Tattoo oder doch Branding für die Lederhose

Vor kurzem erfuhren wir, dass es nun Lederjacken aus der DNA und somit nachgezüchteten Haut von Alexander McQueen gibt, selbst die Tattoos des verstorbenen Designers, werden auf dieser Jacke nachgebildet.

Mehr darüber, erfährt man hier.

Jedenfalls wurde ich nun neugierig, Tattoos werden offenbar immer Gesellschaftsfähiger und werden langsam als das anerkannt was sie sind, Kunst. Persönlich gestehe ich Tätowierern auch meinen höchsten Respekt zu, nicht nur das sie sagenhafte Bilder erschaffen, dass Einbringen der Farbe in die Haut erfordert dann ja doch noch einen Zusatz an Talent und Wissen über den menschlichen Körper.

Die Linien, der auf die Haut gebrachten Vorlagen, verwischen während dem Vorgang des Tätowierens oftmals und so muss der Künstler sein Werk, zusätzlich meist vor seinem inneren Auge noch immer vor sich haben. Abgesehen davon, dass er das starre Werk aus 2D vom Papier, den Konturen des Körperteils anpassen muss.

Verzettelt; in jedem Fall wurde ich neugierig, es gibt Tattoo-Ärmel, also mit Tattoo-Motiven bedruckte Stoffe, welche man sich über die Arme ziehen kann, Strumpfhosen mit Tattoos und auch auf T-Shirts und Hosen werden Prints mit Tattoo-Motiven immer beliebter.

Auch der Individualismus scheint jeden Tag etwas größer geschrieben zu werden, alte Traditionen werden neu interpretiert und erhalten so einen frischen Wind und somit eben auch einen Hauch Individualismus.

Nun kommt er ins Spiel, Michi Thalhammer, Tattoo-Künstler und Experte auf dem Gebiet bayrisches Lebensgefühl mal anders. Geprägt von unterschiedlichen Leidenschaften wie Volksmusik und Rock, sowie Tradition und Tattoo, entwickelte der kreative Kopf eine Methode seine Kunstwerke in die gute alte Lederhose einzubrennen. Das genaue Verfahren hierzu hält er, verständlicherweise, unter Verschluss und sich ein Patent gesichert.

Wie er darauf kam scheint beinahe Zufall zu sein, als Sänger der Band Wuidara Pistols, ließ er sich einen Totenkopf mit dem Bart einer Gams in seine Lederhose sticken, das Ergebnis gefiel ihm nicht, bald kam er selbst dahinter, dass er mit einbrennen bessere Ergebnisse erzielte.

Die Lederhosen, aus hochwertigem Hirschleder, in verschiedenen Schnitten, von eng anliegend, bis breit und hüftig, erhält man ab 1150 Euro, das Wahlmotiv gibt es ab 100 Euro, vorgezeichnet nach Kundenwunsch.

Brandner und Kneißl, wobei der Name inspiriert von den bayrischen Rebellen Brandner Kaspar, welcher dem Tod ein Schnippchen geschlagen haben soll und dem Räuber Kneissl, der zwar Krimineller aber zeitgleich als Robin Hood der Voralpen gilt, achtet bewusst auf deutsche Qualität und unterstützt deshalb nicht die Massenfertigung, wie wir sie aus Pakistan kennen. Die gesamte Produktion und Zulieferung wird in Deutschland abgewickelt.

Aber tollte Geschichten haben immer einen kleinen Hacken, für Damen fertigen Brandner und Kneißl keine Lederhosen, da sind sie der Tradition verbunden, eine Dame gehört in ein fesches Dirndl, darin sehen sie viel schöner aus als in einer Lederhose …, als Frau und Kleiderverächterin muss ich ihm dennoch recht geben …

Jedoch dürfen sich Damen sicher im, dem Geschäft, angeschlossenen Tattoo-Studio ein Meisterwerk von Michi Thalhammer, Katharina Menne, oder Marion Glas unter die Haut stechen lassen …

Bei so viel Kreativität im Team, gibt es vielleicht ja doch noch eine eigene Dirndl Kollektion?

Mehr Informationen und Bilder auf der, oben verlinkten, Homepage oder auf ihrer Facbeook-Seite

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