sondern die Gais – Gaisrock Fetival 2016

Am 16 Juli 2016 um 16 Uhr sollte es losgehen das Gaisrock Festival, eine Benefiz Festival zugunsten der Behinderten Hilfe, ging zum vierten Mal über die Bühne.

Waren es die Schnapszahlen oder doch das Wetter? Als der Galan und ich gegen halb Fünf mit Stella, das galansche Fahrzeug, in Gaisruck ankamen, war der Parkplatz jedenfalls noch recht leer, wir wunderten uns und fragten uns kurz ob wir uns vielleicht im Datum geirrt hätten. Die letzten Male war der Parkplatz nämlich immer voll wenn wir ankamen.

CBC, Claus, Basti und Chris, die Veranstalter des Festivals, reagierten prompt auf die wenigen Besucher und verlegten den Start des Festivals etwas nach hinten.

Tatsächlich waren noch einige gekommen, als das Festival von den Bluesmopolitans eröffnet wurde. Ihr mögt Seiler & Speer mit ihrem Song Ham kummst? Dann werdet ihr die Bluesmopolitans lieben!

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Die sieben Jungs aus St. Pölten in Niederösterreich, kommen nicht nur mit Charme sondern auch einem Saxophon daher, ein tolles Instrument welches man außerhalb des Blues und Jazz, zum Beispiel, bei Dog Eat Dog hören darf.

Viele Legenden des Blues schlossen, um und nach der Jahrtausendwende, für immer ihre Augen, Charles Brown, Jimmy Rogers, B.B. King und Ray Charles, um nur einigen von Ihnen zu huldigen, tatsächlich wurde das nahende Ende des Genres ausgerufen, das Ende eine Ära prophezeit.

Aber solange es Bands wie die Bluesmopolitans gibt, darf man aufatmen. Ihr Set ist jedenfalls buntgemischt vom guten alten schwungvollen Blues der 60er Jahre, über Showblues bis hin zu eigenen Kompositionen, wozu sie sich gerne auch dem Dialekt bedienen, ist alles und somit für jeden etwas dabei. Hört doch einfach in den Teaser ihres Albums Ois durchanaund.

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Während ihrem Auftritt strömen immer mehr Besucher in die „Scheune“ und so stellen wir nach einer kurzen Pause fest, welche wir draußen vor der Scheune verbrachten, das Parallel Universe, eine Red Hot Chilli Peppers Cover Band, vor deutlich mehr Besuchern spielen werden.

Machen wir es kurz und schmerzlos: Jungs wo wart ihr denn am Nova Rock 2016? In teilweiser übler Erinnerung habe ich noch einen verpeilten Athony Kiedis, welcher von Spickzetteln Text abliest und trotzdem seine Einsätze immer wieder, lange, verpasst. So bekamen wir bereits das Intro vom ersten Song viermal um die Ohren, bis Anthony Kiedis endlich mitbekam das er Singen sollte.

Parallel Universe, machen dieses Erlebnis, mit fahlen Nachgeschmack heute wieder wett, jeder Ton sitzt und im Gegensatz zum Original vergessen sie auch nicht ein wenig mit den Besuchern zu interagieren und diese so noch mehr zum Feiern zu animieren. Von mir aus hätten sie gerne die Nova Rock Blue Stage an jenem Abend übernehmen dürfen, dann hätten wir uns wohl nicht noch vor der Halbzeit, enttäuscht, in Flipper zum Schlafen verzogen.

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Nach der Pause während dem Aufbau für Stay due Beauty, werden wir Gewahr das noch mehr Besucher gekommen sind. Also lauschen wir den Punkern aus Stockerau von draußen. Sie sorgen eindeutig für eine richtig gute Zeit unter dem Publikum, wobei ihre lockere, offene und sympathische Art, sicher ein wenig dazu beiträgt.

Persönlich bewundere ich sie ja etwas für ihren Mut, über einen gewissen österreichischen Politiker zu singen, welcher nicht davor zurückschreckt Privatpersonen auf Facebook wegen ihrer Posts anzuzeigen und zu verklagen … Leider kannte ich viele ihrer Songs, welche auch bei mir immer wieder für richtig gute Stimmung sorgten nicht, dies ändere ich nun aber mit ihrer Soundcloud.

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Der Abend ist mittlerweile hereingebrochen, wir hatten tollen Musikern gelauscht, uns am Stand vom Veggie-Bräu gestärkt und mit vielen lieben Bekannten und Freunden gesprochen, leider soll nun aber The Painting Faces unsere (vor)letzte Band für heute Abend werden, zumal wir heute keine Betreuung für die hündischen Damen des Hauses haben …

Nachdem sie starten muss ich zweimal auf die Bühne schauen um mich zu vergewissern das hier nicht D-A-D, also Disneyland after Dark, welche sich so nicht nennen dürfen, auf der Bühne stehen. Zwar bringen sie eher ruhigere Nummern, aber das Publikum scheint in ihren Bann gezogen und ich bin es auch.

Etwas kontrastieren Gitarrist, Bassist und Sänger, erstgenannte sind oft am Headbangen, während mich die Bewegungen des Sängers etwas mehr an Rap erinnern, sofern er nicht gerade mit der Akkustikgitarre, welcher später eine Seite reist, zugange ist, aber nicht negativ gemeint, es ist toll zu sehen wie jeder von ihnen die Musik für sich interpretiert und auf der Bühne auslebt.

Schließlich greift der Gitarrist noch zum Banjo, was ihrer Musik noch etwas mehr eine ganz eigene Note verpasst. Also ich bin bereit für mehr.

Während der Cover-Band Favorite Sons, welche sich dem Punkrock verschrieben und uns mit Covern von Pennywise und Bad Religion einheizten müssen wir das Festival leider verlassen.

Etwas wehmütig bin ich somit, We Walk Walls, eine Indie-Pop Band und den Headliner des Abends The Crispies zu verpassen.

Wie die Male davor, lief das Gaisrock Festival friedlich, gemütlich und mit einer vielfältigen Band-Auswahl ab, selbst der einsetzende Regen, tat der Stimmung keinerlei Abbruch, dass die Einnahmen der Behindertenhilfe Korneuburg zu Gute kommen, ist das Tüpfelchen auf dem i. Man darf gespannt sein, was CBC nächstes Jahr aus dem Hut zaubern …

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